Examensarbeit, 2003
187 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Handlungsorientierter Unterricht
2.1.1 Handlungsorientierung als Unterrichtskonzept
2.1.2 Handlungsorientierung in den geltenden Richtlinien und Lehrplänen Sport Nordrhein-Westfalen
2.2 Olympische Erziehung
2.2.1 Geschichte und Gegenwart der olympischen Erziehung
2.2.2 Verschiedene Sichtweisen olympischer Erziehung
2.2.3 Olympische Erziehung in den Richtlinien und Lehrplänen
2.2.3.1 Suche nach Begriffen wie Olympia, Leistung und Fair Play
2.2.3.2 Olympische Erziehung und die sechs pädagogischen Perspektiven
2.2.3.3 Olympische Erziehung in der Umsetzung - ein Unterrichtsvorhaben in Nordrhein-Westfalen
2.2.4 Olympische Erziehung – Konsequenz und Arbeitsdefinition für das eigene Vorhaben
3 Olympische Sportpraxis
3.1 Beispiele und Konsequenzen bisheriger olympischer Sportpraxis
3.2 Meine Vorstellung olympischer Sportpraxis
3.3 Begründung zur Planung eines handlungsorientierten Unterrichtskonzeptes zum Thema olympische Sportpraxis
3.3.1 Voraussetzungen
3.3.1.1 Örtliche Gegebenheiten
3.3.1.2 Zeitrahmen
3.3.1.3 Lerngruppe
3.3.2 Planung und Vorbereitung des Unterrichtsvorhabens
3.3.2.1 Didaktische Überlegungen
3.3.2.2 Methodische Umsetzung
4 Beobachtungen während des Unterrichtsvorhabens
4.1 Schülerverhalten
4.2 Konfliktsituationen
5 Auswertung des Unterrichtsvorhabens
5.1 Probleme und Möglichkeiten der Ergebnissicherung
5.1.1 Fragebogen
5.1.2 Stellungnahme und Bewertung des Sportfachlehrers
5.2 Eigene Beurteilung des Unterrichtsvorhabens
6 Schlussbetrachtungen
6.1 Realisierbarkeit olympischer Sportpraxis im Sportunterricht
6.2 Ausblick
7 Literaturverzeichnis
8 Abbildungsverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten, olympische Erziehung im Schulsport praxisnah umzusetzen. Anhand eines durchgeführten Unterrichtsvorhabens an einem Gymnasium in Pulheim wird exemplarisch aufgezeigt, wie dieses Thema nach den geltenden Richtlinien und Lehrplänen für das Fach Sport gestaltet und methodisch umgesetzt werden kann, wobei die Frage nach der praktischen Realisierbarkeit im Schulalltag im Zentrum steht.
Die erste Doppelstunde – die Theorie immer im Kopf
Um den theoretischen Hintergrund für das Unterrichtsvorhaben zu besprechen versammeln sich die Schülerinnen und Schüler, nachdem sie umgezogen sind, in einer Hallenecke auf zwei Bänken, die in einem Winkel aufgestellt sind. In einer ruhigen Zone der Halle und in einer bequemen Position kann die Aufmerksamkeit der Jugendlichen eher auf die Lehrkraft und die vorbereiteten Plakate, die an der Wand hängen, gelenkt werden. Die Schülerinnen und Schüler können sich außerdem gegenseitig anschauen, während die Lehrkraft alle gleichermaßen im Blick hat. Zu Beginn wird die Lehrkraft sich selbst vorstellen und erklären, dass das Unterrichtsvorhaben im Rahmen eines Examens durchgeführt wird. Weiterhin wird der Ablauf dargestellt, was dazu dient, das Unterrichtsvorhaben auch für die Schülerinnen und Schüler transparent zu machen.
