Diplomarbeit, 2004
119 Seiten, Note: 1,7
1 Problemstellung
1.1 Relevanz und Aktualität der Thematik
1.2 Themenhinführung
1.3 Vorgehensweise
2 Für das Income Statement bedeutsame Rechnungslegungsgrundsätze nach IAS/IFRS
2.1 Das Prinzip der periodengerechten Erfolgsermittlung als Grundannahme der IAS/IFRS Rechnungslegung
2.1.1 Beziehungszusammenhang zwischen den Zielen des IASB und dem Grundsatz der periodengerechten Erfolgsermittlung
2.1.2 Ausprägungen des Prinzips der Periodenabgrenzung
2.1.3 Bedeutung des Accrual Principle für das Income Statement
2.2 Erklärung des unternehmerischen Erfolgs nach IAS/IFRS
2.3 Funktionen und Grundsätze des Income Statements
2.3.1 Aufgaben und Bedeutung der GuV
2.3.2 Das Income Statement als Instrument zur Unternehmenssteuerung
2.3.3 Formale Ausweisvorschriften und Ertrags- und Aufwandsdefinition
3 Die Erfolgsspaltungskonzeption des Income Statements
3.1 Wesensmerkmale und Ziele der Erfolgsspaltung
3.2 Die Erfolgsspaltungskonzeption nach IAS/IFRS
3.2.1 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
3.2.1.1 Betriebsergebnis
3.2.1.2 Finanzergebnis
3.2.1.3 Minderheitsanteile
3.2.2 Außerordentliches Ergebnis
3.3 Die Behandlung von Steuern
3.4 Zusammenfassung und Beurteilung der Erfolgsspaltungskonzeption nach IAS/IFRS
4 Ausweis weiterer Erfolgskomponenten in der Eigenkapitalveränderungsrechnung
4.1 Gründe für den Ausweis von ergebnisneutralen Erfolgen
4.2 Möglichkeiten von ergebnisneutralen Erfolgskomponenten
4.2.1 Neubewertung von Sachanlagen (IAS 16)
4.2.2 Neubewertung von immateriellen Vermögenswerten (IAS 38)
4.2.3 Bewertung von Finanzinstrumenten zum Fair Value (IAS 39)
4.2.4 Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen (IAS 21)
4.2.5 Erstmalige Umstellung auf IAS/IFRS (IFRS 1)
4.2.6 Eigenkapitalbeschaffungskosten (SIC 17)
4.2.7 Korrektur grundlegender Bilanzierungsfehler und Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (IAS 8)
4.2.8 Ertragssteuer auf erfolgsneutral erfasste Gewinne und Verluste (IAS 12)
4.3 Darstellung der weiteren Erfolgskomponenten in der Eigenkapitalveränderungsrechnung
4.4 Zusammenfassung und Beurteilung der ergebnisneutralen Erfolge
5 Die geplante Neukonzeption des Income Statements durch das IASB
5.1 Beweggründe für das Projekt „Reporting Comprehensive Income“
5.1.1 Kritik am bisherigen Income Statement
5.1.2 Die Problematik der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
5.2 Ziele und Beschreibung des Projektes
5.3 Das „Statement of Comprehensive Income“ als neue GuV
5.4 Kritische Würdigung der geplanten Neuerungen
6 Discontinuing Operations nach IAS 35 als gesonderter Posten des Betriebsergebnisses
6.1 Abgrenzung des Begriffs „Discontinuing Operations“
6.2 Zeitpunkt der Entstehung der Offenlegungspflicht
6.3 Ansatz und Bewertung von einzustellenden Geschäftsbereichen
6.4 Darstellung in der GuV und weiter Angabepflichten
6.5 Beurteilung der Behandlung der Discontinuing Operations nach IAS 35
6.6 Ausblick auf die zukünftigen Änderungen nach Exposer Draft 4
7 Die Kennzahl Earnings per Share nach IAS 33
7.1 Bedeutung der Kennzahl
7.2 Ansatz und Anwendungsbereich der Kennzahl
7.3 Berechung der Kennzahl
7.3.1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie
7.3.2 Verwässertes Ergebnis je Aktie
