Masterarbeit, 2015
340 Seiten, Note: 1,00
1 Einleitung
1.1 Relevanz und Aktualität der Thematik
1.2 Problemstellung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Forschungsstand und theoretischer Hintergrund
2.1 Personalauswahl und Eignungsdiagnostik
2.2 Assessment Center
2.2.1 Begriffsbestimmung, Prinzipien und Hauptanwendungsfelder
2.2.2 Ablauf und typische Bestandteile
2.2.3 Stellenwert der Beobachtung und Beurteilungsfehler
2.2.4 Validität, Reliabilität und Objektivität
2.2.5 Der Einsatz neuer Medien
2.2.6 Stärken und Schwächen
2.3 Die Postkorbübung
2.3.1 Definition und Ablauf
2.3.2 Eignung für die Messung bestimmter Konstrukte
2.3.3 Techniken zur erfolgreichen Bearbeitung der Postkorbübung
2.3.4 Validität, Reliabilität und Objektivität
2.3.5 Computergestützte Postkörbe
2.3.6 Stärken und Schwächen
2.4 Akzeptanz von Personalauswahlinstrumenten
3 Hinführung zum eigenen Ansatz
3.1 Stress
3.1.1 Das transaktionale Stresskonzept
3.1.2 Der biologische Hintergrund sowie negative Auswirkungen von Stress
3.1.3 Stressoren am Arbeitsplatz und im beruflichen Umfeld
3.2 Virtuelle Realität
3.2.1 Geschichtliches, Visionen und heutige Verbreitung
3.2.2 Definition und Abgrenzungen
3.2.3 Ein- und Ausgabegeräte und Arten virtueller Räume
3.2.4 Potenziale und negative Auswirkungen von Virtueller Realität
3.2.5 Definition und Messbarkeit von Präsenz und Präsenzdeterminanten
4 Empirische Untersuchung: Die Postkorbübung im Virtuellen Raum
4.1 Wissenschaftliches Vorgehen im Rahmen dieser Studie
4.2 Forschungsfragen und Hypothesen
4.2.1 Fragestellungen
4.2.2 Hypothesen
4.3 Versuchskonzeption
4.3.1 Forschungsdesign und Setting
4.3.2 Stichprobe
4.3.3 Datenerhebungsmethode
4.3.4 Forschungsinstrumente und Untersuchungsdokumente
4.3.5 Versuchsablauf und Umweltbedingungen
4.4 Datenaufbereitung und -eingabe
4.5 Auswertungsergebnisse und Überprüfung der Hypothesen
4.5.1 Relevante deskriptive Statistik
4.5.2 Auswertung der Hypothesen
4.5.3 Weitere interessante Ergebnisse
4.6 Diskussion und kritische Würdigung
4.6.1 Kurzzusammenfassung der Hauptresultate
4.6.2 Interpretationen und Schlussfolgerungen zu den Hypothesen
4.6.3 Limitationen der Studie
4.6.4 Künftige Forschungsansätze
5 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Masterarbeit untersucht empirisch, ob die Durchführung einer Postkorbübung im Virtuellen Raum an der Universität Kassel im Vergleich zu einer klassischen Paper-Pencil-Variante Vorteile bei der Personalauswahl bietet, insbesondere hinsichtlich der erzeugten Stressbelastung, der Präsenz der Probanden und der Akzeptanz des Verfahrens.
2.2.1 Begriffsbestimmung, Prinzipien und Hauptanwendungsfelder
Das AC wurde ursprünglich in der Weimarer Republik von Prof. Riefert für das Deutsche Heer im Auftrag des Reichswehrministeriums entwickelt (vgl. Horn 1996, S. 58). Während des ersten Weltkrieges wurde es zur Auswahl von Kraftfahrern, Piloten und Funkern eingesetzt (vgl. Fisseni/Fennekels 1995, S. 6). Die britische Armee und das Commonwealth übernahmen das Verfahren zu Beginn des Zweiten Weltkrieges; es verbreitete sich von dort aus auch in andere Länder wie Australien und Kanada (vgl. Rischar 1990, S. 91; Jeserich 1981, S. 97). 1942 setzte das Office of Strategic Services in den USA AC für die Auswahl von Geheimdienstagenten ein (vgl. Jeserich 1981, S. 98). Mitglieder dieses Office gingen nach Ende des Zweiten Weltkrieges in die Wirtschaft und in Universitäten. So begann in den USA der Einsatz von AC für die Auswahl von Führungskräften in der Industrie (vgl. Rischar 1990, S. 93; Jeserich 1981, S. 101). Als erstes kommerzielles Unternehmen setzte die American Telephone und Telegraph Company (AT&T) AC ein (vgl. Rischar 1990, S. 93). Von da an verbreitete sich der Einsatz von AC immer weiter. Heute handelt es sich bei diesem Verfahren um ein Standardinstrument der Personalauswahl.