Nach einem kurzen thematischen Einstieg von Seiten der Lehrkraft, in Interaktion mit den Jugendlichen zum Thema Olympia, sollen die Schülerinnen und Schüler in drei Gruppen Gedanken, Eindrücke und Erklärungsversuche zu den drei Werten Fair Play, Leistung und Kooperieren auf Karteikarten aufschreiben. Jede Gruppe widmet sich dabei nur einem der Begriffe, damit sich nicht zu viele Nennungen zu einem Teilbereich wiederholen. Ziel ist hierbei, die Jugendlichen auf das Thema einzustimmen, ihnen ihre eigenen Eindrücke und das Wissen über Olympia ins Gedächtnis zu rufen, um so eine gemeinsame Basis an theoretischem Hintergrundwissen für alle zu schaffen.
1 Einleitung: Der Verfasser erläutert seine persönliche Motivation zur Beschäftigung mit dem Thema Olympia und formuliert das Ziel der Arbeit, Möglichkeiten der Umsetzung olympischer Erziehung im Sportunterricht aufzuzeigen.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel verknüpft die Konzepte des handlungsorientierten Sportunterrichts mit den historischen und gegenwärtigen Ansätzen der olympischen Erziehung sowie deren Bezug zu den Richtlinien und Lehrplänen NRW.
3 Olympische Sportpraxis: Es werden bisherige Beispiele olympischer Sportpraxis vorgestellt, die eigene Vorstellung des Autors definiert und die konkrete Planung eines handlungsorientierten Unterrichtsvorhabens (Geräteparcours) begründet.
4 Beobachtungen während des Unterrichtsvorhabens: Analyse des Schülerverhaltens und auftretender Konfliktsituationen während der praktischen Erprobungsphase des Projekts.
5 Auswertung des Unterrichtsvorhabens: Die Ergebnisse aus Fragebögen und einem Experteninterview werden ausgewertet, gefolgt von einer kritischen Reflexion der eigenen pädagogischen Arbeit.
6 Schlussbetrachtungen: Eine abschließende Einschätzung der Realisierbarkeit olympischer Sportpraxis im Sportunterricht sowie ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung dieser Thematik im Schulsport.
Olympische Erziehung, Schulsport, Handlungsorientierung, olympische Sportpraxis, Fair Play, Leistung, Kooperation, Sportpädagogik, Unterrichtsvorhaben, Geräteparcours, Schülerorientierung, Werteerziehung, Lehrpläne NRW, Sportunterricht, Olympismus.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der praktischen Umsetzung olympischer Erziehung im Sportunterricht an einem Gymnasium mittels eines handlungsorientierten Unterrichtsvorhabens.
Zentral sind die theoretische Fundierung des handlungsorientierten Unterrichts, die Auseinandersetzung mit der olympischen Erziehung und die Verknüpfung dieser Konzepte mit den schulsportlichen Rahmenvorgaben.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie olympische Erziehung ohne hohen organisatorischen Aufwand im normalen Schulalltag umgesetzt werden kann, um Schüler für olympische Werte zu sensibilisieren.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu sportpädagogischen Konzepten und einer empirischen Aktionsforschung, bestehend aus Planung, Durchführung, Beobachtung (Gedächtnisprotokolle) und Auswertung eines eigenen Unterrichtsvorhabens.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Begründung, Planung, Durchführung und Auswertung eines Geräteparcours, der als "olympische Sportpraxis" die Werte Leistung, Fairness und Kooperation vermitteln soll.
Wichtige Begriffe sind olympische Sportpraxis, handlungsorientierter Unterricht, Fair Play, Leistung, Kooperation und schulsportliche Erziehung.
Die Station 4 wurde von den Schülern als zu einfach und unattraktiv empfunden, was zu Desinteresse führte. Der Autor reflektiert, dass diese Station im Nachhinein hätte modifiziert werden müssen.
Peter Mentzel bewertete das Vorhaben sehr positiv, lobte das Engagement der heterogenen Gruppen und beabsichtigt, diese Ansätze im Fachkollegium zur Diskussion zu stellen.
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