Diplomarbeit, 2004
92 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Was ist „Wohnen am Arbeitsplatz“ – Begriffsbestimmung
1.2. Untersuchungsorte
2. Ermittlungsfelder
2.1. Auszug möglicher Ermittlungsfelder
2.2. Eingrenzung auf psychische Belastung
2.3. Begriffsklärung / -definition
2.4. Messinstrumente (nach BAuA)
3. verwendete Untersuchungsmethoden
3.1. Literatur
3.2. Expertenbefragung (Fragen und Antworten im Anhang)
3.3. standardisierter Fragebogen
3.4. Leitfadenorientiertes Interview
3.4.1. Fragenfindung
3.4.2. Durchführung der Interviews
4. Kategorien des Einflusses auf die psychische Belastung
4.1. Überblick
4.2. untersuchte Kategorien (anhand der Expertenbefragung; Literatur und eigenen Erfahrung)) und Auswertung
4.2.1. Wohnsituation
4.2.1.1. Wohnungsgröße und Zimmeranzahl
4.2.1.2. Wohnungsstandard
4.2.1.3. Lage der Wohnung auf dem Gelände
4.2.1.4. Zugangsmöglichkeiten d. andere Personen/Privatsphäre
4.2.1.5. Entscheidungsrahmen und Freiwilligkeit des Bewohnens
4.2.2. Arbeitsplatzsituation
4.2.2.1. Arbeitszeit und Schichtdienst
4.2.2.2. Arbeitsaufgaben / -pensum / -belastung
4.2.2.3. Qualität der Arbeit
4.2.2.4. Zusammenarbeit mit Kollegen
4.2.2.5. Anwesenheit von Adressaten
4.2.2.6. die Rolle der Institution
4.2.3. personenbezogene Bedingungen
4.2.3.1. der / die Angestellte selbst
4.2.3.2. soziale Kontakte außerhalb der Arbeit
4.2.3.2.1. Partnerschaft / Ehe
4.2.3.2.2. Familie
4.2.3.2.3. Freundschaft / Bekannte
5. Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse
6. Ausblick und Schlusswort
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen der besonderen Wohnform „Wohnen am Arbeitsplatz“ auf die psychische Belastung von Angestellten in sozialen Einrichtungen zu untersuchen und zu analysieren, um Hilfestellungen für die Betroffenen und Verantwortlichen abzuleiten.
4.2.1.4. Zugangsmöglichkeiten durch andere Personen / Privatsphäre
Die Wichtigkeit dieses Punkt wurde mir besonders in der Expertenbefragung deutlich. So stellte ich deshalb den Interviewpartner mehrere Fragen, die diesen Bereich der Zugangsmöglichkeiten betreffen. Die am wenigsten distanzschaffende Wohnform ist erwartungsgemäß das live-in, wie es das Ehepaar in den Interviews 4 und 5 als Wohnsituation hat:
„Interviewer: Ok. Der ganze Privatbereich ist nicht durch eine Tür getrennt und abschließbar, sondern nur 2 Ihrer Zimmer. D.h. es können auch mal Kinder oder Kolleginnen einfach direkt vor Ihrer Tür stehen?
Befragte: Ja, das ist so üblich. Das ist bei uns gang und gäbe.“ (I 4, Z. 211 ff) und „Also vor die Räume auf alle Fälle, weil wir ja auch unmittelbar Zugang aus dem normalen Arbeitsbereich haben. Und Zutritt ja, es hätte theoretisch jeder Zutritt tagsüber aber eben es ist nicht geplant und nicht gewollt und ist nicht dafür ausgerichtet aber es wäre möglich.“ (I 5, Z. 260 ff). Insgesamt lässt sich sagen, dass die Privatsphäre bei den Interviewten gewahrt wird, was sicher auch auf einen anfänglichen Aushandlungsprozess zurückzuführen ist. Die Verletzung der Privatsphäre stellt dennoch eine potentielle Belastung dar, da die Wahrung der persönlichen Sphäre auch von der Selbstdisziplin der anderen Mit-Bewohner abhängt.
1. Einleitung: Diese Einführung klärt den Begriff des Wohnens am Arbeitsplatz und erläutert die Relevanz der Untersuchung für die psychische Belastung von Angestellten.
2. Ermittlungsfelder: Dieses Kapitel definiert den Untersuchungsrahmen, grenzt den Begriff der psychischen Belastung ab und stellt die verwendeten Messinstrumente vor.
3. verwendete Untersuchungsmethoden: Hier werden die angewandten Methoden, bestehend aus Literaturrecherche, Expertenbefragung sowie standardisierten und leitfadenorientierten Fragebögen, detailliert beschrieben.
4. Kategorien des Einflusses auf die psychische Belastung: Dieser Hauptteil analysiert spezifische Belastungsfaktoren aus der Wohn- und Arbeitssituation sowie personenbezogene Bedingungen der Betroffenen.
5. Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse: Hier werden die wichtigsten Erkenntnisse der Untersuchung gebündelt und Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber und Angestellte ausgesprochen.
6. Ausblick und Schlusswort: Das Kapitel reflektiert die Arbeit als Mosaikstein und regt zu weiterer Forschung in diesem Themenfeld an.
Wohnen am Arbeitsplatz, Psychische Belastung, Soziale Arbeit, Arbeitsumgebung, Wohnsituation, Arbeitsplatznähe, Expertenbefragung, qualitative Sozialforschung, Beanspruchung, Privatsphäre, Mitarbeiterunterkunft, Arbeitsbedingungen, Residenzpflicht, psychische Gesundheit, Arbeitsplatzgestaltung
Die Arbeit untersucht, wie sich das „Wohnen am Arbeitsplatz“ – also das Leben in Räumlichkeiten des Arbeitgebers auf dem Betriebsgelände – auf die psychische Belastung von Angestellten auswirkt.
Die zentralen Felder sind die Wohnsituation, die spezifische Arbeitsplatzsituation sowie personenbezogene Bedingungen, unter denen die Angestellten agieren.
Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen dieser speziellen Wohn- und Arbeitsform und der psychischen Belastung zu identifizieren, um Empfehlungen für eine belastungsoptimierte Gestaltung zu ermöglichen.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Experteninterviews zur Feldexploration sowie eine Kombination aus standardisierten Fragebögen und leitfadengestützten Interviews.
Im Hauptteil werden Kategorien wie Wohnraumgröße, Privatsphäre, Arbeitszeitmodelle, Zusammenarbeit mit Kollegen und die Rolle der Institution im Kontext des Wohnens vor Ort analysiert.
Wesentliche Begriffe sind Wohnen am Arbeitsplatz, psychische Belastung, Beanspruchung, Wohnsituation, Privatsphäre und Mitarbeiterunterkunft.
Die Privatsphäre wird durch die Nähe zum Arbeitsplatz oft beeinträchtigt; der Ausgleich erfordert oft anfängliche Aushandlungsprozesse und Selbstdisziplin, um trotz der Präsenz von Klienten oder Kollegen zur Ruhe zu kommen.
Der Arbeitgeber hat eine doppelte Abhängigkeit inne, da er sowohl als Arbeitgeber als auch als Vermieter fungiert, was rechtliche und psychosoziale Auswirkungen auf die Angestellten hat.
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