Diplomarbeit, 2004
78 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Kulturpolitik und Strategien der Stadtentwicklungspolitik
2.1 Stadt- und Kulturpolitik
2.1.1 Stadtkultur
2.1.2 Geschichte der Kulturpolitik in der Bundesrepublik Deutschland
2.1.3 Aufgaben und Ziele heutiger Kulturpolitik
2.2 Kulturgetragene Strategien heutiger Stadtentwicklungspolitik
2.2.1 Ökonomie der Symbole
2.2.2 Gentrification
2.2.3 Festivalisierung von Stadtkultur
3. Populäre Musik
3.1 Populäre Musik - Definition und Bedeutung
3.2 Geschichte der Populären Musik
3.3 Musikförderung in der Bundesrepublik Deutschland
3.3.1 Die Musikausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden im Vergleich
3.3.2 Die Etatposten innerhalb der Musikausgaben
3.4 Die öffentliche Förderung in der Popularmusik
4. Hamburg und Berlin im Vergleich
4.1 Medienmetropolen und der Standortwettbewerb in Deutschland
4.2 Die lokalen Musikszenen der Städte Hamburg und Berlin
4.3 Die Geschichte der Popularmusik und ihrer Förderung in Hamburg und Berlin
4.3.1 Die Geschichte der Popularmusik und ihrer Förderung in Hamburg
4.3.2 Die Geschichte der Popularmusik und ihrer Förderung in Berlin
4.4 Förderinstrumente und Förderetats in Hamburg und Berlin im Vergleich
4.4.1 Die Förderinstrumente im Popularmusiksektor der Städte Hamburg und Berlin im Vergleich
4.4.2 Die Förderetats im Popularmusiksektor der Städte Hamburg und Berlin im Vergleich
5. Zusammenfassung
6. Conclusion
7. Literatur
Die Arbeit untersucht die öffentliche Förderung von Popularmusik im Kontext von Kulturpolitik und Stadtentwicklung. Ziel ist es, die Förderstrategien der Städte Hamburg und Berlin zu analysieren, zu vergleichen und zu prüfen, ob diese an standortpolitische Gesichtspunkte geknüpft sind.
2.2.1 Ökonomie der Symbole
Um einen Ort für finanzkräftige Personengruppen attraktiv zu machen, ist es wichtig, den Gebrauchswert dieses Ortes zu erhöhen und zum wirtschaftlichen Erfolg der städtischen Nachbarschaft und kommerzieller Großprojekte beizutragen. Zu diesem Zweck wird auf die „Ökonomie der Symbole“ zurückgegriffen, die Kirchberg als eine Weiterentwicklung des Dienstleistungssektors hin zu einer Wirtschaftsgesellschaft beschreibt, die Informationen und abstrakte kulturelle Symbole zum Zweck ökonomischer Wertsteigerung von Gütern, Dienstleistungen und Orten einsetzt (vgl. Kirchberg1998: 43). Es handelt sich dabei um die ökonomische Materialisierung des kulturellen Kapitals als bedeutendste Quelle von Wertschöpfung.
Daher „gehört die Errichtung kultureller Standorte, seien dies nun Konzertsäle, Kinozentren, Museum oder Restaurants und Boutiquen zur Einflussnahme der Grundstücks- und Hauseigentümer auf die Raumnutzung einer zu gentrifizierenden Umgebung“ (Kirchberg 1998: 43). Kulturelle Attributierung schafft eine Wertsteigerung von Boden und Immobilien und ist gleichzeitig in ihrer Symbolik zielgruppengenau, so dass ausschließlich die erwünschten marktfähigen Konsumentenschichten angesprochen werden können. Durch die symbolische Raumaneignung wird städtischer Raum nach innen wie nach außen hin abgegrenzt, es kommt zur „marktgerechten Separierung der Nutzergruppen städtischer Räume“ (Kirchberg 1998: 50), die vor allem deshalb im Interesse der Immobilienwirtschaft ist, weil sie eine gezielte Ansprache bestimmter Konsumentengruppen wesentlich erleichtert. „Städtische Zeichen haben dabei die Funktion, Raum sozial zu kategorisieren und die städtische Kultur liefert solche Zeichen“ (Kirchberg 1998: 46).
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Popularmusik als kulturelles Phänomen und Umriss der Forschungsfrage hinsichtlich der städtischen Förderstrategien.
2. Kulturpolitik und Strategien der Stadtentwicklungspolitik: Erläuterung der theoretischen Zusammenhänge zwischen Stadtentwicklung, Kulturpolitik und ökonomischen Standortfaktoren wie der „Ökonomie der Symbole“.
3. Populäre Musik: Definition von Popularmusik als Kunstform und Analyse ihrer wirtschaftlichen Bedeutung sowie ihrer Stellung in der öffentlichen Kulturförderung.
4. Hamburg und Berlin im Vergleich: Detaillierter Vergleich der Fördergeschichte, -instrumente und -etats der Popularmusik in den beiden deutschen Metropolen.
5. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zum Vergleich der Förderstrukturen und institutionellen Rahmenbedingungen beider Städte.
6. Conclusion: Zusammenfassung der zentralen Forschungsergebnisse in englischer Sprache.
7. Literatur: Auflistung der verwendeten Quellen und Experteninterviews.
Popularmusik, Kulturpolitik, Stadtentwicklung, Standortfaktor, Hamburg, Berlin, Kulturförderung, Gentrification, Ökonomie der Symbole, Festivalisierung, Stadtmarketing, Musikwirtschaft, Subventionierung, Soziokultur, Musikförderung
Die Arbeit behandelt die öffentliche Förderung von Popularmusik und untersucht deren Einbettung in kulturpolitische Strategien der Stadtentwicklung am Beispiel von Hamburg und Berlin.
Die zentralen Themenfelder sind die städtische Kulturpolitik, die Ökonomie der Symbole, das Stadtmarketing sowie die Rolle von Popularmusik als wirtschaftlicher Faktor und deren öffentliche Förderung.
Das primäre Ziel ist ein Vergleich der Förderkonzepte beider Städte, um zu analysieren, ob und inwieweit Popularmusikförderung an standortpolitische Ziele gekoppelt ist.
Es wird eine vergleichende Analyse der Kulturhaushalte, der Förderkonzepte und der institutionellen Strukturen beider Städte vorgenommen, ergänzt durch Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Kulturpolitik, die Definition der Popularmusik, eine umfassende Analyse der Förderinstrumente und einen direkten Vergleich der Städte Hamburg und Berlin.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kulturpolitik, Stadtentwicklung, Popularmusikförderung, Standortmarketing und ökonomische Standortfaktoren charakterisieren.
Dies liegt daran, dass Popularmusikförderung meist in Mischetats der Kulturverwaltungen verborgen ist, da sie institutionell weniger stark verankert ist als die klassische Hochkultur.
Hamburg verfolgt einen stärker institutionellen Ansatz durch die Förderung von Kommunikationszentren und Vereinen, während Berlin sich eher auf eine projektbezogene Freie-Gruppen-Förderung konzentrierte.
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