7.4 Vergleich der Kennzahl EPS mit dem Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG
7.5 Änderungen des IAS 33 durch das Improvement Projekt des IASB
8 Ertragsrealisation bei langfristiger Fertigung nach IAS 11
8.1 Abgrenzung eines langfristigen Fertigungsauftrages
8.2 Gewinnrealisation bei langfristiger Auftragsfertigung
8.2.1 Completed-Contract-Method
8.2.2 Percentage-of-Completion-Method
8.2.2.1 Ermittlung des Gewinns durch Schätzung
8.2.2.2 Verfahren zur Ermittlung des Fertigstellungsgrads
8.2.2.3 Ausweis und Anhangsangaben
8.2.2.4 Behandlung von latenten Steuern
8.2.3 Bilanzpolitischer Handlungsspielraum bei der Ertragsrealisation aus der langfristigen Auftragsfertigung
9 Erfolgswirtschaftliche Analyse nach IAS/IFRS
9.1 Traditionelle Erfolgsanalyse
9.2 Analyse der Erfolgskomponenten nach IAS/IFRS
9.2.1 Systematisierung der Erfolgsquellen
9.2.2 Erfolgsniveauanalyse
9.2.3 Ertrags- und Aufwandsstrukturanalyse
9.3 Das Income Statement als Basis für wertorientierte Unternehmensanalysen
10 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Unternehmenserfolg nach IAS/IFRS, indem sie die Erfolgsspaltungskonzeption des Income Statements sowie weitere Erfolgskomponenten analysiert und kritisch würdigt, um daraus Anforderungen an eine transparente Berichterstattung abzuleiten.
2.3.2 Das Income Statement als Instrument zur Unternehmenssteuerung
In der Vergangenheit hat sich in Deutschland durch die unterschiedlichen Zielsetzungen des internen und externen Rechnungswesens bei den meisten Unternehmen ein „Zweikreissystem“ entwickelt. Eine Überwindung dieser Divergenz zwischen der externen Kommunikation mit dem Markt und der internen Unternehmenssteuerung, und damit die Harmonisierung der beiden Rechenkreise, scheint durch die IAS/IFRS besser möglich zu sein als durch das HGB.
Durch eine in der heutigen Zeit immer stärkere Ausrichtung der externen Rechnungslegung auf ein umfassendes Business Reporting und der Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen nähert sich das externe Rechnungswesen mehr und mehr dem internen Rechnungswesen an. Indem das Income Statement nach IAS/IFRS eine periodengerechte Darstellung der Ertragslage zeigt und dadurch als Grundlage zur Messung der Performance eines Unternehmens dient, stellt es ein wichtiges Element für das Management zur Steuerung des Unternehmens dar. Der häufige Ausweis von sogenannten Pro-Forma-Earnings im Income Statement nach IAS/IFRS, die vom Unternehmen freiwillig aufgestellte unternehmensspezifische Erfolgsgrößen darstellen, ist einerseits für interne Zwecke zur Unterstützung der Unternehmensführung gut geeignet und informiert auf der anderen Seite die externen Bilanzadressaten über die Ertragslage des Unternehmens.
Das Ergebnis nach IAS/IFRS dient als Basis zur Ermittlung des Cash Flows einer Unternehmens. Rechnet man alle nicht einzahlungswirksamen Einzahlungen heraus und addiert alle nicht auszahlungswirksamen Auszahlungen, so erhält man den Brutto Cash Flow, der unabhängig von bilanzpolitischen Maßnahmen und Ermessensspielräumen ist. Dieser stellt auch für die interne Unternehmenssteuerung eine wichtige Rechengröße zur Beurteilung der Liquidität eines Unternehmens dar.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Relevanz und Internationalisierung der IAS/IFRS-Rechnungslegung für deutsche Unternehmen.
