Diplomarbeit, 2003
121 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Methodisches Vorgehen
2. Die Geschichte der Bildbearbeitung
2.1 Die Geschichte der analogen Bildbearbeitung
2.2 Die Geschichte der digitalen Bildbearbeitung
3. Methoden und Techniken der Bildbearbeitung
3.1 Analoge Bildbearbeitung
3.1.1 Retusche
3.1.1.1 Retusche am Negativ
3.1.1.2 Retusche am Positiv
3.1.2 Abschwächen und Verstärken
3.1.3 Abwedeln und Nachbelichten
3.1.4 Kolorieren
3.1.5 Ausschnitt
3.1.6 Fotomontage
3.1.6.1 Positivmontage
3.1.6.2 Lichtmontage
3.2 Digitale Bildbearbeitung
3.2.1 Grundlagen der digitalen Bildbearbeitung
3.2.2 Die Bildbearbeitungssoftware „Adobe Photoshop“
3.2.2.1 Möglichkeiten der Werkzeugleiste
3.2.2.2 Werkzeug-Optionen
3.2.2.3 Möglichkeiten der Menüleiste
3.2.3 Die Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung exemplarisch dargestellt
3.2.4 Bildbearbeitung heute
4. Das Foto in der Presse
4.1 Funktionen des Fotos in der Presse
4.2 Eigenschaften von Pressefotos
4.3 Wirkung von Pressefotos
4.4 Stellenwert des Fotos in der Presse
5. Manipulation
5.1 Etymologie des Begriffes „Manipulation“
5.2 Bedeutung des Begriffes im Kontext der Fotografie
5.2.1 Manipulation im Sinne eines Handgriffes
5.2.2 Manipulation im Sinne einer Beeinflussung
5.3 Möglichkeiten der Beeinflussung von Fotos
5.4 Motive für die Bildmanipulation
5.6 Konsequenzen und Auswirkungen der Bildmanipulation
6. Kennzeichnung manipulierter Fotos
6.1 Die Notwendigkeit einer Kennzeichnung
6.2 Pressekodex
6.3 Kennzeichnungsmodelle für Bildmanipulationen
6.3.1 DOK-Verband
6.3.2 Memorandum zur Kennzeichnungspflicht manipulierter Fotos
6.3.3 Vorschlag von Rechtsanwalt David Seiler
6.4 Status Quo
6.5 Gründe für das Scheitern der Kennzeichnungsinitiativen
7. Ethische Aspekte der Bildbearbeitung
7.1 Wo die Bildbearbeitung aufhört und die Bildmanipulation beginnt
7.2 Arbeitskodex und Praxis in Redaktionen und Agenturen
7.3 Medienethik und Bildmanipulation
7.3.1 Die Medienmacher
7.3.2 Die Mediennutzer
8. Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bildbearbeitung in der Pressefotografie, wobei der Fokus auf den Methoden und der Problematik der Bildmanipulation liegt. Ziel ist es, die Entwicklung der Bildbearbeitung von analogen Anfängen bis hin zur digitalen Praxis darzustellen, ethische Konflikte im journalistischen Kontext zu beleuchten und den Status Quo sowie bisherige Lösungsansätze zur Kennzeichnung von manipuliertem Bildmaterial kritisch zu analysieren.
Die Geschichte der analogen Bildbearbeitung
Im Zuge der Digitalisierung der Bildbearbeitung entbrannten heftige Diskussionen um die Gefahren, Folgen sowie um die unkalkulierbaren Möglichkeiten der neuen Technik. Allerdings ist die Bildbearbeitung kein neues Phänomen, sondern etwa genauso alt wie die Fotografie selbst.
Die ersten Fotografen waren verhinderte Maler, die bei dem Versuch, Aufnahmemängel wie Staubkörner oder Gelatinestückchen zu beseitigen, schnell bemerkten, dass Pinsel und Farbe wahre Wunder bewirken können. Von Anfang an wurde die Fotografie von der Bemühung um eine Schönung der Realität begleitet.
Ein Mittel dazu war die Retusche. Sie wurde 1855 von dem Münchner Fotografen Hanfstaengl erfunden. Der Begriff „Retusche“ stammt vom französischen Begriff „Retouche“ und bedeutet Nachbesserung.
Schon lange vor der Entwicklung computerbasierter Bildbearbeitungsprogramme erfreute sich die Retusche großer Beliebtheit. Erbrachten Fotografien nicht das gewünschte Ergebnis, wurden sie mittels Retusche nachgebessert.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Pressefotografie ein, definiert die Zielsetzung der Arbeit und beschreibt das methodische Vorgehen.
2. Die Geschichte der Bildbearbeitung: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Bildbearbeitung von analogen Anfängen bis zur digitalen Ära anhand prägnanter Beispiele nach.
3. Methoden und Techniken der Bildbearbeitung: Hier werden die gängigen analogen und digitalen Werkzeuge detailliert erläutert und deren Anwendung exemplarisch demonstriert.
4. Das Foto in der Presse: Dieser Abschnitt analysiert die spezifischen Funktionen, Eigenschaften und die journalistische Bedeutung des Pressefotos.
5. Manipulation: Es erfolgt eine etymologische Herleitung des Manipulationsbegriffs sowie eine Differenzierung zwischen technischer Manipulation und inhaltlicher Beeinflussung.
6. Kennzeichnung manipulierter Fotos: Hier werden die Notwendigkeit von Kennzeichnungen, bisherige Initiativen sowie Gründe für deren Scheitern untersucht.
7. Ethische Aspekte der Bildbearbeitung: Dieser Teil diskutiert die Grenzen zwischen Bearbeitung und Manipulation und reflektiert ethische Verantwortung bei Medienmachern und Nutzern.
8. Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die Problematik zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung im Spannungsfeld zwischen digitaler Perfektionierung und Glaubwürdigkeit.
Pressefotografie, Bildmanipulation, Manipulation, Fälschung, Fotos, Fotografie, Presse, Kennzeichnungspflicht, Bildbearbeitung, Ethik, Medienethik
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bildbearbeitung in der Pressefotografie und untersucht, wie diese Methoden zur Bildmanipulation eingesetzt werden können, um Bildinhalte und Aussagen zu verfälschen.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Bildbearbeitung, der Unterscheidung zwischen professioneller Optimierung und Manipulation sowie der ethischen Debatte über Glaubwürdigkeit im Journalismus.
Das Ziel ist es, das vielschichtige Thema der Bildmanipulation aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, die Problematik aufzuzeigen und Lösungsansätze zur Kennzeichnung von manipulierten Fotos kritisch zu hinterfragen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie auf der Durchführung von Experteninterviews mit Personen aus der Praxis, wie Bildredakteuren, Fotografen und Vertretern von Verbänden.
Im Hauptteil werden sowohl analoge als auch digitale Techniken erläutert, die Rolle des Fotos in der Presse definiert und die ethische Verantwortung von Medienmachern und Mediennutzern diskutiert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Pressefotografie, Bildmanipulation, Medienethik, Bildbearbeitung, Fälschung und Kennzeichnungspflicht definieren.
Das Scheitern wird auf mangelnde Verbindlichkeit der Initiativen, Befürchtungen hinsichtlich einer Verunsicherung der Leser sowie den ökonomischen Druck zurückgeführt, der eine Kennzeichnung als Abwertung des eigenen Produkts erscheinen lässt.
Die Software wird als Standardwerkzeug der modernen digitalen Bildbearbeitung genutzt, um die technischen Möglichkeiten des Bildeingriffs exemplarisch darzustellen und zu veranschaulichen, wie einfach Bildmanipulationen heute durchführbar sind.
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