Diplomarbeit, 2010
110 Seiten, Note: 1,5
1.TEIL: EINFÜHRUNG
1.1 Einleitung und Darlegung der Vorgehensweise
1.2 Definition der Begriffe Migration, Integration und Kultur
1.3 Ausgangspunkt der Untersuchung
1.3.1 Migration in Deutschland
1.3.2 Bildungsbeteiligung und Migration
1.3.3 Erklärungsansätze für Bildungsbenachteiligung von Migrantinnen und Migranten
1.4 Forschungsstand
1.4.1 Begünstigende Faktoren für Bildungserfolg in Bildungsbiographien von Migrantinnen in Deutschland
1.4.2 Exkurs: Argentinische Migrationsforschung
1.5 Einflussfaktoren auf Bildungserfolg bei Menschen mit Migrationshintergrund
2. TEIL: ANALYSE DER GESELLSCHAFTLICHEN KONTEXTBEDINGUNGEN FÜR DEUTSCHE MIGRANTINNEN UND MIGRANTEN IM EINWANDERUNGSLAND ARGENTINIEN
2.1 Einwanderungsland Argentinien
2.1.1 Migration in der argentinischen Geschichte – Integrationspolitische Haltungen
2.1.2 Deutsche Einwanderungswellen
2.2 Bildung als Integrationsfaktor
2.2.1 Entwicklung des allgemeinen Bildungswesens unter Sarmiento
2.2.2 Praxis des argentinischen Bildungssystems und Rolle der Privatschulen
2.3 Einfluss des kulturellen Herkunftskontextes
2.3.1 Deutsche in Argentinien: Soziale Milieus, Institutionen und Integration
2.3.2 Diskurs über die Deutschen
2.4 Zusammenfassung der Ausgangsbedingungen
3. TEIL: THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND DARSTELLUNG DER EMPIRISCHEN VORGEHENSWEISE
3.1 Methodische Vorüberlegungen zur qualitativen Forschung
3.2 Überlegungen zur Bildungsbiographieforschung
3.3 Interviewmethode nach Witzel und Leitfadenkonstruktion
3.4 Beschreibung der Untersuchungsgruppe
3.5 Feldzugang und Rolle der Forscherin
3.6 Datenerhebungsverfahren
3.7 Auswertungsverfahren und Kategorienbildung
4. TEIL: DARSTELLUNG UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
4.1 Beschreibung der Bildungswege
4.2. Einflussfaktoren auf Bildungserfolg
4.2.1 Auswertung der einzelnen Kategorien
4.2.2 Interpretation der Ergebnisse
4.3 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht Faktoren für den Bildungserfolg von deutschstämmigen Lehrkräften in Argentinien, um durch diesen Perspektivwechsel besser zu verstehen, welche Bedingungen eine erfolgreiche Bildungsbiographie über deutsche Systemgrenzen hinweg begünstigen und welche Erkenntnisse für die deutsche Integrationsdebatte gewonnen werden können.
1.1 Einleitung und Darlegung der Vorgehensweise
Die Welt ist in Bewegung, mehr als jemals zuvor. Durch neue Transport– und Kommunikationsmöglichkeiten haben die globalen Wanderungsbewegungen, meist von armen Ländern aus, in Richtung der Industriestaaten der Nordhalbkugel ganz neue Dimensionen angenommen. Millionen verlassen ihre Heimat, um in einem fremden Land eine bessere Zukunft, meist in Bezug auf ihre ökonomische oder politische Lage, zu suchen.
Wie uns die Literatur der Migrationsforschung lehrt, handelt es sich hierbei um kein neues Phänomen, sondern um den Normalfall der Menschheitsgeschichte. Jeder wird bei genauerer Betrachtung der Vergangenheit seiner eigenen Familie feststellen, dass es auch hier Geschichten des Aufbruchs von einer Welt in die andere gibt. Seien es auch nur Wanderungsbewegungen vom Dorf in die Stadt, oder von einer Region des Landes in eine andere. Oft sind es gerade diese Erfahrungen, die tief im kollektiven Gedächtnis der Familie verankert sind und die von Generation zu Generation weitergetragen werden. Denn sie markierten tiefe Einschnitte und forderten Umstellung und Neuanpassung. Solche Wendepunkte bringen Chancen und Risiken mit sich, aber vor allem bergen sie dynamische Entwicklungspotentiale, für einzelne Familien ebenso wie für ganze Gesellschaften.
