Bachelorarbeit, 2014
55 Seiten
1 Einleitung, Ziel und Fragestellung
2 Zum Begriffsumfang und Inhalt der Resilienz
2.1 Definition: Resilienz
2.2 Risiko- und Schutzfaktoren im Resilienzkonzept
2.3 Ressourcen bei der Bewältigung von Stress
3 Darstellung der eingesetzten Methoden
3.1 Forschungsinteresse
3.2 Methodenportfolio
3.3 Die narrative Interviewform
3.4 Transkription
3.5 Begründung der Auswahl der Methodik
4 Empirischer Abschnitt der Arbeit
4.1 Begründung der Fallauswahl
4.2 Durchführung und Erläuterung des Interviewleitfadens
5 Auswertung der Ergebnisse
5.1 Einfluss von Risiko- und Schutzfaktoren im biografischen Prozess der Interviewperson 1
5.2 Einfluss von Risiko- und Schutzfaktoren im biografischen Prozess an einem Fallbeispiel 2
6 Vergleich der Ergebnisse
6.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fallbeispiele in Bezug auf die Resilienz
6.2 Der Einflussfaktor Schule bei den vorliegenden Fallbeispielen
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, welche Faktoren die Resilienz bei jungen Erwachsenen beeinflussen, indem sie biografische Prozesse analysiert und mittels narrativer Interviews sowie Literaturrecherche evidenzbasierte Einblicke in die Widerstandsfähigkeit gewinnt.
2.1 Definition: Resilienz
„Der Begriff der Resilienz leitet sich aus dem Englischen resilience ab und bedeutet Spannkraft, Widerstandsfähigkeit und Elastizität.“ Diese allgemeine Definition stellt einen Erklärungsansatz des umfassenden Begriffes der Resilienz dar. Die Begrifflichkeit der Resilienz kann aus unterschiedlichen Wissenschaftszweigen, zum Beispiel dem Ökosystem, technischen Systemen, den Wirtschaftswissenschaften und der Psychologie und ähnlichen Disziplinen, wie der Pädagogik, auf der das Augenmerk dieser Bachelorarbeit liegt, erklärt werden.
Im Vergleich zu Untersuchungen ungünstiger psychosozialer Lebensbedingungen und deren Auswirkungen beschäftigt sich die Resilienzforschung mit dem Phänomen von Personen, die eine Widerstandskraft gegen ungünstige psychosoziale Lebensbedingungen aufzeigen. Risikofaktoren, aber auch diverse traumatische Erfahrungen, führen bei Personen, die als resilient bezeichnet werden können, zu keinen psychischen Störungen. Sie überstehen Erlebnisse, bei denen andere Personen psychische Erkrankungen entwickeln würden.
Die kindliche Entwicklung wird durch soziale, psychologische und biologische Risikofaktoren beeinflusst. Weshalb manche junge Erwachsene jedoch eine Stabilität gegen diese Risikofaktoren aufzeigen, ist der Gegenstand der Untersuchung der Resilienzforschung.
1 Einleitung, Ziel und Fragestellung: Das Kapitel führt in die Thematik der Resilienzforschung ein und erläutert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Bachelorarbeit.
2 Zum Begriffsumfang und Inhalt der Resilienz: Es werden theoretische Grundlagen zu Resilienz, Risiko- und Schutzfaktoren sowie persönlichen Ressourcen zur Stressbewältigung dargelegt.
3 Darstellung der eingesetzten Methoden: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsinteresse, die Wahl der narrativen Interviewform sowie die Regeln für die Transkription und Methodik.
4 Empirischer Abschnitt der Arbeit: Hier erfolgt die Begründung der Fallauswahl sowie eine detaillierte Beschreibung der Durchführung der narrativen Interviews.
5 Auswertung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der beiden Fallstudien werden in Bezug auf biografische Risiko- und Schutzfaktoren analysiert und interpretiert.
6 Vergleich der Ergebnisse: Das Kapitel vergleicht die Fallbeispiele hinsichtlich ihrer Resilienzfaktoren und untersucht speziell den Einfluss der Institution Schule.
7 Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Relevanz der Förderung personaler Ressourcen bereits im Kindesalter.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der Resilienzforschung und untersucht, welche Faktoren die psychische Widerstandsfähigkeit junger Erwachsener beeinflussen.
Im Zentrum stehen die theoretische Auseinandersetzung mit Risiko- und Schutzfaktoren sowie die empirische Analyse von zwei Fallbiografien bezüglich ihrer Bewältigungsstrategien.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage „Was beeinflusst Resilienz?“ durch einen Einblick in biografische Prozesse resilienter Personen.
Die Autorin nutzt die qualitative Forschungsmethode des narrativen Interviews, um tiefe Einblicke in die individuelle Biografie der Fallbeispiele zu erhalten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Begriffsanalyse, die Darstellung der eingesetzten Methoden und die detaillierte Auswertung und den Vergleich der empirischen Ergebnisse aus den Interviews.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Resilienz, Schutzfaktoren, Stressbewältigung, Biografiearbeit und qualitative Sozialforschung definiert.
Während bei der ersten Person insbesondere der Tod des Partners und der Umgang damit im Vordergrund steht, zeigt die zweite Person eine Biografie geprägt von Migrationshintergrund und belastenden familiären Verhältnissen in der Kindheit.
Die Schule wird als zweite „Sozialisationsinstanz“ identifiziert, in der Lehrpersonen durch Empathie und Unterstützung entscheidende Rollenmodelle für Kinder mit Risikofaktoren einnehmen können.
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