Diplomarbeit, 2004
113 Seiten, Note: 1,0
1 Abgrenzung des Themas und themenbezogene Definitionen
1.1 Ausgangslage und Thematik
1.2 Begriffsdefinitionen
1.2.1 Tourismus
1.2.2 Tourismusbarometer
1.2.3 Monitoring
2 Volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus
2.1 Tourismus als Querschnittsbranche
2.2 Wirtschaftsfaktor Tourismus in Deutschland
2.2.1 Touristisches Angebot
2.2.2 Touristische Nachfrage
2.3 Touristische Wertschöpfung
2.3.1 Berechnung der Wertschöpfung
2.3.2 Induzierte touristische Wertschöpfung
2.3.3 Multiplikatoreffekt
2.3.4 Wertschöpfungskette und Erhebungsmethoden
2.4 Satellitenkonto Tourismus
2.4.1 Grundlagen
2.4.2 Satellitenkonto Tourismus für Deutschland
3 Marktbeobachtung im Tourismus
3.1 Die amtliche Tourismusstatistik in Deutschland
3.1.1 Methodik
3.1.2 Gliederungsebenen
3.1.3 Bewertung der amtlichen Tourismusstatistik
3.2 Erhebungen von Verbänden und sonstigen Institutionen
3.2.1 DIHK – Saisonumfrage Tourismus
3.2.2 Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA)
3.2.3 Hotelverband Deutschland (IHA) – Hotelmarkt Deutschland
3.2.4 Nachfrageseitige Erhebungen
4 Zweck und Grundlage eines Tourismusbarometers
5 Darstellung nationaler und internationaler Konzepte
5.1 Inhalte und Aufbau
5.1.1 Tourismusbarometer aus Deutschland
5.1.1.1 S – Tourismusbarometer
5.1.1.2 IHK - Freizeitbarometer Baden-Württemberg
5.1.1.3 Tourismusbarometer Ostbayern
5.1.2 Europäische Tourismusbarometer
5.1.2.1 FIF – Tourismusbarometer (Schweiz)
5.1.2.2 WIFO – Tourismusbarometer (Südtirol)
5.1.2.3 Vorarlberger Tourismusbarometer
5.1.2.4 Tiroler Tourismusbarometer
5.1.2.5 Le Baromètre Tourisme (Côte d`Azur)
5.1.3 Tourismusbarometer – weltweit
5.1.3.1 World Tourism Barometer (WTO)
5.1.3.2 Arizona Tourism Barometer
5.2 Vergleich der Instrumente
5.3 Beurteilung der einzelnen Konzepte
6 Auswahl von Partnern für das Tourismusbarometer sowie die Integration derer Wünsche, Vorstellungen und Ziele
7 Finanzierungsmöglichkeiten von Tourismusbarometern
B Tourismusbarometer Allgäu als Modell
1 Notwendigkeit eines Tourismusbarometers für das Allgäu
1.1 Struktur der Tourismusdestination Allgäu
1.2 Argumentationsgrundlagen für ein Tourismusbarometer im Allgäu
2 Ausgestaltung und Aufbau des Allgäuer Tourismusbarometers
2.1 Räumliche Abgrenzung
2.2 Inhalte und modularer Aufbau
2.2.1 Basismodul
2.2.1.1 Nachfrageanalyse
2.2.1.2 Angebotsanalyse
2.2.1.3 Integration bestehender Erhebungen
2.2.1.4 Touristische Wetterstationen
2.2.1.5 Einbezug der Gastronomie
2.2.2 Mögliche Themen im Rahmen des Spezialmoduls
2.2.3 Kurzresümee zur modularen Gestaltung
3 Bestimmung und Gruppierung touristisch relevanter Freizeiteinrichtungen im Allgäu (Wetterstationen)
3.1 Aufbau einer Datenbank
3.2 Akquisition von Einrichtungen als Wetterstationen
3.3 Arten der Datensammlung
4 Monetäre Bewertung des Tourismus im Allgäu als qualitative Komponente
5 Weitere qualitative Untersuchungen als Benchmarking – Instrument im Rahmen des Tourismusbarometers
6 Maßnahmen zur Realisation des Projektes
6.1 Rechtliche Maßnahmen
6.2 Technische Maßnahmen
6.3 Sonstige Maßnahmen
7 Empfehlungen für das Tourismusbarometer und Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, aufbauend auf einer fundierten Analyse bereits bestehender nationaler und internationaler Tourismusbarometer ein spezifisches Modell eines Tourismusbarometers für die Destination Allgäu zu entwickeln, das als strategisches Monitoring- und Analyseinstrument dient.
1.2.2 Tourismusbarometer
Der Begriff Tourismusbarometer hat bislang noch keinen Einzug in die Standardwerke der Tourismusliteratur genommen. Man findet ihn deshalb auch nur in Publikationen, die sich speziell mit dieser Thematik auseinandersetzen, also vor allem in Dokumentationen zu bereits verwirklichten Tourismusbarometern. Der Ursprung dieses Begriffes ist nicht geklärt, doch bereits vor der Einführung des Vorarlberger Tourismusbarometers im Jahr 1981 existierten im Feld der Wirtschafts- und Konjunkturforschung sogenannte Stimmungs- und Konjunkturbarometer, die ein Indikator für die aktuelle sowie die zukünftige Situation sind, weshalb wir davon ausgehen, dass die Bezeichnung Tourismusbarometer in Anlehnung an diese Konjunkturforschungsinstrumente gewählt wurde. „Ein Barometer ist ein Gerät zur Messung des Luftdrucks“ und zeigt somit stets den aktuellen Wert an. Dieser ursprünglich aus der Meteorologie stammende Begriff verdeutlicht die angestrebte Aktualität und Messgenauigkeit, welche man sich für ein touristisches Konjunkturforschungsinstrument wünscht.