2 Für das Income Statement bedeutsame Rechnungslegungsgrundsätze nach IAS/IFRS: Hier werden die zentralen Grundsätze, wie das Accrual Principle und das Prinzip der periodengerechten Erfolgsermittlung, in den Kontext der investororientierten Rechnungslegung gesetzt.
3 Die Erfolgsspaltungskonzeption des Income Statements: Dieses Kapitel analysiert die Gliederung des Erfolgs nach IAS/IFRS und vergleicht diese kritisch mit handelsrechtlichen Standards.
4 Ausweis weiterer Erfolgskomponenten in der Eigenkapitalveränderungsrechnung: Das Kapitel behandelt ergebnisneutrale Erfolgskomponenten und deren systematische Erfassung außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung.
5 Die geplante Neukonzeption des Income Statements durch das IASB: Hier werden die Mängel des bestehenden Systems und die Ziele des Projekts „Reporting Comprehensive Income“ zur Neugestaltung der Erfolgsberichterstattung dargestellt.
6 Discontinuing Operations nach IAS 35 als gesonderter Posten des Betriebsergebnisses: Dieses Kapitel widmet sich der Bilanzierung und Darstellung von einzustellenden Geschäftsbereichen.
7 Die Kennzahl Earnings per Share nach IAS 33: Hier werden die Ermittlung, Bedeutung und die Vergleichbarkeit des Ergebnisses je Aktie nach IAS/IFRS analysiert.
8 Ertragsrealisation bei langfristiger Fertigung nach IAS 11: Das Kapitel erläutert die beiden Methoden der Gewinnrealisation bei langfristigen Aufträgen und die damit verbundenen Ermessensspielräume.
9 Erfolgswirtschaftliche Analyse nach IAS/IFRS: Dieses Kapitel führt in die Methoden der strukturierten Erfolgsanalyse und die Verwendung wertorientierter Kennzahlen ein.
10 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung zur einheitlichen europäischen Rechnungslegung und deren Auswirkungen auf die Kapitalmarkttransparenz.
IAS/IFRS, Income Statement, Erfolgsspaltung, Periodenabgrenzung, Accrual Principle, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Reporting Comprehensive Income, Discontinuing Operations, Earnings per Share, Ertragsrealisation, Bilanzanalyse, Fair Value, Unternehmenssteuerung, Kapitalmarktorientierung, Erfolgswirtschaftliche Analyse.
Die Arbeit analysiert die Erfolgsrechnung und die Erfolgsanalyse von Unternehmen unter Anwendung der internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS).
Zentrale Themen sind die Erfolgsspaltung, die Behandlung von ergebnisneutralen Erfolgskomponenten, die Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge, Discontinuing Operations sowie die Neukonzeption des Income Statements durch das IASB.
Ziel ist es, den Unternehmenserfolg nach IAS/IFRS systematisch zu erklären, die Ausweisvorschriften zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese Informationen für eine wertorientierte Analyse genutzt werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Standards, Fachzeitschriften und empirischer Studien, die sie in den Kontext der internationalen Rechnungslegung stellt.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen des Income Statements, die detaillierte Analyse der Erfolgsquellen, die kritische Würdigung der geplanten Reformen des IASB sowie die Erläuterung spezifischer Probleme wie der Ertragsrealisation bei langfristigen Projekten.
Die wichtigsten Schlagworte sind IAS/IFRS, Erfolgsspaltung, Performance Reporting, Fair Value, Earnings per Share und wertorientierte Unternehmenssteuerung.
Es adressiert die Kritik an der aktuellen Unübersichtlichkeit des Income Statements und zielt darauf ab, durch eine Matrixdarstellung eine konsistentere Informationsbasis für Investoren zu schaffen.
Während nach IAS 35 Discontinuing Operations als gesonderter Posten innerhalb des Betriebsergebnisses ausgewiesen werden, werden ähnliche Sachverhalte im HGB traditionell oft dem außerordentlichen Ergebnis zugeordnet.
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