Beleuchtet man das Thema der Migration von der politischen Perspektive aus, zeichnen sich aber auch unterschiedlichste Interessens- und Problemlagen ab. So war von den Vereinigten Staaten von Amerika in der Zeit des Mangels an Arbeitskräften und Siedlern Zuwanderung dringend erwünscht, wohingegen Europa heute beispielweise versucht, die Zuwanderung von mittellosen Asylsuchenden zu drosseln (vgl. Schulte, Treichler 2010, S. 28). Während also das Individuum darum ringt, psychisch, sozial und ökonomisch Fuß zu fassen, befindet sich die Politik im Spannungsfeld von gesellschaftlichen und ökonomischen Konflikten, die durch eine heterogene Bevölkerung entstehen.
1.TEIL: EINFÜHRUNG: Diese Einleitung führt in die globale Migrationsproblematik ein, definiert zentrale Begriffe wie Migration und Integration und skizziert den Ausgangspunkt der Untersuchung anhand der deutschen Situation.
2. TEIL: ANALYSE DER GESELLSCHAFTLICHEN KONTEXTBEDINGUNGEN FÜR DEUTSCHE MIGRANTINNEN UND MIGRANTEN IM EINWANDERUNGSLAND ARGENTINIEN: Dieser Teil beleuchtet die historischen und aktuellen Bedingungen der deutschen Einwanderung nach Argentinien sowie die Rolle des Bildungswesens als Integrationsinstrument.
3. TEIL: THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND DARSTELLUNG DER EMPIRISCHEN VORGEHENSWEISE: Hier werden die qualitativen Forschungsmethoden, insbesondere das problemzentrierte Interview, sowie die theoretischen Bezugsrahmen für die Untersuchung der Bildungsbiographien dargelegt.
4. TEIL: DARSTELLUNG UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE: Das letzte Kapitel wertet die Interviews aus, interpretiert die Einflussfaktoren auf den Bildungserfolg und zieht ein Fazit im Hinblick auf die Forschungsfrage.
Bildungsbiographien, Migration, Integration, Argentinien, Bildungsbiographieforschung, Qualitatives Interview, Institutionelle Rahmenbedingungen, Kapitalsorten, Herkunftskultur, Deutschsprachige Gemeinschaft, Privatschulen, Bildungserfolg, Identität, Akkulturation, Migrationshintergrund.
Die Diplomarbeit untersucht die Faktoren, die zum Bildungserfolg von Lehrkräften mit deutschem Migrationshintergrund in Argentinien beigetragen haben.
Die zentralen Themen sind der Einfluss familiärer Kapitalsorten, die Rolle deutscher Bildungsinstitutionen in Argentinien und die Auswirkungen der systemischen Rahmenbedingungen auf den Bildungserfolg.
Ziel ist es, durch die Analyse der Bildungsbiographien der befragten Gruppe aufzuzeigen, welche Determinanten für den Bildungserfolg außerhalb des deutschen Systems relevant sind, um daraus Erkenntnisse für die deutsche Integrationsdebatte abzuleiten.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Ansatz und führt problemzentrierte biographische Interviews mit 15 Lehrkräften durch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Kontextbedingungen in Argentinien, die theoretische Herleitung der empirischen Vorgehensweise und die Darstellung sowie Interpretation der Ergebnisse aus den Interviews.
Bildungsbiographien, Migration, Integration, Argentinien, Bildungserfolg, Kapitalsorten und Akkulturation.
Diese Gruppe ist besonders interessant, da sie erfolgreich das Bildungssystem der Aufnahmegesellschaft durchlaufen hat und gleichzeitig durch ihre Tätigkeit als Lehrkräfte tiefe Einblicke in die institutionellen Strukturen der deutschen Gemeinschaft gewährt.
Die deutschen Schulen dienen als zentraler "Dreh- und Angelpunkt" für die Bewahrung kulturellen Kapitals und fungieren als Netzwerke, die den Bildungserfolg und die berufliche Etablierung in Argentinien maßgeblich unterstützen.
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