Bachelorarbeit, 2012
55 Seiten, Note: 2,3
1. Vorwort
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Antidemokratie
2.2 Rechtsextremismus
2.2.1 Persönlichkeitsmerkmale
2.2.2 Ungleichgewichtszustände
2.2.3 Externe Variablen
2.3 Fremdenfeindlichkeit
3. Modellaufbau
4. Aktueller Kontext
5. Analyse
5.1 Politisches Spektrum
5.2 Werteorientierung
5.3 Arbeitslosigkeit
5.4 Deprivation und Desintegration
5.5 Fremdenfeindlichkeit und Rassismus
5.6 Antidemokratische Einstellungen
6. Modellanpassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ein Mehrebenenmodell zu entwickeln, das die komplexen Einflussfaktoren auf fremdenfeindliche und antidemokratische Einstellungen systematisiert. Basierend auf einer sachsenweiten, repräsentativen Sekundäranalyse soll aufgezeigt werden, wie unterschiedliche sozioökonomische, sozialisatorische und psychologische Variablen zur Entstehung und Verstärkung rechtsextremer Dispositionen beitragen.
2.1 Antidemokratie
Um antidemokratische Einstellungen ausfindig zu machen, müssen wir uns vor Augen führen, was Demokratie eigentlich ausmacht. Ein jeder demokratischer Staat zeichnet sich aus, durch seine Gewaltenteilung, seine freien Wahlen, die Garantie der Grundrechte und Gleichheit eines jedes Einzelnen, sowie den garantierten Freiheiten von Meinung, Presse, Rundfunk und Religionsausübung. Aus diesen Grundrechten (der freien Parteienbildung und politischen Betätigung) ergibt sich auch eine erste vorzunehmende Trennung der Gesellschaft, in die politische Mitte und die beiden politischen extreme Links und Rechts. Der Hufeisentheorie folgend, sind sich die beiden Pole dabei im Grunde am weitesten von einander entfernt, aber dennoch auch Nachbarn, was zu spannungsgeladenen Lage führt. Backes (1989, S.251) bewertet das Schema dabei wie folgt: „Das Hufeisenmodell trägt der Tatsache Rechnung, daß [sic.] die Grenzlinie zwischen politischem Extremismus und demokratischem Verfassungsstaat für die Bewertung politischer Phänomene von größerer Bedeutung ist als die jeweilige Stellung auf der Rechts-Links-Achse.“
1. Vorwort: Dieses Kapitel verortet die Relevanz des Themas in einem aktuellen gesellschaftspolitischen Kontext und erläutert die Zielsetzung der Sekundäranalyse.
2. Theoretischer Rahmen: Hier werden zentrale Begriffe wie Antidemokratie, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit theoretisch definiert und in den Diskurs eingeordnet.
3. Modellaufbau: Dieser Abschnitt beschreibt die Konzeption eines Mehrebenenmodells, das verschiedene Einflussfaktoren auf rechte Dispositionen integriert.
4. Aktueller Kontext: Es erfolgt eine detaillierte Darstellung der sozioökonomischen Rahmenbedingungen in Sachsen zum Zeitpunkt der Befragung.
5. Analyse: Das Hauptkapitel präsentiert die empirische Auswertung der Befragungsdaten hinsichtlich der verschiedenen Einflussfaktoren auf die politische Einstellung der Probanden.
6. Modellanpassung und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse reflektiert, das theoretische Modell angepasst und weitere Forschungsbedarfe identifiziert.
Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Antidemokratie, Sekundäranalyse, Sachsen, Deprivation, Desintegration, Autoritarismus, Werteorientierung, politische Einstellungen, Arbeitslosigkeit, Politikverdrossenheit, Mehrebenenmodell, Parteienvielfalt, Sozialisation.
Die Arbeit untersucht mittels einer Sekundäranalyse einer sachsenweiten Umfrage, welche Faktoren die Entstehung und Ausprägung von antidemokratischen und fremdenfeindlichen Einstellungen begünstigen.
Die zentralen Themen umfassen Rechtsextremismus, die Rolle von Deprivation und Desintegration, autoritäre Persönlichkeitsmerkmale sowie das allgemeine politische Spektrum der Befragten.
Ziel ist die Entwicklung eines Modells, das die verschiedenen Einflussfaktoren auf rechte Dispositionen verständlich macht, ohne dabei deterministische Kausalzusammenhänge zu behaupten.
Es handelt sich um eine quantitative Sekundäranalyse einer Telefonbefragung mit 3001 Personen aus Sachsen, ergänzt durch eine theoretische Modellbildung.
Der Hauptteil analysiert schrittweise Variablen wie das politische Spektrum, Werteorientierungen, den Einfluss von Arbeitslosigkeit sowie das Gefühl der politischen Repräsentation.
Zu den Schlüsselbegriffen gehören Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Autoritarismus, Deprivation und die regionale Besonderheit Sachsens als Untersuchungsraum.
Sachsen wurde gewählt, da dem Bundesland seit jeher starke fremdenfeindliche Tendenzen und ein hoher Anteil an Rechtsextremen attestiert werden, was die Analyse besonders aufschlussreich macht.
Die Arbeit stellt fest, dass Nichtwähler ein großes Potenzial für latente rechte Dispositionen bergen, die häufig aus einer tiefen Politikverdrossenheit resultieren.
Ja, die Einstellungen zur DDR und die Einschätzung der Angleichung der Lebensverhältnisse wurden als Variablen in die Untersuchung der persönlichen Zufriedenheit und politischen Gesinnung integriert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

