Masterarbeit, 2014
79 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung in das Thema
1.1 Klassifizierung von immateriellen Vermögenswerten
1.2 Humankapital
2. Die Problemstellung
2.1 Die methodische Vorgehensweise
3. Moderne Gesundheitsansätze und ihre Anwendung im betrieblichen Kontext
3.1 Das Gesundheitsbild der WHO und im Public Health
3.2 Die Salutogenese
3.3 Der Gesundheitsbegriff aus der Gesundheitsökonomik
4. Grundlagen der Betrieblichen Gesundheitsförderung
5. Die Bedeutung von Gesundheit im Unternehmen
5.1 Gesundheit ist Humankapital
5.2 Die wesentlichen Treiber von Gesundheit
5.3 Die Treiber von Humankapital und ihre Übertragung auf die Gesundheit
6. Ansätze zur Bewertung von Humankapital im Hinblick auf die Integration des Gesundheitsmanagements
6.1 Die Saarbrücker Formel - Ein multidimensionaler Ansatz zur Messung von Humankapital
6.2 Zur Messung von Gesundheit – Für ein Reporting geeignete Indikatoren auf Unternehmensebene
6.2.1 Das Indikatoren-Konzept im Gesundheitsmanagement
6.2.2 Die Gesundheitsquote
6.2.3 Der Work Ability Index
6.3 Die Erweiterung der Saarbrücker Formel auf die Bewertung von Gesundheit
7. Diskussion
7.1 „Humankapital messen und bewerten: Sisyphusarbeit oder Gebot der Stunde?“
7.2 Humankapital und Gesundheit
7.3 Die Auswahl der Indikatoren für das Gesundheits-Reporting
7.3.1 Die Gesundheitsquote
7.3.2 Der Work Ability Index: Von der Anwesenheit zur Arbeitsfähigkeit
7.4 Die Anwendbarkeit der Saarbrücker Formel
7.5 Wie kann die praktische Umsetzung im Unternehmen aussehen?
8. Erkenntnisse aus der Arbeit
8.1 Zusammenfassung
8.2 Handlungsempfehlungen für Unternehmen und weitere Forschungsansätze
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Herausforderung, Humankapital und Betriebliches Gesundheitsmanagement auf Unternehmensebene in einem integrierten Reporting zu vereinen, um den Wert menschlicher Arbeitskraft adäquat abzubilden und strategisch zu steuern.
Die Saarbrücker Formel - Ein multidimensionaler Ansatz zur Messung von Humankapital
Die Saarbrücker Formel wurde 2004 an der Universität des Saarlandes entwickelt [Scholz 2011, S. 201]. Sie setzt zum Ziel, dem Humankapital eines Unternehmens einen monetären Wert zu geben und anhand dessen den Wert des Humankapitals planmäßig zu steuern und zu vermehren. Sie vereint verschiedene der bereits vorgestellten Berechnungsprinzipien in einer einzigen Formel. Zudem ist sie im jeweiligen Unternehmen, unabhängig von Größe und Börsennotierung anwendbar. Vertrauliche Daten werden nicht an externe Stellen herausgegeben, sondern können intern nach Abstimmung und unter Wahrung der Schweigepflicht bearbeitet werden. „Entstanden ist eine Konvention, die branchenübergreifend wie auch größenklassenübergreifend anwendbar ist“ [Scholz 2011, S. 201].
Damit erscheint Saarbrücker Formel als möglicher Ansatz zur Integration des Gesundheitsmanagements und könnte, wie im Folgenden gezeigt werden soll, nach Ergänzung durch spezifische Indikatoren, der Vielfalt des modernen Gesundheitsbegriffes gerecht werden. Die Saarbrücker Formel schließt drei Bewertungsansätze in eine Formel ein.
1. Einführung in das Thema: Es wird die gesellschaftliche und ökonomische Relevanz von Humankapital diskutiert und die Problematik einer rein kostenseitigen Betrachtung in Geschäftsberichten aufgezeigt.
2. Die Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die Lücke zwischen ökonomischen Bewertungsmethoden und gesundheitsorientierten Ansätzen, was das Ziel der Arbeit als Brückenschlag definiert.
3. Moderne Gesundheitsansätze und ihre Anwendung im betrieblichen Kontext: Es werden theoretische Grundlagen wie das WHO-Gesundheitsverständnis, die Salutogenese und gesundheitsökonomische Perspektiven vorgestellt.
4. Grundlagen der Betrieblichen Gesundheitsförderung: Hier wird die Entwicklung der BGF basierend auf der Ottawa-Charta und der Luxemburger Deklaration dargelegt.
5. Die Bedeutung von Gesundheit im Unternehmen: Gesundheit wird als Teil des Humankapitals begründet, wobei wesentliche Treiber identifiziert und mit betrieblichen Leistungsanforderungen in Bezug gesetzt werden.
6. Ansätze zur Bewertung von Humankapital im Hinblick auf die Integration des Gesundheitsmanagements: Das zentrale Kapitel stellt die Saarbrücker Formel vor und diskutiert Indikatoren wie Gesundheitsquote und Work Ability Index für ein integriertes Reporting.
7. Diskussion: Die Anwendbarkeit und die kritischen Erfolgsfaktoren für eine Integration des Gesundheitsmanagements in das Humankapital-Reporting werden intensiv erörtert.
8. Erkenntnisse aus der Arbeit: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und konkrete Handlungsempfehlungen für die unternehmerische Praxis sowie Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschung geliefert.
Humankapital, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Saarbrücker Formel, Work Ability Index, Gesundheitsquote, Intangible Assets, Reporting, Salutogenese, Betriebliche Gesundheitsförderung, Personalmanagement, Personalkennzahlen, Leistungsfähigkeit, Gesundheit, Humankapitalbewertung, Wertschöpfung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der monetären Bewertung von Humankapital unter besonderer Berücksichtigung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Die zentralen Felder sind die Humankapitalbewertung, die Integration von Gesundheitsindikatoren und die strategische Steuerung von Personalressourcen.
Das Ziel ist es, eine umfassende Bewertungsgrundlage für Humankapital zu schaffen, die den Faktor Gesundheit systematisch integriert.
Es wird ein theoretischer, diskursiver Ansatz verfolgt, der bestehende Bewertungsmodelle wie die Saarbrücker Formel analysiert und durch spezifische Gesundheitsindikatoren erweitert.
Der Hauptteil analysiert theoretische Gesundheitsmodelle, Grundlagen der Gesundheitsförderung und die mathematische Erweiterung der Saarbrücker Formel zur Integration von Gesundheitsdaten.
Besonders prägend sind Begriffe wie Humankapital, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Saarbrücker Formel und Work Ability Index.
Traditionelle Ansätze erfassen Mitarbeiter oft nur als Kostenfaktor und ignorieren deren gesundheitliches Potenzial sowie immaterielle Werte wie Motivation und Arbeitsfähigkeit.
Der WAI dient als validiertes Instrument, um die Arbeitsfähigkeit der Belegschaft prospektiv zu erfassen und als Frühindikator in die Humankapitalbewertung einzufließen.
Ja, laut der Autorin ist die Formel aufgrund ihrer Konzeption branchen- und größenunabhängig anwendbar, wobei die Datenerhebung intern erfolgen sollte.
Es werden insbesondere Datenschutzaspekte und die Vertraulichkeit medizinischer Daten der Mitarbeitenden als Herausforderungen für eine praktische Umsetzung genannt.
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