Bachelorarbeit, 2014
65 Seiten, Note: A
1 Einleitung
1.1 Kundenbedürfnisse
1.2 Problemstellung
1.3 Hypothese
1.4 Ziel der geplanten Untersuchung
1.5 Methodische Vorgehensweise
1.6 Definition der Begriffe
2 Theoretische Grundlagen eines Backups
2.1 Ursachen und Konsequenzen eines Datenverlustes
2.2 Notwendigkeit eines Backups
2.3 Daten
2.4 Big Data
2.5 Datenwachstum
2.6 Traditionelle Datensicherung
2.6.1 Sicherungsmethoden
2.6.2 Backup oder Archive
2.7 Deduplication
2.7.1 Deduplication für Virtuelle Server
2.7.2 Continuous Data Protection / Remote Replication
2.8 Definition von RTO und RPO
2.9 eBackup - Backup in der Cloud
2.9.1 Allgemein über die Cloud
2.9.2 Cloud Storage
2.9.3 Backup in der Cloud
2.9.4 Security und BaaS
2.9.5 BaaS Kosten
2.10 Datenschutzgesetzt
2.11 Datensicherungskonzept
2.12 Monitoring
2.13 Verfügbarkeit
2.14 Service Level Agreement
2.15 Physische Sicherheit
2.16 Sicherheitsaspekte
3 Auswertungsteil
3.1 Prüfung der Hypothese
3.2 Praxisbezug auf eBackup
3.3 Inhaltliche Abgrenzung
4 Konklusion und Ausblick / Schlussfolgerung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, auf Basis ausgewählter Fachliteratur zu evaluieren, ob durch ein fundiertes Datensicherungskonzept ein eBackup (Backup as a Service) eine Kostenreduktion von 50 % gegenüber konventionellen Backup-Lösungen ermöglicht, sofern die zu sichernde Datenmenge ein Terabyte nicht überschreitet. Die Forschungsarbeit untersucht dabei die technische Machbarkeit, Sicherheitsaspekte sowie die wirtschaftliche Effizienz verschiedener Backup-Strategien.
2.2 Notwendigkeit eines Backups
Die Autoren Brooks, McFarlance, Pott, Trcka & Tomaz haben bei der Notwendigkeit des Backups festgestellt, dass viele Firmen die eigenen Business-Anforderungen ihrer Firma nicht mehr verstehen, wenn es um das Thema Backup und Speicherkapazität geht. Ein Backup ist wie eine Versicherungspolice. Niemand will sie, weil sie viel kostet und nur selten gebraucht wird, wenn es jedoch zum Ernstfall kommt und in einem Haus eingebrochen wird oder das Auto einen Defekt aufweist, ist jeder dankbar, dass er eine Versicherung abgeschlossen hat, die Unterstützung garantiert. Das Gleiche gilt beim Backup, keiner sieht seine Notwendigkeit bis ein Fall eintritt, wo z.B. ein neuer Report beschädigt wird oder alle Festplatten abstürzen. Wenn kein Backup vorhanden wäre, könnte in einem solchen Fall auch kein Restore zurückgespielt werden. Falls ein Backup vorhanden ist und ein Restore in der gewünschten Zeit zurückgespielt werden kann, sind die entsprechenden Personen zufrieden (Brooks, McFarlance, Pott, Trcka & Tomaz, 2003, S. 62).
Bevor ein Datensicherungskonzept geschrieben wird, muss sich die Firma die Frage stellen, ob sie es sich leisten kann, Daten zu verlieren oder nicht. Wenn diese Frage mit JA beantwortet werden kann, muss kein Datensicherungskonzept geschrieben werden. Viele Firmen werden jedoch ein klares NEIN wiedergeben, da sich die wenigsten einen Datenverlust leisten können. Es ist sogar möglich, dass sich die Firmen nicht einmal einen Datenverlust für kurze Zeit leisten können. Somit ist es wichtig, auch einen Restore schnell und effizient wiederherzustellen zu können (Brooks, et al., 2003, S. 62).
