Diplomarbeit, 2004
154 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
1.2 Begriffsabgrenzung
2 Anreize
2.1 Anreize für Investoren
2.1.1 Unvollständige Kapitalmärkte
2.1.1.1 Zustandsabhängige Zahlungsansprüche
2.1.1.2 Teilbarkeit der Wertpapiere
2.1.1.3 Uneingeschränkter Kauf und Verkauf von Zahlungsströmen
2.1.2 Unvollkommene Kapitalmärkte
2.1.2.1 Vorgelagerte Kosten der Vermögensanlage
2.1.2.2 Nachgelagerte Kosten der Vermögensanlage
2.2 Anreize für Emittenten
2.2.1 Direkte Anreize
2.2.1.1 Bundling
2.2.1.2 Gewinnabschöpfung
2.2.2 Indirekte Anreize
3 Basiselemente
3.1 Basiselemente der Kassamärkte
3.1.1 Aktientitel
3.1.1.1 Aktien
3.1.1.2 Index-Zertifikate
3.1.2 Anleihen
3.1.2.1 Anleihen mit fixer Verzinsung
3.1.2.2 Anleihen mit variabler Verzinsung
3.2 Basiselemente der Terminmärkte
3.2.1 Unbedingte Termingeschäfte
3.2.1.1 Forwards
3.2.1.2 Futures
3.2.1.3 Swaps
3.2.2 Bedingte Termingeschäfte (Optionen)
3.2.2.1 Standard Optionen
3.2.2.2 Exotische Optionen
3.2.2.2.1 Path-Dependent Options
3.2.2.2.2 Limit-Dependent Options
3.2.2.2.3 Multi-Factor Options
3.2.2.2.4 Time-Dependent Options
3.2.2.2.5 Payoff-Modified Options
4 Konstruktion und Bewertung
4.1 Systematisierung strukturierter Produkte
4.1.1 Art der kombinierten Basisinstrumente
4.1.2 Eigenschaften der Zahlungsstruktur
4.2 Ausgewählte strukturierte Produkte
4.2.1 Discount-Zertifikate
4.2.1.1 Systematische Einordnung
4.2.1.2 Duplikation und Pricing
4.2.1.3 Risiko-/ Rendite-Profil
4.2.2 Reverse Convertibles
4.2.2.1 Systematische Einordnung
4.2.2.2 Duplikation und Pricing
4.2.2.3 Risiko-/ Rendite-Profil
4.2.3 Doppel-Aktienanleihen
4.2.3.1 Systematische Einordnung
4.2.3.2 Duplikation und Pricing
4.2.4 Bonus Zertifikat Pro (Commerzbank)
4.2.4.1 Systematische Einordnung
4.2.4.2 Duplikation und Pricing
4.2.5 DAX-Garantie Zertifikat (Bayerische Landesbank)
4.2.5.1 Systematische Einordnung
4.2.5.2 Duplikation und Pricing
4.2.6 Multi-Tranchen Anleihen
4.2.6.1 Systematische Einordnung
4.2.6.2 Duplikation und Pricing
4.2.7 Callable Bonds
4.2.7.1 Systematische Einordnung
4.2.7.2 Duplikation und Pricing
4.2.7.2.1 Single Callable Bonds
4.2.7.2.2 Multi Callable Bonds
5 Rechtliche Behandlung
5.1 Bilanzierung
5.1.1 Bilanzierung nach HGB
5.1.2 Bilanzierung nach IAS 39
5.1.3 Bilanzierung von Aktienanleihen
5.1.3.1 Bilanzierung nach HGB
5.1.3.2 Bilanzierung nach IAS 39
5.2 Besteuerung
5.3 Aufsichtsrechtliche Behandlung
5.3.1 Zulässigkeit strukturierter Produkte
5.3.1.1 Grundsätzliche Zulässigkeit
5.3.1.2 Zulässigkeit zur Anlage im gebundenen Vermögen
5.3.2 Volumens- und Anlagegrenzen
5.3.3 Berichts- und Mitteilungspflichten
6 Zusammenfassung und Ausblick
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Anreize, Konstruktionsprinzipien und die rechtliche Behandlung strukturierter Produkte. Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für diese Finanzinstrumente zu vermitteln, indem sie aus verschiedenen Blickwinkeln – von der Motivation der Anleger und Emittenten bis hin zur bilanziellen und aufsichtsrechtlichen Einordnung – analysiert werden.
