Masterarbeit, 2014
77 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Motivation und Fragestellung
1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung
2.1. Herkunft und Definition des Begriffs der Nachhaltigkeit
2.2. Dimensionen der Nachhaltigkeit
2.2.1. Ökologische Nachhaltigkeit
2.2.2. Ökonomische Nachhaltigkeit
2.2.3. Soziale Nachhaltigkeit
3. Nachhaltige Geldanlagen
3.1. Begriffliche Einordnung
3.2. Wesentliche Anlagekonzepte
3.2.1. Screening anhand von Negativkriterien
3.2.2. Screening anhand von Positivkriterien
3.2.3. Best-in-Class-Ansatz
3.2.4. Engagement-Ansatz
3.3. Anlageformen nachhaltiger Geldanlagen
3.3.1. Geldmarktprodukte und Bankeinlagen
3.3.2. Aktien
3.3.3. Anleihen
3.3.4. Investmentfonds
3.3.5. Investmentzertifikate und Indizes
3.3.6. Immobilien
3.3.7. Beteiligungsprodukte
3.4. Markt für nachhaltige Geldanlagen
3.4.1. Marktvolumen und Marktteilnehmer
3.4.2. Marktentwicklung und Markttrends
3.4.3. Marktanalyse
4. Chancen und Risiken nachhaltiger Geldanlagen aus Anlegersicht
4.1. Grundlagen der Performancemessung
4.1.1. Renditemaße
4.1.2. Risikomaße
4.1.3. Performancemaße
4.2. Performanceanalysen anhand von Nachhaltigkeitsfonds und -indizes
4.3. Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
5. Chancen und Risiken nachhaltiger Geldanlagen aus Anbietersicht
5.1. Definition und Abgrenzung der Kernzielgruppen
5.2. Analyse und Bewertung der Kernzielgruppen
5.3. zielgruppenspezifische Herausforderungen und Handlungsempfehlungen
6. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, ob nachhaltige Geldanlagen ein zukunftsfähiger Markt oder lediglich eine vorübergehende Modeerscheinung darstellen. Dabei analysiert sie sowohl die Chancen als auch die Risiken aus der Perspektive von Anlegern sowie Anbietern, um einen fundierten Einblick in die Materie zu geben und zukünftige Entwicklungstendenzen aufzuzeigen.
3.2.1 Screening anhand von Negativkriterien
Das einfachste, älteste und bis heute mehrheitlich genutzte Anlagekonzept zur Integration von Nachhaltigkeitsaspekten ist das sogenannte Negativ-Screening. Hierunter versteht man den Gebrauch von Ausschlusskriterien mittels derer einzelne Unternehmen, Branchen oder Staaten aus dem Anlageuniversum entfernt werden. Alle verbleibenden Titel gelten ex definitione als nachhaltig. Gründe für einen Ausschluss können neben bestimmten Geschäftsfeldern, z. B. der Produktion von Waffen oder Alkohol, auch kontroverse Geschäftspraktiken oder die Missachtung internationaler Standards sein. Negativ-Screening ist grundsätzlich auf allen Ebenen der Portfolioerstellung möglich. Ein wesentliches Motiv für den Einsatz dieser Selektionsstrategie ist die Einhaltung ethischer Prinzipien einschließlich ihrer Kommunikation nach außen. Primäres Ziel ist und bleibt allerdings die Vermeidung bzw. Verminderung bestimmter Risiken der Geldanlage, z. B. infolge von Umweltschäden oder Reputationsverlusten. In Abhängigkeit der gewählten Definition können Negativkriterien direkt an Produkte bzw. Dienstleistungen, an zugrunde liegende Herstellungsprozesse oder an universale Werte anknüpfen. Tabelle 1 auf der nachfolgenden Seite zeigt eine Übersicht der am häufigsten verwendeten Ausschlusskriterien in Deutschland.
1. Einleitung: Motivation und Fragestellung werden erläutert, wobei das Potenzial nachhaltiger Geldanlagen als Markt mit Zukunft hinterfragt wird.
2. Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung: Dieser Abschnitt definiert den Nachhaltigkeitsbegriff und unterteilt ihn in die ökologische, ökonomische und soziale Dimension.
3. Nachhaltige Geldanlagen: Es werden verschiedene Anlagestrategien wie Negativ- und Positiv-Screening sowie der Best-in-Class-Ansatz und unterschiedliche Anlageformen wie Aktien, Anleihen und Investmentfonds detailliert beleuchtet.
4. Chancen und Risiken nachhaltiger Geldanlagen aus Anlegersicht: Dieses Kapitel widmet sich der Performancemessung und analysiert, ob nachhaltige Anlagen signifikante Unterschiede zu konventionellen Investments aufweisen.
5. Chancen und Risiken nachhaltiger Geldanlagen aus Anbietersicht: Fokus auf die Identifikation von Kernzielgruppen (LOHAS) und die damit verbundenen Herausforderungen für Kreditinstitute in der Beratung und Produktgestaltung.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse mit dem Fazit, dass nachhaltige Geldanlagen ein hohes Zukunftspotenzial besitzen und sich vom Nischen- zum Mainstream-Produkt entwickeln.
Nachhaltige Geldanlagen, Nachhaltigkeit, SRI, ESG-Kriterien, Negativ-Screening, Positiv-Screening, Best-in-Class-Ansatz, Engagement-Ansatz, Performanceanalyse, Kapitalanlage, LOHAS, Investmentfonds, Marktvolumen, Portfoliodiversifikation, Anlegersicht.
Die Arbeit analysiert das Marktsegment der nachhaltigen Geldanlagen unter der Fragestellung, ob es sich dabei um einen Markt mit Zukunft oder lediglich eine Modeerscheinung handelt.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Nachhaltigkeit, die Darstellung von Anlagestrategien und Anlageformen sowie eine Performance- und Marktanalyse aus Sicht von Anlegern und Anbietern.
Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit nachhaltiger Geldanlagen zu bewerten und ein umfassendes Verständnis für die Chancen und Risiken für Investoren und Banken zu vermitteln.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Daten und Marktberichte, wie sie beispielsweise vom Forum Nachhaltige Geldanlagen zur Verfügung gestellt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Nachhaltigkeit, die systematische Vorstellung von Anlagekonzepten (z. B. Screening-Verfahren), die Analyse der Anlageformen sowie die Untersuchung der Performance und Zielgruppen.
Wichtige Begriffe sind Nachhaltige Geldanlagen, ESG-Kriterien, SRI, Performancemessung sowie spezifische Anlagekonzepte wie das Negativ- oder Positiv-Screening.
Während beim Negativ-Screening bestimmte Branchen oder Unternehmen komplett aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen werden, verfolgt der Best-in-Class-Ansatz einen relativen Vergleich innerhalb eines Sektors, um die besten Unternehmen hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsperformance zu identifizieren.
Institutionelle Investoren dominieren den Markt aufgrund ihres hohen Volumens und ihres langfristigen Investitionshorizonts, wobei die Nachfrage in Deutschland und Europa stetig steigt, auch wenn Privatanleger ein wachsendes, aber noch kleineres Segment bilden.
LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) dienen als Zielgruppendefinition, um das Kundenprofil für nachhaltige Finanzprodukte besser verstehen und gezielter ansprechen zu können.
Empirische Studien kommen zu dem Ergebnis, dass nachhaltige Geldanlagen im Vergleich zu konventionellen Anlageprodukten keine signifikant unterschiedliche Wertentwicklung aufweisen, womit Anleger in der Regel keine Performancenachteile zu erwarten haben.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

