Examensarbeit, 2003
56 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
2. GRUNDLAGEN ZUM BESSEREN VERSTÄNDNIS DES COMPUTEREINSATZES IN DER GRUNDSCHULE
2.1 Veränderte Kindheit – Medienkindheit: Begründung für den Einsatz Neuer Medien
2.2 Die Position der Richtlinien, Lehrpläne und des Rahmenkonzeptes zum Computereinsatz in der Grundschule
2.3 Der Computer als Lernwerkzeug in der Grundschule
2.4 Die Medienecke im Klassenraum
2.5 Software für die Medienecke - Klassifizierung von Lernsoftware
2.5.1 Werkzeuge
2.5.2 Lernumgebungen
2.5.3 Übe- und Trainingsprogramme
2.5.3.1 Üben mit dem Computer
2.5.3.2 Kriterien für die Beurteilung von Lernprogrammen
3. VORAUSSETZUNGEN FÜR DEN EINSATZ DER LERNWERKSTATT
3.1 Die Grundschule Elfenhang
3.2 Vorstellung der Lernwerkstatt von Mühlacker
3.3 Die Klasse 1a der Grundschule Elfenhang
3.3.1 Allgemeine Lernvoraussetzungen
3.3.2 Soziale, fachspezifische und arbeitsmethodische Lernvoraussetzungen
3.2.2 Computerkenntnisse als Voraussetzung
4. EIN KONZEPT ZUM EINSATZ AUSGEWÄHLTER ÜBUNGEN DER LERNWERKSTATT VON MÜHLACKER IN DER KLASSE 1A
4.1 Graphische Darstellung
4.2 Zielsetzung des Konzeptes
4.3 Die organisatorische Vorbereitung
4.4 Die Unterrichtssequenzen
4.4.1 Die Rolle der Lehrerin
4.4.2 Die Unterrichtssequenz der Zahlenmauer
4.4.3 Die Unterrichtssequenz der Rechendreiecke
5. DURCHFÜHRUNG UND REFLEXION DES KONZEPTES
5.1 Die Einführungsphase der Lernwerkstatt
5.2 Die Unterrichtssequenz der Zahlenmauern
5.3 Fazit für die zweite Unterrichtssequenz
5.4 Die Unterrichtssequenz der Rechendreiecke
6. ABSCHLUSSREFLEXION
7. AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht die praktische Umsetzbarkeit ausgewählter Übungen der „Lernwerkstatt von Mühlacker“ im ersten Schuljahr. Ziel ist es, den Computer als ergänzendes, selbstverständliches Lernwerkzeug in den Mathematikunterricht zu integrieren, dabei die anfängliche Übermotivation abzubauen und eine nachhaltige Medienkompetenz sowie eine positive Einstellung zum Üben zu fördern.
Die Unterrichtssequenz der Zahlenmauer
Die erste Unterrichtssequenz, in welcher der Computer zum Einsatz kommt, behandelt das Übungsformat der Zahlenmauern. In der ersten Stunde wird das neue Übungsformat im Klassenunterricht präsentiert und der Mathematikplan eingeführt. In den folgenden Stunden wird mit diesen Plänen gearbeitet. Die Unterrichtssequenz wird 8 Unterrichtsstunden umfassen. Natürlich gibt es immer wieder Sequenzen, in denen Neues eingeführt, etwas erklärt, entdeckt oder behandelt wird und der Plan in den Hintergrund rückt. Auf die Darstellung der gesamten Unterrichtssequenz werde ich hier jedoch verzichten, da sie für die vorliegende Arbeit nicht von Bedeutung ist.
Wichtiger ist es, zu beschreiben, inwieweit die Kinder mit der Lernwerkstatt die Zahlenmauern üben können. Aus diesem Grund folgt hier eine Analyse der sich aus der Sachstruktur ergebenden didaktischen Möglichkeiten bezogen auf die Zahlenmauern innerhalb der Lernwerkstatt:
Die Zahlenmauer ist ein substanzielles Übungsformat. Nach Wittmann (1992, 1995 a) zeichnen sie sich durch die Repräsentation zentraler Ziele, Inhalte und Prinzipien des Mathematikunterrichts aus, ermöglichen vielfältige mathematische Aktivitäten, sind flexibel und integrieren mathematische, psychologische und pädagogische Aspekte des Lehrens und Lernens. Entscheidend ist dabei, dass sich die Schüleraktivitäten nicht nur auf das bloße Rechnen beschränken, sondern auch allgemeine Kompetenzen, wie z.B. das Erkennen und Beschreiben von Mustern und Begründen von Zusammenhängen. Zahlenmauern erlauben vermischte Additions- und Subtraktion- bzw. Ergänzungsaufgaben und gehören folglich in den Aufgabenkreis zur Übung der Addition und Subtraktion (Kopfrechnen).
