Diplomarbeit, 2003
115 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Preisdifferenzierung
2.1 Grundlagen der Preisdifferenzierung
2.2 Formen der Preisdifferenzierung
2.3 Mengenbezogene Preisdifferenzierung
2.3.1 Grundlagen und Formen
2.3.2 Zweiteilige Tarife
2.3.3 Voraussetzungen
3 Anwendung auf Privatgirokonten bei der Sparkasse Kiel
3.1 Der Girokontomarkt
3.1.1 Grundlagen zum Girokontomarkt
3.1.2 Eignung für eine mengenbezogene Differenzierung
3.2 Die Sparkasse Kiel
3.3 Ziele des Projektes
4 Empirische Untersuchung
4.1 Forschungsdesign
4.2 Ziehung der Stichprobe
4.3 Aufstellen der Auswahlgruppen
4.3.1 Tarifbestandteile
4.3.2 Berechnung der Auswahlgruppen
4.3.3 Designeffizienz
4.4 Operationalisierung des Fragebogen
4.5 Rücklauf
5 Ergebnisse
5.1 Segmentbezogene Nutzenwerte
5.1.1 Choice-Based-Conjoint-Latent-Class-Analyse
5.1.2 Segmentanzahl
5.1.3 Nutzenwerte
5.2 Charakteristika der Segmente
5.3 Beste Kombination der Tarife
5.3.1 Simulationsaufbau und -ablauf
5.3.2 Benchmarking
5.3.3 Wahlwahrscheinlichkeiten
5.3.4 Deckungsbeiträge
6 Implikationen
7 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Diplomarbeit entwickelt ein neues Preiskonzept für Privatgirokonten der Sparkasse Kiel, mit dem Ziel, den Deckungsbeitrag im Zahlungsverkehr zu steigern, ohne nennenswerte Kundenabwanderungen zu riskieren. Hierzu wird das individuelle Kundenverhalten analysiert und eine auf Kundenpräferenzen basierende Preisdifferenzierungsstrategie erarbeitet.
2.1 Grundlagen der Preisdifferenzierung
In der Praxis findet man als Nachfrager häufig Angebote wie die folgenden:
- Der Kieler Bäckereifilialist Günther bietet nachmittags ab 16:00 Uhr Feierabendbrötchen für 26 Cent das Stück an. Für fünf Stück bezahlt man aber nur 1,05 Euro.
- Die Frankfurter Allgemeine Zeitung kostet im Abonnement monatlich 29,80 €, für Studenten aber nur 15,80 €.
Die Liste solcher Beispiele ließe sich problemlos erweitern: Ein Anbieter bietet gleiche oder annähernd gleiche Produkte oder Dienstleistungen zu unterschiedlichen Preisen an. Diese Form der Preisgestaltung wird allgemein als Preisdifferenzierung bezeichnet.
Es existiert eine sehr heterogene Literatur zum Begriff der Preisdifferenzierung, da sie in zahlreichen Lehrbüchern und Aufsätzen, sowohl der Volkswirtschaftslehre als auch der Betriebswirtschaftslehre ein grundlegendes Thema ist. Diese Tatsache bedingt eine große Anzahl an Definitionen, die durch das jeweilige Themenumfeld und die Ziele des Autors geprägt und damit sehr unterschiedlich sind. Für diese Arbeit ist die folgende Definition von Diller treffend und soll im folgenden gelten: Bei der Preisdifferenzierung „...werden Güter gleicher oder sehr ähnlicher Art an verschiedene Kunden(-gruppen) zu unterschiedlichen Preisen verkauft. Die Differenzierung des Preises kann sowohl über den Preiszähler (Entgelt pro Einheit) als auch über den Preisnenner (Quantität und/oder Qualität des Gutes) erfolgen.“
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation am deutschen Bankenmarkt, die Problematik der Rentabilität bei Girokonten und die Zielsetzung der Arbeit.
2 Preisdifferenzierung: Vermittelt die theoretischen Grundlagen der Preisdifferenzierung, unterteilt in Typen und Implementationsformen, mit Fokus auf mengenbezogene Strategien.
3 Anwendung auf Privatgirokonten bei der Sparkasse Kiel: Analysiert den Girokontomarkt und das aktuelle Angebot der Sparkasse Kiel sowie die strategischen Ziele des Projekts.
4 Empirische Untersuchung: Detailliert das Forschungsdesign, die Stichprobenziehung, die methodische Berechnung der Auswahlgruppen (CBC) und die Durchführung der Befragung.
5 Ergebnisse: Präsentiert die empirischen Daten, die Segmentierung mittels Latent-Class-Analyse, die Nutzenwerte und die Simulation der optimierten Tarifkombinationen.
6 Implikationen: Leitet aus den Ergebnissen strategische Empfehlungen für das Management der Sparkasse Kiel ab.
7 Schlussbetrachtung: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bewertet das Potenzial der Preisdifferenzierung für Girokonten.
Preisdifferenzierung, Girokonto, Sparkasse Kiel, Choice-Based-Conjoint-Analyse, Latent-Class-Analyse, zweiteilige Tarife, Deckungsbeitrag, Kundensegmentierung, Zahlungsbereitschaft, Konsumentenrente, Bankmarketing, Dienstleistungsmanagement, Preissensibilität, Wahlwahrscheinlichkeit.
Die Arbeit untersucht, wie eine Preisdifferenzierungsstrategie bei Privatgirokonten erfolgreich angewendet werden kann, um die Rentabilität zu steigern.
Zentrale Themen sind die Preispolitik im Bankwesen, die Kundenheterogenität und der Einsatz von Conjoint-Methoden zur Optimierung von Tarifstrukturen.
Ziel ist die Entwicklung eines neuen Preiskonzepts für die Sparkasse Kiel, das den Deckungsbeitrag erhöht, ohne die Abwanderung von Bestandskunden zu fördern.
Es wird eine Choice-Based-Conjoint-Analyse in Verbindung mit einem Latent-Class-Verfahren verwendet, um Segmente zu bilden und Präferenzen zu quantifizieren.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen, die empirische Datenerhebung mittels schriftlicher Kundenbefragung sowie die detaillierte Ergebnispräsentation und Simulation der optimierten Tarife.
Wichtige Begriffe sind Preisdifferenzierung, Girokonto, Latent-Class-Analyse, Deckungsbeitrag und Zahlungsbereitschaft.
Die "None-Option" repräsentiert das Konkurrenzangebot und ermöglicht es, das Abwanderungspotenzial der Kunden realistischer einzuschätzen.
Die Simulation ermöglicht es, unter Berücksichtigung verschiedener Segmente und Kostenstrukturen diejenige Tarifkombination zu finden, die den Deckungsbeitrag maximiert und gleichzeitig eine hohe Akzeptanz bei den Kunden sicherstellt.
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