Bachelorarbeit, 2014
68 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung
2.1 Gesundheit
2.2 Salutogenese nach Aaron Antonovsky
2.3 Gesundheitsförderung
2.3.1 Betriebliche Gesundheitsförderung
2.3.2 Rechtsgrundlagen der betrieblichen Gesundheitsförderung
2.4 Stationäre Altenpflege
3. Ursachen des Pflegekräftemangels in der stationären Altenpflege
3.1 Demografischer Wandel und seine Auswirkungen auf die stationäre Altenpflege
3.2 Arbeitsplatzsituation
3.2.1 Physische Belastung
3.2.2 Psychische Belastung
3.2.3 Soziale Belastung
4. Maßnahmen der Gesundheitsförderung
4.1 Verhältnisorientierte Maßnahmen
4.1.1 Führungsstil
4.1.2 Arbeitszeitgestaltung/Schichtplanung
4.1.3 Arbeitsplatzgestaltung
4.2 Verhaltensorientierte Maßnahmen
4.2.1 Rückenschule
4.2.2 Stressbewältigung
4.2.3 Ernährung
5. Implementierung der Maßnahmen in den Betrieben
6. Empirische Untersuchung
6.1 Experteninterviews mithilfe eines Leitfadens
6.1.1 Auswahl der Interviewpartner
6.1.2 Aufbau und Inhalt des Interviewleitfaden
6.1.3 Datenauswertung
6.2 Ergebnisse
6.2.1 Gesundheitsförderliche und gesundheitsgefährdende Faktoren/Einflüsse in der Altenpflege
6.2.2 Umgang mit den Belastungen
6.2.3 Wahrnehmung von gesundheitsförderlichen Maßnahmen
6.3 Diskussion der Ergebnisse
7. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung und Wirksamkeit der betrieblichen Gesundheitsförderung in der stationären Altenpflege. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob eine betriebliche Gesundheitsförderung in diesem Bereich sinnvoll ist und unter welchen Bedingungen eine Implementierung erfolgreich umgesetzt werden kann, um den Fachkräftemangel zu mindern und die Gesundheit des Pflegepersonals nachhaltig zu schützen.
3.2.1 Physische Belastung
In der stationären Altenpflege beschreiben die Pflegekräfte die körperliche Belastung als gravierend. Denn besonders in der stationären Altenpflege müssen die Mitarbeiter häufig Patienten bzw. Heimbewohnern heben, tragen, umsetzen und mobilisieren. Dabei wird die Wirbelsäule stark belastet, da die Druckkraft auf die Wirbelsäule zwischen 4,4 und 5,0 Kilonewton beträgt. Bei diesen Kräften können die Bandscheiben beschädigt werden. Diese Belastung führt bei vielen Beschäftigten zu einem Lendenwirbel-(LWS)Syndrom. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieses Syndroms ist bei Altenpflegekräften 4,5 bis 6,5 mal häufiger als bei Büroangestellten ohne diese Wirbelsäulenbelastung.
Laut der NEXT-Studie geben in der stationären Altenpflege weit mehr als die Hälfte (56%) der Pflegekräfte in Deutschland an, dass sie sich in ihrer Arbeitszeit in einer unbequemen Körperhaltung befinden. Neben der unbequemen Körperhaltung geben dazu 65% der Pflegekräfte an, dass sie mehr als 6 Stunden am Tag stehen. Mit diesem Wert liegt Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern auf einen sehr hohen Rang. Vor Deutschland liegen mit 68% nur noch Polen und Frankreich.
Die Erwerbstätigenbefragung von 2006 gab zudem noch an, dass 68,2% der Pflegekräfte das schwere Heben, also bei Frauen mehr als 10 kg und bei Männern mehr als 20 kg, zum Berufsalltag gehört. Dabei empfanden ca. dreiviertel diese Tätigkeit als sehr belastend. Auch das Arbeiten in gebückter, hockender oder liegender Position kommt in der Tätigkeit als Altenpfleger bei 35,8 Prozent der Befragten vor.