1. EINLEITUNG: Hinführung zum Thema des Computereinsatzes im ersten Schuljahr und Definition des Schwerpunkts der vorliegenden Arbeit.
2. GRUNDLAGEN ZUM BESSEREN VERSTÄNDNIS DES COMPUTEREINSATZES IN DER GRUNDSCHULE: Theoretische Auseinandersetzung mit Medienkindheit, gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Rolle des Computers als Lernwerkzeug.
3. VORAUSSETZUNGEN FÜR DEN EINSATZ DER LERNWERKSTATT: Beschreibung der konkreten Situation an der Grundschule Elfenhang, der technischen Ausstattung sowie der individuellen Lernvoraussetzungen der Klasse 1a.
4. EIN KONZEPT ZUM EINSATZ AUSGEWÄHLTER ÜBUNGEN DER LERNWERKSTATT VON MÜHLACKER IN DER KLASSE 1A: Detaillierte Planung des Unterrichtskonzepts, inklusive der organisatorischen Vorbereitungen und der methodischen Einbindung von Zahlenmauern und Rechendreiecken.
5. DURCHFÜHRUNG UND REFLEXION DES KONZEPTES: Darstellung der praktischen Umsetzung im Unterricht sowie Reflexion der beobachteten Lernergebnisse und auftretender Probleme.
6. ABSCHLUSSREFLEXION: Zusammenfassende Bewertung der Zielerreichung sowie Analyse der Vor- und Nachteile des Computereinsatzes im Vergleich zu herkömmlichen Medien.
7. AUSBLICK: Einschätzung zukünftiger Entwicklungsmöglichkeiten für den Computereinsatz in der Grundschule basierend auf den gewonnenen Erfahrungen.
Grundschule, Lernwerkstatt, Computereinsatz, Mathematikunterricht, Zahlenmauern, Rechendreiecke, Medienkompetenz, Produktives Üben, Selbstständiges Arbeiten, Differenzierung, Lernsoftware, Schulanfang, Unterrichtsplanung, Motivation, Lehrerrolle.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie ausgewählte Übungen der Lernwerkstatt von Mühlacker im Mathematikunterricht des ersten Schuljahres zur Förderung von Rechenfertigkeiten eingesetzt werden können.
Zentrale Themen sind der Computereinsatz in der Grundschule, die Medienpädagogik, die Arbeit mit substanziellen mathematischen Aufgabenformaten sowie die schülerorientierte Unterrichtsgestaltung.
Das Ziel ist die Entwicklung und Erprobung eines Konzepts, das den Computer als selbstverständliches Lernwerkzeug im Unterricht integriert und dabei Medienkompetenz anbahnt sowie die Lernmotivation steigert.
Es handelt sich um eine handlungsorientierte Fallstudie, bei der die Durchführung eines selbst entwickelten Unterrichtskonzepts in einer ersten Klasse dokumentiert und kritisch reflektiert wird.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Computereinsatzes, eine Analyse der schulischen Voraussetzungen, die detaillierte Vorstellung des Unterrichtskonzepts sowie eine ausführliche Durchführung und Reflexion der Sequenzen zu Zahlenmauern und Rechendreiecken.
Typische Begriffe sind unter anderem Lernwerkstatt, Medienkompetenz, substanzielle Aufgabenformate, selbstständiges Arbeiten, Differenzierung und produktives Üben.
Die Software dient als zusätzliches Übungsmedium für die mathematischen Formate Zahlenmauer und Rechendreieck, um grundlegende Rechenfertigkeiten durch sofortiges Feedback individuell zu festigen.
Die Analyse ergab, dass die Software zwar gut für das Üben von Fertigkeiten geeignet ist, jedoch den geforderten Anspruch an Kreativität, Argumentationsfähigkeit und strukturelles mathematisches Denken nur begrenzt abdeckt, da sie zu einem mechanischen Abarbeiten verleiten kann.
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