Examensarbeit, 2014
133 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
2 Sachanalyse
2.1 Differenzierung zum Klettern und anderen alpinen Sportarten
2.2 Geschichte des Boulderns
2.3 Soziologische Betrachtung des Boulderbooms
2.3.1 Trendsport
2.3.2 Selbstermächtigung
2.3.3 Individualisierung im Sport
3 Differenzierung zum Freiklettern
3.1 Wandhöhe
3.2 Sicherungstechnik
3.3 Materialbedarf
4 Fachdidaktischer Hintergrund
4.1 Veränderung im Schulsport
4.1.1 Pragmatisch-qualifikatorische Strömung
4.1.2 Kritisch-emanzipatorischen Strömung
4.2 Rahmenvorgaben durch den Lehrplan
4.2.1 Erziehender Sportunterricht
4.2.2 Pädagogische Perspektiven
4.2.3 Bewegungsfelder
4.2.4 Ausblick Kompetenzorientierung
4.3 Bouldern im Schulsport
4.3.1 Trendsportarten im Schulsportunterricht
4.3.2 Bouldern im Bewegungsfeld „Bewegen an und mit Geräten“
4.3.3 Bouldern unter der pädagogischen Perspektive des Wagnisses
5 Praktische Hinweise zur Umsetzung des Unterrichtsvorhabens Bouldern an Geräten
5.1 Kritik an der Vermittlung von Klettern im Schulsport
5.2 Organisatorische Fragestellungen
5.3 Bouldern in der Sporthalle
5.4 Bouldern in der Boulderhalle unter dem Aspekt des offenen Unterrichts
5.3.1 Chancen des offenen Konzepts
5.3.2 Schüler beim Aufsuchen von Wagnissen im Bouldern unterstützen
5.3.3 Boulderspiele
5.5 Leistungsbewertung im Bouldern
6 Bouldern in der Bewegten Schule
6.1 Das Konzept der Bewegten Schule
6.2 Ziele und Legitimationsgrundlage der Bewegten Schule
6.3 Boulderwände in der Bewegten Schule
6.4 Trendsportarten in der bewegten Pause
7 Ausblick: Bouldern in der Natur und im urbanen Bewegungsraum
7.1 Bouldern an natürlichen Felsstrukturen
7.2 Bouldern im urbanen Bewegungsraum
8 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung der Sportart Bouldern als eigenständiges Unterrichtsvorhaben im Schulsport. Dabei wird analysiert, wie Bouldern unter Berücksichtigung aktueller sportdidaktischer Anforderungen in den Sportunterricht und in das Konzept der Bewegten Schule integriert werden kann, um Lernziele wie Wagniserziehung und Kompetenzentwicklung zu fördern.
3.1 Wandhöhe
Wie bereits in der Definition verankert, findet Bouldern in Absprunghöhe statt. Diese Höhe kann sehr unterschiedlich ausfallen und ist in künstlichen Kletterhallen meistens durch den Zielgriff vorgegeben. Beim Bau einer Boulderwand in der Schule ist diese jedoch gesetzlich geregelt. Dabei darf der oberste Tritt eine Höhe von zwei Meter nicht übersteigen (Hinkel & Betz, 2001, S.41). In Höhen oberhalb dieser Begrenzung muss auf eine Seilsicherung zurückgegriffen werden. In diesem Fall ist die Tritthöhe festgeschrieben, so dass sichergestellt werden kann, dass keine Sprunghöhen von über 2m erreicht werden. Auf diese Weise soll das Verletzungsrisiko minimiert werden. Die sich ergebenden Vorteile der nicht notwendigen Sicherungstechnik und des geringen Materialbedarfs werden später erläutert.
