Magisterarbeit, 1999
118 Seiten, Note: 2,0
Vorwort
1. exemplo divi Augusti
1.1. Die Machtbasis des Augustus
1.1.1. potestas oder die Sondervollmachten auf der Basis republikanischer Magistraturen
1.1.2. auctoritas oder die soziale Vormachtstellung
1.1.3. auctoritas und potestas
1.2. Die Mechanismen der Nachfolgedesignation bei Augustus
1.2.1. Die Adoption als Nachfolgedesignation in republikanischer Zeit
1.2.2. Adoption und Kollegialität als Nachfolgedesignation
1.2.3. Der Treueid zur Sicherung des dynastischen Prinzips
2. Galba
2.1. Das Ende der iulisch-claudischen Dynastie und der Beginn des Vierkaiserjahres
2.1.1. Die Ausgangslage
2.1.2. Der Herrschaftsantritt Galbas
2.2. Der Principat Galbas
2.2.1. Galba in Rom 68 n. Chr.
2.2.2. Die „Galba-Rede“ und die Nachfolgedesignation
2.2.3. Othos Aufstand und Galbas Ende
Nachwort
Die Arbeit untersucht die Entwicklung der römischen Nachfolgedesignation und Herrschaftslegitimation, indem sie den Übergang von der augusteischen Dynastie zur Herrschaft Galbas analysiert und die zunehmende Institutionalisierung des Prinzipats beleuchtet.
1.1.3. auctoritas und potestas
auctoritas und potestas mögen vielleicht antithetische Konzepte sein, aber sie schließen einander nicht aus.
Durch sein Bündel an Titulaturen, Gewalten und Nomen gelang es Octavian schließlich eine Klientel an sich zu binden, die schließlich alle wichtigen Stände und Gruppierungen der römischen Gesellschaft umfaßte. Brunt gelang es in seiner Arbeit „Lex de Imperio Vespasiani“ nachzuweisen, daß ab dem Herrschaftswechsel des Jahres 14 n. Chr. im wesentlichen dieses Bündel dem Nachfolger vom Senat in einer en bloc-Verleihung übertragen wurde. Diese Regelung sollte die wichtigste Stütze des Principats auf dem Weg zur Institution werden, da der Senat nicht versuchte den Einfluß des princeps über die Zurücknahme von Ämtern und Vorrechte zu schwächen. Diese Zurückhaltung ist um so erstaunlicher, zumal alle Ämter und Vorrechte durch den Senat verliehen worden waren ... Auf dieses Phänomen werden wir später noch stoßen.
Octavians wichtigsten Integrationsformeln waren:
praenomen imperatoris und imperium, virtus-Demonstrationen und Siegestitulaturen für die Soldaten,
Die republikanischen Magistraturen, bzw. deren Gewalten, auctoritas, vorallem im Sinne von auctoritas principis, und die Formel res publica restituta für die Senatoren und die republikanische Adelsschicht,
Vorwort: Einführung in die Begrifflichkeiten und die historische Entwicklung des römischen Prinzipats sowie Darstellung der Forschungsansätze.
1. exemplo divi Augusti: Analyse der Machtfaktoren des ersten Princeps und der von ihm etablierten Mechanismen zur Sicherung der Dynastie.
1.1. Die Machtbasis des Augustus: Untersuchung der rechtlichen Sondervollmachten und der sozialen Vormachtstellung des Augustus.
1.1.1. potestas oder die Sondervollmachten auf der Basis republikanischer Magistraturen: Aufarbeitung der konsularischen und tribunizischen Vollmachten und ihrer Legitimationsweise.
1.1.2. auctoritas oder die soziale Vormachtstellung: Darstellung der persönlichen Autorität und der Klientelpolitik als Fundament der Macht.
1.1.3. auctoritas und potestas: Erörterung der Interaktion beider Konzepte als Integrationsformel des Prinzipats.
1.2. Die Mechanismen der Nachfolgedesignation bei Augustus: Untersuchung der Adoptionspraxis und ihrer Bedeutung für die dynastische Stabilität.
1.2.1. Die Adoption als Nachfolgedesignation in republikanischer Zeit: Historischer Rückblick auf die rechtlichen Formen der Adoption.
1.2.2. Adoption und Kollegialität als Nachfolgedesignation: Analyse der Einbindung von Mitregenten in das Herrschaftssystem.
1.2.3. Der Treueid zur Sicherung des dynastischen Prinzips: Untersuchung der Eidesformeln als Instrument der Herrschaftssicherung.
2. Galba: Analyse des Übergangs von der iulisch-claudischen Dynastie zur neuen Herrschaftsform unter Galba.
2.1. Das Ende der iulisch-claudischen Dynastie und der Beginn des Vierkaiserjahres: Dokumentation der Umsturzereignisse und der Ausgangslage des Jahres 68 n. Chr.
2.1.1. Die Ausgangslage: Analyse der politischen Instabilität und der Rolle von Vindex und Galba.
2.1.2. Der Herrschaftsantritt Galbas: Untersuchung der Umstände der Machtübernahme und der Rolle des Senats.
2.2. Der Principat Galbas: Kritische Würdigung der Regierungszeit und der internen Krisen Galbas.
2.2.1. Galba in Rom 68 n. Chr.: Analyse der administrativen Fehler und der Entfremdung von Militär und Volk.
2.2.2. Die „Galba-Rede“ und die Nachfolgedesignation: Untersuchung der ideologischen Begründung der Adoption Pisos.
2.2.3. Othos Aufstand und Galbas Ende: Darstellung des Staatsstreichs und des Scheiterns der galbischen Nachfolgeregelung.
Römisches Reich, Prinzipat, Nachfolgedesignation, Augustus, Galba, auctoritas, potestas, Adoption, res publica restituta, Kaisertum, Herrschaftslegitimation, Vierkaiserjahr, senatorische Opposition, Klientelsystem.
Die Arbeit untersucht die Mechanismen und die ideologische Basis, mit denen römische Principes ihre Herrschaft legitimierten und ihre Nachfolge innerhalb eines sich entwickelnden Institutionengefüges regelten.
Die zentralen Felder umfassen die augusteische Machtbasis, die Bedeutung der Adoption als Instrument der Nachfolge und die politische Krise des Vierkaiserjahres am Beispiel Galbas.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Galba versuchte, an die augusteische Tradition anzuknüpfen, während er gleichzeitig durch neue Konzepte (wie das Leistungsprinzip) mit der erblichen Nachfolge zu brechen suchte.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung antiker Quellen (Sueton, Tacitus, Plutarch, Cassius Dio) und moderner Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Machtmittel des Augustus (potestas und auctoritas) und die vergleichende Untersuchung der Herrschaft Galbas, insbesondere dessen Umgang mit der Nachfolgefrage.
Begriffe wie Herrschaftslegitimation, auctoritas, Adoption, Prinzipat und Vierkaiserjahr definieren den inhaltlichen Kern.
Galba versuchte, durch die Adoption eines fachlich qualifizierten Nachfolgers (Piso) mit der Erbfolge zu brechen, entfremdete sich dabei jedoch durch mangelnde Konsensbildung von den Prätorianern und dem Volk.
Die Quellen zeichnen ein komplexes Bild: Galba wird einerseits für seinen unblutigen Beginn gelobt, andererseits für seine Inkonsequenz, seinen Geiz und die schlechte Beraterwahl kritisiert, was letztlich zu seinem Sturz führte.
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