Bachelorarbeit, 2013
111 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Anlass
1.2 Ziel
1.3 Ablauf
2. Variety Seeking
2.1 Definitionen von Variety Seeking
2.2 Optimum-Stimulation-Theorie
2.3 Erstellung eigener Definition
3. Bisherige Erkenntnisse über Variety Seeking
3.1 Von Variety Seeking betroffene Produkte
3.3 Zielgruppe Variety Seeker
3.3 Wechselwirkung Variety Seeking und Kundenbindung
3.4 Mögliche Marketingmaßnahmen
4. Prüfung ausgewählter Marketingmaßnahmen zur Befriedigung des Abwechslungsbedürfnisses am Beispiel der Marke „AXE“
4.1 Zielgruppe und Positionierung
4.1.1 Zielgruppe
4.1.2 Identität und Positionierung der Marke
4.2 Maßnahmen der Produktpolitik
4.2.1 Maßnahmen in der Theorie
4.2.2 Mögliche Umsetzung am Beispiel Unilever
4.3 Maßnahmen der Kommunikationspolitik
4.3.1 Kreierung von TV-Spots
4.3.1.1 Empfehlungen zur Gestaltung in der Theorie
4.3.1.2 Mögliche Umsetzung am Beispiel ausgewählter TV-Spots
4.3.2 Einsatz von Pressemitteilungen
5. Marketingmaßnahmen zur Akquirierung von Variety Seekern am Beispiel des Imagewandels der Marke „Jägermeister“
5.1 Ausgangssituation
5.2 Soll-Positionierung
5.3 Untersuchung Zielgruppe und -produkt hinsichtlich Variety Seeking
5.4 Positionierungsumsetzung
5.4.1 Empfehlungen zu Promotion-Aktionen in der Theorie
5.4.2 Mögliche Umsetzung
5.4.3 Promotion-Truppe: Die Jägerettes
5.4.4 Durchführung und Sponsoring von Musikevents
5.4.4.1 Wirkung von Musikevents auf Variety Seeker
5.4.4.2 Durchführung
5.4 Evaluation des Markenrelaunches
6. Erkenntniszuwachs
6.1 Variety Seeking
6.2 Zielgruppe und Zielprodukte
6.3 Kundenbindung
6.4 Marketing-Mix
6.4.1 Markenpolitik
6.4.2 Ausweitung der Produktpalette
6.4.3 TV-Spots
6.4.4 Pressemitteilungen
6.4.5 Promotion
6.4.6 Eventmarketing und -sponsoring
6.4.7 Bedeutung des Marketing-Mixes
6.5 Zukunftsperspektive
7. Fazit
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Bedeutung von Variety Seeking im Konsumentenverhalten für Unternehmen zu beleuchten und praxisnahe Strategien zu identifizieren, um dieses Bedürfnis durch gezielte Marketingmaßnahmen erfolgreich zu steuern und Kundenbindung trotz des Abwechslungsdrangs zu fördern.
2.2 Optimum-Stimulation-Theorie
„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“, dieses Sprichwort verdeutlicht, dass ein Individuum zu einem Gewohnheitsverhalten neigt. Es unterstellt, dass Menschen an Gewohnheiten hängen und diese nur ungern ablegen. Sie sehnen sich dementsprechend nach Reizkontinuitäten und würden diese gegenüber Reizveränderungen vorziehen. Dennoch tritt bei vielen Menschen das Gefühl der Langeweile oder Unzufriedenheit auf, wenn sie einer für sich als reizmonoton empfundenen Situation, Person oder einem Objekt ausgesetzt sind. In solch einer Situation sehnt sich der Mensch nach Veränderung bzw. Abwechslung. Er will der aktuellen Situation entfliehen und empfindet ein Bedürfnis nach Reizvariation. Dieser Widerspruch eines Bedürfnisses sowohl nach Reizkontinuität, als auch Reizvariation im menschlichen Verhalten, wird durch die Optimum-Stimulation-Level-Theorie erklärt.
Diese wird als zentrale Theorie zur Erklärung von Variety Seeking in der Literatur angesehen. Laut der OSL-Theorie verfügt jedes Individuum über einen Optimum-Stimulation-Level (OSL). Der OSL beschreibt einen vom Individuum als optimal empfundenen Erregungszustand. Anders ausgedrückt: die optimale Balance zwischen Reizkontinuität und Reizvariation. Dieser Zustand ist bei jedem Individuum unterschiedlich, weshalb in der Literatur auch häufig von einem „nicht näher spezifizierten mittleren Niveau“ gesprochen wird.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, definiert das Phänomen Variety Seeking als konstantes Bedürfnis nach Abwechslung und begründet die Relevanz der Arbeit für den Unternehmenserfolg.
