Bachelorarbeit, 2013
66 Seiten, Note: 2,3
Einleitung
1.1. Ritualtheorien
1.1.1. Émile Durkheim
1.1.2. Albert Bergesen
1.1.3 Alfred Radcliffe-Brown
1.1.4. Max Gluckman
1.1.5. Roy A. Rappaport
1.1.6. Jörg Zirfas
1.1.7. Mary Douglas
1.1.8. Erving Goffman
1.1.9. Ronald Grimes
1.1.10. Arnold van Gennep
1.1.11. Christoph Wulf
1.1.12. Victor Turner
1.2. Vernetzung
2. Rituale in der Schule
2.1. Anwendung
2.2. Diskussion
3. Methodik und Methodenreflexion
3.1. Methodische Grundlagen der Ausarbeitung
3.2. Methodenreflexion
4. Erhobenes Datenmaterial
4.1. Beobachtung
4.2. Lehrkräftebefragung
4.3. Lerngruppenbefragung
5. Analyse: Montag-Morgen-Kreis als Ritual
5.1. Die Perspektive der Schülerinnen und Schüler
5.2. Die Perspektive der Lehrkraft
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktion von Ritualen im schulischen Alltag, mit einem speziellen Fokus auf den "Montag-Morgen-Kreis" als Wochenritual. Ziel ist es, die Perspektiven von Schülern und Lehrkräften empirisch zu erfassen und zu analysieren, ob und wie dieses Ritual zur Strukturierung des Schultages sowie zur Förderung des sozialen Miteinanders und der Identitätsbildung beiträgt.
1.1.1. Émile Durkheim
Der Soziologe Émile Durkheim (1858-1917) bezieht Rituale auf das Streben der Gesellschaft nach Homogenität und einer funktionierenden Gemeinschaft. Die Rituale können „gemeinschaftsstabilisierende Kräfte freisetzen, die den Bruch in den Routinen wieder schließen und „anschlussfähig“ machen, dies sei die eigentliche Funktion des Rituals“. Rituale geben den Mitgliedern einer Gesellschaft Ordnung und vermitteln Zusammenhalt und Dazugehörigkeit.
Dies kann durch kleine Rituale geschehen, durch welche die Mitglieder einer Gesellschaft zeigen, dass sie sich aufeinander abstimmen wollen und so eine Zugehörigkeit darstellen.
Als Beispiel wäre zum Beispiel Winken bei Verabschiedungen denkbar. Diese Gestik ist in unserem Gesellschaftskreis bekannt und anerkannt als Geste des Abschieds.
Doch gibt es neben den kleinen Ritualen, die das Zusammenleben der Gesellschaft ermöglichen, auch große Rituale, welche unter besonderen Performances zelebriert werden. Denkbar wäre beispielsweise die Vereidigung des Bundespräsidenten oder die Feier der Christmette am Heiligen Abend. Durch diese großen Rituale gewinnt der Einzelne, so Durkheim, die Gewissheit der Kontinuität des kollektiven Bewusstseins und der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe.
Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der schulischen Rituale ein, begründet deren Relevanz für den Schulalltag und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich des Montag-Morgen-Kreises.
1.1. Ritualtheorien: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene wissenschaftliche Ansätze von Autoren wie Durkheim, Goffman, Wulf und anderen, die das Verständnis von Ritualen in der Gesellschaft und Schule prägen.
1.2. Vernetzung: Hier werden die zuvor erläuterten Theorien zusammengeführt, um die gemeinsamen Kernpunkte und die Bedeutung für die lokale Schulkultur herauszuarbeiten.
2. Rituale in der Schule: Es wird die praktische Anwendung von Ritualen zur Stärkung der Klassengemeinschaft und zur Bewältigung von Übergangssituationen im Unterricht diskutiert.
2.1. Anwendung: Dieser Abschnitt beschreibt, wie Rituale aktiv zur Gestaltung einer positiven Lernatmosphäre und zur Unterstützung der sozialen Struktur innerhalb einer Klasse eingesetzt werden können.
2.2. Diskussion: Hier werden Pro- und Contra-Argumente zum Einsatz von Ritualen im Unterricht abgewogen, um eine fundierte Positionierung zu ermöglichen.