2.1.1 Unvollständige Kapitalmärkte
In unsicheren Umwelten existiert eine Vielzahl möglicher zukünftiger Umweltzustände. Daraus folgt, dass die Nachfrager von Finanzprodukten ihre finanziellen Bedürfnisse nur dann optimal befriedigen können, wenn es ihnen möglich ist, in jedem beliebigen zukünftigen Umweltzustand den gewünschten Zahlungsstrom zu generieren. Dies kann nur dann gelingen, wenn der Kapitalmarkt vollständig ist, d. h. wenn:
(1) die Anzahl verfügbarer, hinsichtlich ihrer Zahlungsströme linear unabhängiger Finanztitel, der Anzahl aller als möglich erachteten zukünftigen Umweltzustände entspricht,
(2) die Anleger sowohl als Käufer als auch als Verkäufer eines Zahlungsstromes auftreten können und
(3) die Wertpapiere beliebig teilbar sind.
1 Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung strukturierter Produkte und Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.
2 Anreize: Untersuchung der ökonomischen Motive für Anleger und Emittenten, strukturierte Produkte zu nutzen, insbesondere vor dem Hintergrund unvollkommener Märkte.
3 Basiselemente: Darstellung der fundamentalen Finanzinstrumente an Kassa- und Terminmärkten, die als Bausteine für strukturierte Produkte dienen.
4 Konstruktion und Bewertung: Systematisierung strukturierter Produkte und detaillierte Herleitung der Konstruktion und Bewertung ausgewählter Produkttypen.
5 Rechtliche Behandlung: Analyse der bilanziellen, steuerlichen und aufsichtsrechtlichen Aspekte, unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen für Versicherungsunternehmen.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Untersuchungsergebnisse und Aufzeigen zukünftiger Forschungsfelder.
Strukturierte Produkte, Kapitalmarkt, Anreize, Building Block Approach, Derivate, Discount-Zertifikate, Reverse Convertibles, Bilanzierung, HGB, IAS 39, Aufsichtsrecht, BaFin, Finanzinnovationen, Risikomanagement.
Die Arbeit behandelt die ökonomischen Anreize, das Konstruktionsprinzip und die rechtlichen Rahmenbedingungen strukturierter Finanzprodukte.
Die Themen umfassen die Markttheorie hinter strukturierten Produkten, die synthetische Nachbildung mittels Basiselementen sowie spezifische regulatorische Aspekte bei der Bilanzierung und Aufsicht.
Ziel ist es, dem Leser einen umfassenden Einblick in die Thematik strukturierter Produkte zu gewähren und zu erklären, warum diese Produkte trotz ihrer Komplexität erfolgreich am Markt agieren.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, bei der Finanzinstrumente in ihre Bestandteile zerlegt (Building Block Approach) und die resultierenden Zahlungsstrukturen nach betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Kriterien bewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Anreize, die Vorstellung der Basiselemente, die systematische Konstruktion von Zertifikaten und Anleihen sowie die rechtliche Behandlung (Bilanzierung, Besteuerung, Aufsicht).
Wichtige Begriffe sind unter anderem strukturierte Produkte, Marktunvollkommenheit, Derivate, Risikomanagement und Bilanzierungsvorschriften.
Die Bilanzierung ist entscheidend, da sie regelt, ob ein strukturiertes Produkt als Einheit oder in seine Bestandteile aufgespalten erfasst werden muss, was direkte Auswirkungen auf die Erfolgsrechnung hat.
Die BaFin-Rundschreiben definieren die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an den Einsatz solcher Produkte bei Versicherungsunternehmen, insbesondere hinsichtlich der Zulässigkeit in gebundenen Vermögen und der einzuhaltenden Anlagegrenzen.
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