2. Variety Seeking: Das Kapitel befasst sich mit Definitionen von Variety Seeking und bettet das Phänomen theoretisch in die Optimum-Stimulation-Level-Theorie ein, um eine eigene Definition abzuleiten.
3. Bisherige Erkenntnisse über Variety Seeking: Hier werden die Zusammenhänge zwischen Konsumhäufigkeit, Zielgruppenprofilen und der Wechselwirkung zur Kundenbindung aufgezeigt sowie erste Marketingempfehlungen aus der Literatur zusammengefasst.
4. Prüfung ausgewählter Marketingmaßnahmen zur Befriedigung des Abwechslungsbedürfnisses am Beispiel der Marke „AXE“: Dieses Kapitel analysiert anhand der Marke "AXE", wie eine gezielte Markenpositionierung, Produktpolitik und Kommunikationsstrategie erfolgreich Variety Seeking anspricht.
5. Marketingmaßnahmen zur Akquirierung von Variety Seekern am Beispiel des Imagewandels der Marke „Jägermeister“: Das Kapitel untersucht den Imagewandel von Jägermeister und zeigt auf, wie durch Eventmarketing und Promotion eine neue Zielgruppe erschlossen und das Abwechslungsbedürfnis gesteuert wurde.
6. Erkenntniszuwachs: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und die Marketingmaßnahmen wie Markenpolitik, Produktpalette, TV-Spots und Events aus der Perspektive von Marketingabteilungen bewertet.
7. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Befriedigung des Abwechslungsbedürfnisses essenziell für die Kundenbindung in von Variety Seeking betroffenen Märkten ist und erfolgreiche Praxisbeispiele als Orientierung dienen.
Variety Seeking, Konsumentenverhalten, Abwechslungsbedürfnis, Marketingmaßnahmen, Markenbindung, Kundenbindung, Optimum-Stimulation-Level-Theorie, Produktpolitik, Kommunikationspolitik, Markenrelaunch, Zielgruppenanalyse, Jägermeister, AXE, Kaufverhalten, Eventmarketing
Die Arbeit untersucht das Phänomen des "Variety Seeking", bei dem Konsumenten trotz Zufriedenheit mit einer Marke aus einem Bedürfnis nach Abwechslung zum Produkt- oder Markenwechsel neigen, und wie Unternehmen darauf mit gezielten Marketingmaßnahmen reagieren können.
Die zentralen Themen umfassen die psychologischen Grundlagen (Optimum-Stimulation-Level), die Auswirkungen auf die Kundenbindung sowie die Anwendung von Marketing-Mix-Strategien in den Bereichen Produktgestaltung, Kommunikation und Event-Promotion.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen ihr Marketing ausrichten können, um das Abwechslungsbedürfnis der Konsumenten zu befriedigen (anstatt es nur zu unterdrücken) und somit trotz des Strebens nach Varianz die Kundenbindung aufrechtzuerhalten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer praxisnahen Fallstudien-Methode, bei der die Marken "AXE" und "Jägermeister" detailliert hinsichtlich ihrer Marketingstrategien untersucht werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Variety Seekings und eine detaillierte Prüfung von Marketingmaßnahmen, insbesondere durch die Analyse von Produktpolitik, TV-Spots und Event- bzw. Promotion-Strategien in der Praxis.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Variety Seeking, Markenbindung, Abwechslungsbedürfnis, Markenrelaunch, Zielgruppe und der Marketing-Mix, insbesondere im Kontext von Konsumgütern wie Deodorants und Spirituosen.
AXE wird als Paradebeispiel angeführt, da die Marke ihr gesamtes Marketing – von der Produktgestaltung bis zur emotionalen Kommunikation und dem "AXE-Effekt" – konsequent auf das Abwechslungsbedürfnis junger männlicher Konsumenten ausrichtet.
Die Jägerettes agieren als zentrale Markenbotschafterinnen im Nachtleben, die durch direkte Interaktion und Produktproben in Clubs die Neugier wecken und das neue, "wilde" Image der Marke unmittelbar für die Zielgruppe erlebbar machen.
Die Literatur und die Arbeit kommen zu dem Schluss, dass es wesentlich effizienter und erfolgsversprechender ist, das Abwechslungsbedürfnis aktiv zu stimulieren und durch ein breites Portfolio oder innovative Kampagnen zu befriedigen, anstatt zu versuchen, das Bedürfnis gewaltsam zu unterdrücken.
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