Bachelorarbeit, 2012
36 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, wie sich das islamische Recht im mittelalterlichen Spanien (al-Andalus) auf die Identität der verschiedenen dort lebenden Religionsgruppen auswirkte, insbesondere im Kontext interreligiöser Ehen. Der Fokus liegt dabei auf der mālikitischen Rechtsschule, die in al-Andalus dominierte.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themenfeldern interreligiöse Ehen, Identität, mālikitisches Recht, al-Andalus, Islamisches Spanien, Kulturgeschichte, Geschichte der arabischen Halbinsel, Toleranz, Convivencia und multikulturelle Gesellschaft. Die zentralen Konzepte der Arbeit sind die Rezeption und Anwendung des islamischen Rechts im Kontext einer multikulturellen Gesellschaft, sowie die Frage nach dem Einfluss von Recht auf die Konstruktion von Identität.
Der Begriff beschreibt das Zusammenleben von Muslimen, Christen und Juden im mittelalterlichen islamischen Spanien, das oft als Zeitalter der Toleranz und kulturellen Vielfalt zitiert wird.
Die mālikitische Rechtsschule war die dominierende Jurisprudenz in al-Andalus. Sie kategorisierte die verschiedenen Bevölkerungsgruppen und regelte deren rechtlichen Status sowie das soziale Miteinander.
Ja, das islamische Recht erlaubte unter bestimmten Bedingungen Ehen zwischen muslimischen Männern und Frauen der "Buchreligionen" (Christen und Juden), wobei rechtliche Details wie die Brautgabe (ṣadāq) genau geregelt waren.
Das Recht fungierte als "Spiegel und Gießform" der Identität, indem es Zugehörigkeiten festschrieb und klare Regeln für den Status von Ehepartnern und Nachkommen in heterogenen Familien setzte.
Nach islamischem Recht folgten Kinder aus Ehen eines muslimischen Vaters und einer christlichen oder jüdischen Mutter automatisch der Religion des Vaters, was die religiöse Identität der nächsten Generation festlegte.
Die ṣadāq war ein wesentlicher Bestandteil des Ehevertrags und diente der finanziellen Absicherung der Frau. Sie war auch in interreligiösen Verbindungen ein zentrales rechtliches Element.
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