Diese Belastungen und auch die damit verbundenen Beschwerden werden an den Krankschreibungen deutlich. Altenpfleger werden im Durchschnitt 21,3 Tage krankgeschrieben. Im Vergleich dazu werden im Branchendurchschnitt nur 17,7 Tage krankgeschrieben und in anderen Branchen nur 11,8 Tage. Von den 21,3 werden knapp 27% der Altenpfleger aufgrund Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems krankgeschrieben.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel sowie die hohe Belastungssituation in der Altenpflege und leitet die Forschungsfrage nach der Relevanz betrieblicher Gesundheitsförderung her.
2. Begriffsbestimmung: Hier werden zentrale Begriffe wie Gesundheit, das salutogenetische Modell nach Antonovsky sowie die Konzepte und Rechtsgrundlagen der betrieblichen Gesundheitsförderung definiert.
3. Ursachen des Pflegekräftemangels in der stationären Altenpflege: Dieses Kapitel analysiert den demografischen Wandel sowie die physischen, psychischen und sozialen Arbeitsbelastungen, die zum Fachkräftemangel in der Pflege beitragen.
4. Maßnahmen der Gesundheitsförderung: Es werden konkrete verhältnis- und verhaltensorientierte Strategien vorgestellt, darunter Führungsstile, Arbeitszeitgestaltung sowie Rückenschulen und Stressbewältigung.
5. Implementierung der Maßnahmen in den Betrieben: Dieses Kapitel beschreibt einen vierstufigen Prozess zur erfolgreichen Einführung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen, von der Vorbereitung bis zur Evaluation.
6. Empirische Untersuchung: Die Ergebnisse aus Experteninterviews mit Pflegekräften und Führungskräften werden präsentiert und diskutiert, um die Theorie mit der Praxis abzugleichen.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit betriebswirtschaftlich durchdachter Gesundheitsförderung zur Sicherung der Arbeitskraft.
Altenpflege, Betriebliche Gesundheitsförderung, Fachkräftemangel, Demografischer Wandel, Salutogenese, Arbeitsbelastung, Physische Belastung, Psychische Belastung, Schichtarbeit, Rückengesundheit, Stressbewältigung, Gesundheitsmanagement, Mitarbeiterbindung, Arbeitszufriedenheit, Implementierung.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der betrieblichen Gesundheitsförderung für stationäre Altenpflegeeinrichtungen, insbesondere im Kontext der Gewinnung und dauerhaften Gesunderhaltung von qualifiziertem Pflegepersonal.
Zu den Kernbereichen gehören die Analyse des demografischen Wandels, die Identifikation spezifischer Arbeitsbelastungen im Pflegealltag sowie die Vorstellung effektiver verhältnis- und verhaltensorientierter Gesundheitsmaßnahmen.
Das Hauptziel ist zu klären, ob die Implementierung betrieblicher Gesundheitsförderung in der stationären Altenpflege sinnvoll ist und unter welchen Bedingungen sie erfolgreich gelingen kann.
Die Verfasserin nutzt leitfadengestützte Experteninterviews mit Fachkräften aus dem stationären Pflegebereich, um praxisnahe Einblicke in die Belastungssituation und die Wahrnehmung existierender Maßnahmen zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Stress- und Gesundheitsmodellen, eine Darstellung der spezifischen Belastungsfaktoren der Pflegekräfte sowie die Ausarbeitung konkreter Handlungskonzepte für Betriebe.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Altenpflege, betriebliche Gesundheitsförderung, Fachkräftemangel, physische und psychische Belastungen sowie Implementierung und Arbeitszufriedenheit maßgeblich geprägt.
Rückenbeschwerden werden als gravierendster physischer Belastungsfaktor identifiziert, weshalb Maßnahmen wie die Rückenschule und ergonomische Hilfsmittel als zentrale Interventionsansätze hervorgehoben werden.
Die empirische Analyse deutet darauf hin, dass größere Unternehmen aufgrund besserer Ressourcenlage häufiger systematische Gesundheitsstrukturen und Arbeitsgruppen implementieren als kleinere Einrichtungen.
Obwohl aktuell der Fokus oft auf Rückenmaßnahmen liegt, unterstreicht die Arbeit die Relevanz von Ernährungskursen und Antistressseminaren, um ganzheitlich gegen Burnout und emotionale Erschöpfung vorzugehen.
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