Diplomarbeit, 2011
91 Seiten
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Konstruktion von „Männlichkeit“ im Migrationsdiskurs und analysiert, wie diese im Kontext von „doing gender“ und „doing ethnicity“ konstruiert wird. Die Arbeit untersucht, wie die mediale Repräsentation von männlichen Migranten zu stereotypen Bildern führt und welche Folgen diese für die Integration und das Selbstverständnis der Betroffenen haben.
Die Einleitung führt in die Thematik der „Männlichkeit“ im Migrationsdiskurs ein und stellt die Forschungsfrage der Arbeit vor. Sie beleuchtet die gängigen Stereotype über männliche Migranten und die damit verbundenen Probleme.
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Konstruktion von „Geschlecht“ im Wandel der Postmoderne. Es werden die Theorien von „doing gender“ und die Entwicklung der Männerforschung vorgestellt. Die Arbeit analysiert die Theorien von R. Connell und P. Bourdieu, die die „hegemoniale Männlichkeit“ und die „männliche Herrschaft“ beleuchten.
Das zweite Kapitel widmet sich der Konstruktion von „Ethnizität“ und dem Prozess des „doing ethnicity“. Es werden die „rassisierten Regime der Repräsentationen“ nach Hall und die Symbolik „des bösen schwarzen Mannes“ im Fall Oury Jalloh analysiert. Das Kapitel beleuchtet die methodischen Vorbemerkungen zur Dokumentenanalyse und die öffentlich mediale Repräsentation von männlichen und weiblichen Geschlechts im Migrationsdiskurs.
Das dritte Kapitel präsentiert zwei Fallbeispiele von männlichen Migranten, Abdul und Iwan, und analysiert ihre Lebensbiografien anhand der im ersten und zweiten Kapitel vorgestellten Theorien. Die Arbeit zeigt, wie die Lebensrealitäten von männlichen Migranten von den gängigen Stereotypen abweichen und wie sie ihre „Männlichkeit“ in einem multikulturellen Kontext konstruieren.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Konstruktion von „Männlichkeit“ im Migrationsdiskurs, „doing gender“, „doing ethnicity“, Stereotype, mediale Repräsentation, Lebensbiografien, Integration, Selbstverständnis, Kulturdifferenzhypothese, Rassismus, Kriminalität, Gewalt, patriarchale Strukturen, intersektionalität, und die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Migrationsdiskurs.
Medien verknüpfen Männlichkeit bei Migranten oft einseitig mit Gewalt und Kriminalität, was zu einem Prozess der Ethnisierung sozialer Probleme führt.
Diese Konzepte beschreiben, dass Geschlecht und Ethnizität keine festen biologischen Tatsachen sind, sondern durch alltägliches Handeln und gesellschaftliche Zuschreibungen ständig neu konstruiert werden.
Sie geht davon aus, dass Kulturen grundlegend verschieden und fremdartig sind. Kritiker werfen ihr vor, Probleme zu „kulturalisieren“, anstatt soziale oder ökonomische Ursachen zu sehen.
Es beschreibt ein dominantes Muster von Männlichkeit, das die Überordnung von Männern über Frauen sowie über andere Formen von Männlichkeit kulturell absichert.
Anhand individueller Lebensläufe (z.B. von Abdul und Iwan) zeigt die Arbeit, dass die Realität von Migranten weit von den medialen Stereotypen des „bösen schwarzen Mannes“ abweicht.
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