Bachelorarbeit, 2014
56 Seiten
1 Kommunikation über das Internet als Chance für KMU
1.1 Untersuchungsgebiet der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Arbeitsprozess- und Themenwahl
1.4 Warum stellt das Internet für KMU eine Chance dar?
2 Die Entwicklung des Web 2.0 und Social Media
2.1 Die Charakteristika von Social Media
2.2 Zahlen, Daten und Fakten zu Social Media in Deutschland
3 Social Media in der Online-Organisationskommunikation von KMU
3.1 Social Media in der Online-Marktkommunikation
3.1.1 Vorteile durch Social Media in der Marktkommunikation
3.1.2 Nachteile durch Social Media in der Marktkommunikation
3.2 Social Media in den Online-Public-Relations
3.2.1 Vorteile durch Social Media in den Online-PR
3.2.2 Nachteile durch Social Media in den Online-PR
3.3 Social Media in den Online-Investor-Relations
3.3.1 Vorteile durch Social Media in den Online-IR
3.3.2 Nachteile durch Social Media in den Online-IR
3.4 Social Media in der internen Online-Kommunikation
3.4.1 Vorteile durch Social Media in der internen Kommunikation
3.4.2 Nachteile durch Social Media in der internen Kommunikation
4 Handlungsempfehlungen für den Social-Media-Einsatz von KMU
4.1 Monitoring, Erfolgsmessung und Auswahl der Plattformen
4.2 Social-Media-Guidelines und organisatorische Integration
4.3 Datenschutz und Datensicherheit
5 Social-Media-Potenziale in der Organisationskommunikation von KMU
5.1 Zukünftige Trends von Social Media
5.2 Forschungsempfehlung
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Risiken des Einsatzes von Social Media in der Organisationskommunikation von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Das zentrale Ziel ist es, auf Basis einer Analyse der vier Teilbereiche Marktkommunikation, Public Relations, Investor Relations und interne Kommunikation, praxisrelevante Handlungsempfehlungen für KMU abzuleiten, um den Herausforderungen durch begrenzte Ressourcen und rechtliche Rahmenbedingungen zu begegnen.
3.1.1 Vorteile durch Social Media in der Marktkommunikation
Wie bereits im Kapitel „Die Entwicklung des Web 2.0 und Social Media“ angedeutet hat sich aus dem Bereich Electronic Commerce die Sonderform Social Commerce herauskristallisiert, wodurch sich besonders die B2C- und C2C-Interaktion nachhaltig verändert hat. Vor allem durch das sog. „Social Pull Marketing“ sind Unternehmen in der Lage, (potenziellen) Zielgruppen einen Anreiz zu liefern, sich mit dem Unternehmen und seinen zur Verfügung gestellten Inhalten auf Social-Media-Plattformen auseinander zu setzen (vgl. Heymann-Reder 2011, S.250). Für KMU ist die reine Errichtung von Profilen auf solchen Plattformen i.d.R. ohne größere Kosten verbunden und abgesehen von zu integrierenden Pflichtbestandteilen wie der Impressumspflicht (siehe Telemediengesetz) relativ einfach durchzuführen (vgl. Kruse-Wiegand/Busse, S.6f.). Je mehr Benutzer auf den Social-Media-Seiten verkehren und hohen „Traffic“ erzeugen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der „Page Rank“ von Unternehmenswebseiten steigt und zukünftig immer mehr Menschen auf das Unternehmen aufmerksam werden. Durch die stetig wachsende Internetnutzung vergrößert sich auch zunehmend die Reichweite von Social-Media-Instrumenten, sodass Kunden sogar länderübergreifend auf die von Unternehmen generierten Inhalte und Angebote zugreifen können (vgl. Kirtis/Karahan 2011, S.267). KMU können sich so nicht nur national, sondern auch international besser vermarkten.