Kern (2010, S. 168) bezweifelt allerdings, dass das Interesse, lediglich in Absprunghöhe zu klettern, für alle Schüler lange aufrechterhalten werden kann. Diesem berechtigten Einwurf kann die steigende Popularität des Boulderns entgegengesetzt werden. Nichtsdestotrotz sollte sich die Lehrperson bewusst sein, dass einige Schüler, vor allem bei geringen Erfolgserlebnissen, die Lust an der Sportart verlieren. Kern (2010, S.168) formuliert als Ausweg die Möglichkeit, auf verschiedene Kooperations- und Wettkampfspielformen zurückzugreifen. Exemplarisch werden diese im Hinblick auf ihr pädagogisches Potenzial im fünften Kapitel vorgestellt. Festzuhalten ist allerdings, dass die geringe Wandhöhe solche Spiele ermöglicht, da zum einen keine Sicherung notwendig ist und jederzeit abgesprungen werden kann. Zum anderen ist aufgrund der geringen Entfernung vom Kletternden zum Zuschauer oder Lehrer eine unmittelbare Kommunikation möglich.
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation des Autors dar und skizziert das Ziel der Arbeit, die Integration von Bouldern in den Schulsport zu prüfen.
2 Sachanalyse: Dieses Kapitel definiert Bouldern als Sportart, erläutert dessen Geschichte und untersucht soziologische Faktoren des Boulderbooms wie Selbstermächtigung und Individualisierung.
3 Differenzierung zum Freiklettern: Hier werden die Unterschiede zwischen Bouldern und Freiklettern hinsichtlich Wandhöhe, Sicherungstechnik und Materialbedarf herausgearbeitet.
4 Fachdidaktischer Hintergrund: Es wird die didaktische Einordnung in den Schulsport, Lehrplanvorgaben, Bewegungsfelder und das Konzept des Wagnisses diskutiert.
5 Praktische Hinweise zur Umsetzung des Unterrichtsvorhabens Bouldern an Geräten: Dieses Kapitel bietet methodische Ansätze für Lehrkräfte, inklusive Stationsarbeit, Boulderspielen und Leistungsbewertung.
6 Bouldern in der Bewegten Schule: Hier wird die Integration von Boulderwänden und informellen Bewegungsangeboten in den Schulalltag jenseits des Sportunterrichts erörtert.
7 Ausblick: Bouldern in der Natur und im urbanen Bewegungsraum: Dieser Abschnitt behandelt Möglichkeiten und ökologische Aspekte des Boulderns am Felsen sowie den Trend des urbanen Boulderings.
8 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und zieht ein Fazit zur pädagogischen Eignung des Boulderns.
Bouldern, Schulsport, Wagniserziehung, Trendsport, Bewegte Schule, Klettern, Absprunghöhe, Sportdidaktik, Bewegungsfelder, Kompetenzorientierung, Sicherungstechnik, Boulderhalle, Sportunterricht, motorische Fähigkeiten, Individualisierung.
Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Integration der Trendsportart Bouldern in den Schulsport und den Schulalltag.
Zentral sind die fachdidaktische Legitimation, die Abgrenzung zum Freiklettern, die Wagniserziehung und die Umsetzungsmöglichkeiten in der Schule.
Das Ziel ist zu untersuchen, ob Bouldern als Unterrichtsvorhaben geeignet ist, welche Lernziele verfolgt werden können und wie diese vermittelt werden sollten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sportwissenschaftlicher und fachdidaktischer Strömungen sowie lehrplanspezifischer Vorgaben.
Im Hauptteil werden neben einer Sachanalyse didaktische Konzepte wie der mehrperspektivische Sportunterricht und die Bewegte Schule konkret auf das Bouldern angewandt.
Die wichtigsten Schlagworte sind Bouldern, Wagniserziehung, Schulsport, Sportdidaktik und Kompetenzorientierung.
Bouldern findet in Absprunghöhe statt und erfordert keine Seilsicherung. Durch den Einsatz von Matten und das Prinzip des Spottens wird das Verletzungsrisiko in der Schule minimiert.
Bouldern bietet Kindern und Jugendlichen auch in Pausen die Möglichkeit zur spontanen Bewegung, fördert die motorische Entwicklung und ist mit geringem Aufwand in den Pausenhof integrierbar.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