3. Methodik und Methodenreflexion: Das Kapitel erläutert den Prozess der Themenfindung und das methodische Vorgehen der empirischen Analyse.
3.1. Methodische Grundlagen der Ausarbeitung: Hier wird der Forschungsrahmen festgelegt, inklusive der Beobachtung einer konkreten Lerngruppe in einer Hamburger Stadtteilschule.
3.2. Methodenreflexion: Die gewählten Erhebungsmethoden – Beobachtung und Befragung – werden kritisch auf ihre Aussagekraft und Durchführbarkeit hin reflektiert.
4. Erhobenes Datenmaterial: Dieses Kapitel dient der Darstellung der gewonnenen Ergebnisse aus der Beobachtung und den durchgeführten Befragungen.
4.1. Beobachtung: Es werden die zentralen Aspekte des beobachteten Montag-Morgen-Kreises in der jahrgangsübergreifenden Lerngruppe geschildert.
4.2. Lehrkräftebefragung: Zusammenfassung der Rückmeldungen von Lehrkräften zum Stellenwert und zur Gestaltung des Wochenrituals.
4.3. Lerngruppenbefragung: Analyse der Bewertung des Rituals aus der Sicht der Schülerinnen und Schüler.
5. Analyse: Montag-Morgen-Kreis als Ritual: In diesem Hauptteil wird das beobachtete Ritual anhand der theoretischen Grundlagen (insb. Bergesen, Rappaport) analysiert.
5.1. Die Perspektive der Schülerinnen und Schüler: Untersuchung, wie die Kinder das Ritual als strukturgebendes und motivierendes Element erleben.
5.2. Die Perspektive der Lehrkraft: Analyse der pädagogischen Intentionen und der Rolle der Lehrkraft bei der Gestaltung des Rituals.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die Relevanz des Montag-Morgen-Kreises für Strukturierung und Klassenklima.
Schulrituale, Montag-Morgen-Kreis, Unterrichtsstrukturierung, Klassenklima, soziale Identität, empirische Analyse, pädagogische Praxis, Schülerperspektive, Lehrkraft, Gemeinschaftsbildung, Wochenritual, jahrgangsübergreifendes Lernen, Interaktionsritual, Übergangsriten, Schulkultur.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Ritualen im schulischen Kontext und analysiert speziell den "Montag-Morgen-Kreis" als Wochenritual in einer Grundschul-Lerngruppe.
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung von Ritualen, deren praktische Anwendung zur Strukturierung des Unterrichts sowie die Auswirkungen auf das Sozialklima und die Klassengemeinschaft.
Ziel ist es, zu erforschen, welche Funktionen Rituale in der Schule erfüllen und wie die Akteure (Lehrkräfte und Schüler) den Montag-Morgen-Kreis als strukturelles und soziales Element wahrnehmen.
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, der durch direkte, unbeteiligte Beobachtung des Rituals sowie durch schriftliche Befragungen von Lehrkräften und Schülern gestützt wird.
Im Hauptteil werden die theoretischen Konzepte auf das beobachtete Fallbeispiel übertragen, um das Ritual hinsichtlich seiner strukturierenden Wirkung und seiner Bedeutung für die Identitätsbildung zu analysieren.
Schulrituale, Montag-Morgen-Kreis, Klassenklima, Schülerperspektive, Gemeinschaftsbildung und Unterrichtsstrukturierung stehen im Zentrum der Untersuchung.
Die Ergebnisse zeigen ein mehrheitlich positives Bild; die Schüler empfinden das Ritual als hilfreich für die Orientierung und schätzen die Möglichkeit, über das Wochenende zu berichten und sich aktiv als Moderatoren einzubringen.
Die Moderatorenrolle durch ein Kind ermöglicht es den Schülern, Verantwortung zu übernehmen, was laut der Arbeit das Selbstbewusstsein stärkt und die Bedeutung der Gruppe hervorhebt.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Montag-Morgen-Kreis im schulischen Kontext sinnvoll ist, da er Orientierung bietet, das Klassenklima fördert und den Übergang in die Schulwoche deutlich erleichtert.
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