Unternehmen müssen dort ein Teil der „Community“ werden und die richtigen Informationen bereitstellen, wo der ideale Kunde bzw. die richtige Zielgruppe vertreten ist, um in den Kontaktkreis des Konsumenten aufgenommen zu werden (vgl. marketingBörse GmbH 2012). Die Kunden sollen anschließend freiwillig und aus eigenem Antrieb heraus am Geschehen des Unternehmens partizipieren. Beispielweise können Kunden auf Social-Media-Plattformen wie z.B. Youtube oder Facebook zum Unternehmen, zu Produkten oder Dienstleistungen mithilfe von Bewertungssystemen (z.B. Facebook-Likes) Stellung beziehen, Empfehlungen vornehmen oder Reviews veröffentlichen. Eine gute Empfehlungsqualität ist auch für den Erfolg von „Long-Tail“-Unternehmen relevant, weil gemäß dem Motto „Let costumers do the work“ über gute Kundenempfehlungen weitere Benutzer auf Nischen-Artikel aufmerksam werden und das relativ glaubwürdig und kostengünstig für die Unternehmen (vgl. Pohl 2006).
1 Kommunikation über das Internet als Chance für KMU: Einleitung in die Themenstellung, Erläuterung des Untersuchungsgebiets und des Aufbaus der Arbeit sowie die Begründung der Themenwahl.
2 Die Entwicklung des Web 2.0 und Social Media: Definition von Web 2.0 und Social Media, Diskussion der technologischen Grundlagen und Darstellung aktueller statistischer Daten zur Nutzung in Deutschland.
3 Social Media in der Online-Organisationskommunikation von KMU: Detaillierte Analyse der vier Teilbereiche Marktkommunikation, Public Relations, Investor Relations und interne Kommunikation hinsichtlich ihrer spezifischen Vor- und Nachteile.
4 Handlungsempfehlungen für den Social-Media-Einsatz von KMU: Ableitung praxisorientierter Empfehlungen bezüglich Monitoring, Erfolgsmessung, Guidelines und Datenschutz, um den Social-Media-Einsatz strukturiert und erfolgreich zu gestalten.
5 Social-Media-Potenziale in der Organisationskommunikation von KMU: Fazit und Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse sowie Ausblick auf zukünftige Trends und Empfehlungen für die weitere Forschung.
Social Media, KMU, Online-Organisationskommunikation, Marktkommunikation, Public Relations, Investor Relations, interne Kommunikation, Web 2.0, Social-Media-Guidelines, Monitoring, Erfolgsmessung, Datenschutz, Datensicherheit, Wissensmanagement, Electronic Commerce.
Die Arbeit untersucht, welche Chancen und Risiken sich für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ergeben, wenn sie Social Media in ihre Organisationskommunikation einbinden.
Die Analyse konzentriert sich auf die vier Bereiche Marktkommunikation, Public Relations, Investor Relations und interne Kommunikation.
Das Ziel ist es, auf Basis der identifizierten Potenziale und Hindernisse konkrete Handlungsempfehlungen zu geben, wie KMU Social Media strukturiert und erfolgreich einsetzen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung aktueller Studien zum Thema Social Media in der Wirtschaft sowie der kritischen Diskussion theoretischer Konzepte im KMU-Kontext.
Im Hauptteil werden die Vor- und Nachteile des Social-Media-Einsatzes für jeden der vier definierten Teilbereiche der Unternehmenskommunikation anhand von Beispielen und Studien detailliert diskutiert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Social Media, KMU, Organisationskommunikation, Monitoring, Datenschutz, Strategie und Wissensmanagement charakterisieren.
KMU verfügen meist über begrenzte Ressourcen, was den Social-Media-Einsatz riskant macht, wenn er unstrukturiert erfolgt; dennoch bietet er wichtige Möglichkeiten zur Kundengewinnung und Prozessoptimierung.
Der Datenschutz ist ein kritischer Erfolgsfaktor, da Verstöße gegen Gesetze wie das BDSG hohe Bußgelder nach sich ziehen können und KMU zudem den Vertrauensverlust bei Mitarbeitern oder Kunden vermeiden müssen.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Social Media keine für jedes Unternehmen taugliche Wunderlösung darstellt, sondern oft nur ein ergänzendes Puzzelteil im gesamten Kommunikationsmix ist.
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