Der Begriff „assessment“ weist bereits darauf hin, dass etwas festgestellt werden soll (vgl. Schlamelcher 2011, S. 221). In AC werden weniger Wissen und Kenntnisse abgefragt; stattdessen steht die Erfassung von Fähigkeiten im Vordergrund (vgl. Achouri 2007, S. 23). AC zählen zu den situationsbezogenen Verfahren und Gruppenauswahlinstrumenten (vgl. Randhofer 2010, S. 386; Höft/Obermann 2010, S. 14).
„Das Assessment-Center-Verfahren besteht aus einer Kombination mehrerer verhaltensorientierter Simulationsübungen. Jeweils mehrere Teilnehmer werden gleichzeitig von mehreren geschulten Beobachtern in Bezug auf mehrere vorab definierte Anforderungen hin beurteilt.“ (Nerdinger/Blickle/Schaper 2008, S. 251)
Etwas praktischer formuliert Braun-Wimmelmeier: „Beim Assessment-Center handelt es sich also um eine diagnostische Prozedur. Mehrere Bewerber (zwischen 6 und 12 Personen) werden über mehrere Tage mit mehreren Verfahren untersucht und dabei von mehreren Beobachtern (im Verhältnis etwa 1:2 zur Zahl der Bewerber) beurteilt.“ (1999, S. 13)
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Personalauswahl im Kontext des Fachkräftemangels und der Bedeutung von Humankapital, führt in die Thematik des Assessment Centers und der Postkorbübung ein und stellt die Forschungsfrage zur Eignung virtueller Räume.
2 Forschungsstand und theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert eine fundierte theoretische Aufarbeitung zu Eignungsdiagnostik, Assessment Centern, der Postkorbübung und der Akzeptanz von Personalauswahlinstrumenten in der wissenschaftlichen Literatur.
3 Hinführung zum eigenen Ansatz: Der theoretische Rahmen wird durch eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem transaktionalen Stresskonzept nach Lazarus sowie den technologischen und psychologischen Grundlagen der Virtuellen Realität und Präsenz erweitert.
4 Empirische Untersuchung: Die Postkorbübung im Virtuellen Raum: Dieser Teil beschreibt das methodische Vorgehen, die Versuchsplanung mit Experimental- und Kontrollgruppe, die Durchführung sowie die statistische Auswertung und Diskussion der erhobenen Ergebnisse und Hypothesen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Studie zusammen, interpretiert die (größtenteils abgelehnten) Hypothesen vor dem Hintergrund der technischen Limitationen des Virtuellen Raums und formuliert Anforderungen für zukünftige Forschung.
Assessment Center, Postkorbübung, Virtueller Raum, Virtuelle Realität, Personalauswahl, Stress, Eignungsdiagnostik, Akzeptanz, Präsenz, Immersion, Arbeitspsychologie, Validität, empirische Studie, Stressresistenz, Testverfahren.
Die Arbeit untersucht den Einsatz des Virtuellen Raums als neuartiges Medium für Assessment Center-Übungen, spezifisch für die Postkorbübung, um Potenziale und Grenzen bei der Personalauswahl zu erforschen.
Die zentralen Themen sind Personalauswahl, das Stresserleben von Bewerbern, die Akzeptanz von Auswahlverfahren sowie die Anwendung von Virtueller Realität zur Simulation realistischer Arbeitsumgebungen.
Die Arbeit prüft, ob die mediale Unterstützung durch einen Virtuellen Raum bei der Postkorbübung einen messbaren Mehrwert für die Personalauswahl bietet, insbesondere durch die Simulation höherer Stresslevel und die Steigerung der Verfahrensakzeptanz.
Es handelt sich um ein experimentelles Laborexperiment mit einem randomisierten Zwei-Gruppen-Plan (Experimentalgruppe im Virtuellen Raum vs. Kontrollgruppe im klassischen Raum) und anschließender quantitativer Datenanalyse mittels Fragebögen und Intelligenztest.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung zu Assessment Centern und Stresskonzepten sowie die detaillierte Beschreibung und Auswertung der empirischen Studie, inklusive Hypothesenprüfung und kritischer Diskussion.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Assessment Center, Postkorbübung, Virtueller Raum, Stressbelastung, Akzeptanz, Präsenz und Eignungsdiagnostik charakterisiert.
Obwohl ein höherer Stresslevel vermutet wurde, ergab die statistische Auswertung keinen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen; dies wird unter anderem durch das subjektive Empfinden von Stress und die stresserzeugende Natur der Postkorbübung an sich erklärt.
Präsenz wurde als kognitives und emotionales Konstrukt untersucht, wobei die Hoffnung bestand, dass eine höhere Präsenz im Virtuellen Raum die Akzeptanz des Auswahlverfahrens positiv beeinflusst, was jedoch in dieser Form nicht statistisch bestätigt werden konnte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