Laut Nelson (2011) kostet ein Backup immer Geld, jedoch kostet es noch mehr wenn keines vorhanden ist und Daten verloren gehen: A statistic that is often quoted is that 70 percent of the businesses without a strong backup and recovery infrastructure that were affected by 9/11 never reopened. Of the remaining 30 percent, almost 90 percent of them failed within 6 months. While we all hope that 9/11 was a one-time event, there are any number of catastrophes (fires, floods, tornadoes, and so on) that can have similar impacts from a business perspective. It is a small cost to the business and the people that are employed there to simply have good backups. (S. 262)
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation des Unternehmens Bechtle Dübendorf dar, erläutert die zunehmende Relevanz von Datensicherung aufgrund von Datenverlustrisiken und formuliert die wissenschaftliche Hypothese bezüglich Kostenersparnis durch eBackups.
2 Theoretische Grundlagen eines Backups: Dieses Kapitel erläutert die technischen und wirtschaftlichen Notwendigkeiten einer Backup-Strategie, analysiert Sicherungsmethoden, die Rolle von Big Data, Deduplizierung, RTO/RPO-Definitionen sowie rechtliche Anforderungen an den Datenschutz.
3 Auswertungsteil: Hier werden die theoretischen Erkenntnisse mit Praxisaspekten zusammengeführt, die Hypothese kritisch geprüft, der aktuelle Markt für eBackup-Provider in der Schweiz in Form einer Übersichtstabelle analysiert und inhaltliche Abgrenzungen der Arbeit definiert.
4 Konklusion und Ausblick / Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass ein eBackup zwar Sicherheitsvorteile bietet, aber zwingend ein fundiertes Datensicherungskonzept erfordert, und betont, dass individuelle Anforderungen einer KMU die Entscheidung maßgeblich beeinflussen.
Datensicherung, Backup, eBackup, Cloud Computing, Deduplizierung, RTO, RPO, Datensicherungskonzept, Datenschutzgesetz, IT-Sicherheit, Datenspeicherung, Kostenanalyse, Backup as a Service, Business Continuity, Disaster Recovery
Die Arbeit vergleicht ein elektronisches Backup (eBackup) mit einer konventionellen lokalen Datensicherung, insbesondere unter dem Aspekt, ob durch ein eBackup bei einer Datenmenge von bis zu einem Terabyte eine Kostenreduktion von 50 % erreicht werden kann.
Die Arbeit deckt die technische Theorie der Datensicherung, die ökonomischen Aspekte von IT-Infrastrukturen, rechtliche Anforderungen wie das Schweizer Datenschutzgesetz sowie die Analyse von Deduplizierungstechnologien und Cloud-Service-Modellen ab.
Das primäre Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, ob eBackups im Vergleich zu konventionellen Backups durch ein sorgfältiges Datensicherungskonzept die Kosten um 50 % senken können, sowie die Verfechtung der Thesen von Steven Nelson zu diesem Thema.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Fachquellen und durchgeführten Vergleichen von Schweizer Backup-as-a-Service-Anbietern, um die Hypothese methodisch zu prüfen und zu falsifizieren bzw. zu stützen.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen wie Sicherungsmethoden, die Notwendigkeit von Backups, Cloud-Speicher-Technologien, rechtliche Rahmenbedingungen (Datenschutz) und die Kostenstrukturen von IT-Infrastrukturen tiefgehend untersucht.
Zu den zentralen Begriffen gehören Datensicherung, eBackup, Cloud Computing, Deduplizierung, RTO, RPO, Datensicherungskonzept und IT-Sicherheit.
Ein Konzept ist notwendig, um sowohl direkte als auch indirekte Kosten eines Datenverlustes – wie Ausfallzeiten oder Imageverluste – zu minimieren und um die individuellen Anforderungen einer Firma in Bezug auf Sicherheit und Wiederherstellbarkeit (Restore) gezielt zu adressieren.
Die Hypothese wird falsifiziert, da eine reine Kostenbetrachtung nicht ausreicht; ein eBackup erfordert zwingend eine lokale Backup-Kopie zur Sicherheitserhöhung, was die Gesamtkosten wieder ansteigen lässt und die erhoffte 50%-Reduktion in der Praxis kaum erreichbar macht.
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