Dabei ist diese Namensgebung unserer Meinung nach nicht unbedingt richtig, da ein Barometer zwar den aktuellen Wert anzeigt, diesen jedoch nicht dokumentiert. Treffender wäre daher die weniger gebräuchliche Bezeichnung „Barograph“, der die Veränderungen der Werte im Zeitverlauf aufzeichnet. Abschließend möchten wir hier erwähnen, dass es eine Vielzahl an verschiedenen Tourismusbarometern gibt, wie zum Beispiel das World Tourism Barometer der WTO oder unterschiedliche regionale Tourismusbarometer weltweit. Erstgenanntes arbeitet jedoch nur die nationalen Statistiken aller Staaten auf und auch die letzteren haben voneinander abweichende Inhalte und Ziele. Der einzige Punkt, der allen gemein ist, ist der Name. Eine der wenigen auf das Projekt „Tourismusbarometer Allgäu“ zutreffenden Definitionen stammt von Schmid, der „das ‚Tourismusbarometer’ [als] .. ein Instrument [bezeichnet], welches eine umfassende und zeitnahe Beschreibung der Nachfrage in den wichtigsten Wirtschaftszweigen der Tourismusbranche ermöglicht und deren Veränderung zu analysieren vermag.“ Ein Tourismusbarometer soll letztendlich ein Instrument sein, welches vollständige und vergleichbare Daten zur Verfügung stellt, um eine verlässliche Grundlage für Marketing-, Investitions- und Förderentscheidungen zu erhalten.
1 Abgrenzung des Themas und themenbezogene Definitionen: Einführung in die Thematik und Definition relevanter Fachbegriffe wie Tourismus, Tourismusbarometer und Monitoring zur wissenschaftlichen Fundierung der Arbeit.
2 Volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus: Detaillierte Analyse der Tourismuswirtschaft als Querschnittsbranche, ihrer Bedeutung in Deutschland sowie der verschiedenen Methoden zur Berechnung touristischer Wertschöpfung.
3 Marktbeobachtung im Tourismus: Untersuchung der amtlichen Tourismusstatistik sowie ergänzender Erhebungen von Verbänden und Institutionen mit kritischer Bewertung ihrer Eignung für das Destinationsmanagement.
4 Zweck und Grundlage eines Tourismusbarometers: Erörterung der Notwendigkeit eines Tourismusbarometers als Instrument, um die Facetten des Tourismus in einer Destination umfassend und zeitnah abzubilden.
5 Darstellung nationaler und internationaler Konzepte: Umfassender Vergleich existierender Tourismusbarometer hinsichtlich ihrer Inhalte, Aufbau, Methodik sowie ihrer Stärken und Schwächen.
6 Auswahl von Partnern für das Tourismusbarometer sowie die Integration derer Wünsche, Vorstellungen und Ziele: Diskussion über die Bedeutung der Mitarbeit von Partnern und die Rolle eines touristischen Beirats zur Sicherung des Projekterfolgs.
7 Finanzierungsmöglichkeiten von Tourismusbarometern: Analyse verschiedener Optionen zur Finanzierung, von staatlichen Mitteln bis hin zu privatwirtschaftlichen Partnerschaften mit Kreditinstituten.
B Tourismusbarometer Allgäu als Modell: Entwicklung eines konkreten Modells für das Allgäu inklusive räumlicher Abgrenzung, modularer Systematik und spezifischer Umsetzungsvorschläge.
Tourismus, Tourismusbarometer, Marktbeobachtung, Destinationsmanagement, Wertschöpfung, Monitoring, Konjunkturforschung, Allgäu, Tourismusstatistik, Freizeiteinrichtungen, Benchmarking, Datenerhebung, Angebotsanalyse, Nachfrageanalyse, Strategisches Management.
Die Diplomarbeit widmet sich der Konzeption eines Tourismusbarometers für die Region Allgäu, um als strategisches Monitoring- und Analyseinstrument die touristische Situation detailliert und zeitnah erfassbar zu machen.
Im Fokus stehen die volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus, die Analyse existierender Marktbeobachtungsinstrumente sowie die praktische Entwicklung eines modularen Barometers für die Allgäuer Tourismusdestination.
Ziel ist die Entwicklung eines Modells, das die Lücken der amtlichen Tourismusstatistik schließt und Entscheidungsträgern eine fundierte Datenbasis für Marketing- und Investitionsentscheidungen bietet.
Die Autoren nutzen eine Kombination aus Literaturanalyse bestehender Konzepte, den Vergleich internationaler Fallbeispiele und die darauf aufbauende, theoriegeleitete Entwicklung eines eigenen Modells für das Allgäu.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit der Marktbeobachtung im Tourismus, die kritische Würdigung internationaler Barometerkonzepte und die anschließende Modellentwicklung für das Allgäu inklusive Finanzierungs- und Realisierungsplänen.
Zentrale Begriffe sind Tourismusbarometer, Destinationsmanagement, Wertschöpfungsanalyse, Monitoring, Allgäu und strategische Marktbeobachtung.
Die amtliche Statistik hat lange Produktionszeiten, erfasst den Tagestourismus nur unzureichend und vernachlässigt oft die für das Allgäu bedeutsamen Privatvermieterstrukturen, was eine zusätzliche, detailliertere Analyse notwendig macht.
Die Datensammlung soll durch ein modulares System erfolgen, das neben klassischen Betriebsdaten auch „touristische Wetterstationen“ (Freizeiteinrichtungen) und eine Online-Dateneingabe für Partner beinhaltet, um den Erhebungsaufwand gering zu halten.
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