Masterarbeit, 2014
115 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Aktuelle Herausforderungen der vergleichenden Transformationsforschung
1.2 Forschungsstand, Forschungslücken und Relevanz des Themas
1.3 Fragestellung, Methodik und Aufbau der Arbeit
2. Theoretischer Rahmen
3. Begriffsbestimmungen
4. Die parlamentarischen Regierungssysteme Portugals und Ungarns
4.1 Portugals Regierungssystem nach der revidierten Verfassung von 1982
4.2 Ungarns Regierungssystem nach der Totalrevision der Verfassung von 1989/1990
5. Konfliktpotenziale und Rahmenbedingungen der Systemwechsel
5.1 Portugal
5.2 Ungarn
6. Das Ende des autoritären Regimes
6.1 Portugal und der „von unten“ eingeleitete Systemwechsel
6.1.1 Die gescheiterte Liberalisierung Marcelo Caetanos
6.1.2 Die Herausbildung der MFA am Vorabend der Revolution
6.1.3 Nelkenrevolution und der Weg zu den Verfassungspakten
6.2 Ungarn und der „paktierte“ Systemwechsel
6.2.1 Von der Krise des Kádárismus zum Durchbruch parteiinterner Reformkräfte
6.2.2 „Reform von oben“ und der Weg zum Runden Tisch
6.3 Vergleich der Akteure, ihrer Strategien und Kräfteverhältnisse
7. Die Institutionalisierung der Demokratie
7.1 Portugals langer Institutionalisierungsprozess
7.1.1 Die Verfassungspakte zwischen der MFA und den politischen Parteien
7.1.1.1 Ziele und Strategien der politischen Parteien beim revidierten Verfassungspakt
7.1.1.2 Ziele und Strategien des Revolutionsrates beim revidierten Verfassungspakt
7.1.1.3 Verhandlungen und Ergebnisse des revidierten Verfassungspaktes
7.1.2 Von der Verabschiedung der Verfassung zur Verfassungsrevision von 1982
7.1.3 Die Verfassungsrevision von 1982
7.1.3.1 Ziele und Strategien der AD
7.1.3.2 Ziele und Strategien der PS
7.1.3.3 Ziele und Strategien der PCP
7.1.3.4 Verhandlungen und Ergebnisse
7.2 Ungarns kurzer Institutionalisierungsprozess
7.2.1 Die Verhandlungen am „Nationalen Runden Tisch“
7.2.1.1 Ziele und Strategien der Opposition
7.2.1.2 Ziele und Strategien der MSZMP
7.2.1.3 Verhandlungen und Ergebnisse
7.2.2 Von der Totalrevision der Verfassung zum Verfassungspakt
7.3 Vergleich der Akteure, ihrer Strategien und Kräfteverhältnisse
8. Zusammenfassendes Fazit und abschließende Betrachtung
8.1 Der Einfluss unterschiedlicher Faktoren auf die Genese der Regierungssysteme
8.2 Abschlussvergleich und die herausragende Rolle von machtpolitischen Kalkülen
Die Arbeit untersucht die Rolle von Massen und Eliten in den Demokratisierungsprozessen Portugals und Ungarns mit dem Ziel zu erklären, warum sich in beiden Ländern parlamentarische Regierungssysteme etabliert haben, obwohl die Ausgangsbedingungen und Transformationsverläufe grundlegend unterschiedlich waren.
6.1.1 Die gescheiterte Liberalisierung Marcelo Caetanos
Nachdem Salazar 1968 durch einen Schlaganfall das Amt des Ministerpräsidenten aufgeben musste und Caetano vom Staatspräsidenten zu seinem Nachfolger ernannt wurde, hatten zahlreiche der o. g. Krisenerscheinungen bereits einen Teil ihrer systemdestabilisierenden Wirkung entfaltet, so dass Teile des Regimes erkannten, dass nur die Durchführung weitreichender politischer und ökonomischer Reformen zur Lösung der Probleme des Landes führen konnte.
Auch Caetano registrierte, dass es unter den damaligen Rahmenbedingungen kaum möglich sein würde, den rigorosen und orthodoxen Kurs des Regimes fortzuführen. Da er allerdings die vollständige Spaltung der Regimeeliten vermeiden wollte, präsentierte er sich als Mann des Ausgleichs und als Kompromissfigur für die orthodoxen Hard- und die reformorientierten Softliner. Deutlich wurde diese kompromissorientierte Haltung in seinem Programm, das den Titel „Entwicklung in der Kontinuität“ trug und das „eine systemimmanente Liberalisierung und Reform der politischen, wirtschaftlichen und sozioökonomischen Strukturen“ beabsichtige.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Herausforderungen der vergleichenden Transformationsforschung und definiert das Ziel, die Transformationen in Portugal und Ungarn akteurstheoretisch zu vergleichen.
2. Theoretischer Rahmen: Hier wird das akteurstheoretische Fundament der Arbeit dargelegt und gegenüber anderen Ansätzen wie System-, Struktur- und Kulturtheorien abgegrenzt.
3. Begriffsbestimmungen: Es werden zentrale Konzepte wie das Ende des autoritären Regimes, die Institutionalisierung und der Begriff des Vetoakteurs definiert.
4. Die parlamentarischen Regierungssysteme Portugals und Ungarns: Dieses Kapitel stellt die konstitutionellen Ergebnisse nach der Transformation in beiden Ländern dar.
5. Konfliktpotenziale und Rahmenbedingungen der Systemwechsel: Die ökonomischen, sozialen und politischen Krisenerscheinungen der autoritären Regime in Portugal und Ungarn werden analysiert.
6. Das Ende des autoritären Regimes: Untersuchung der Faktoren, die zum Sturz der jeweiligen Regime führten, unter besonderer Berücksichtigung der Akteurskonstellationen.
7. Die Institutionalisierung der Demokratie: Analyse der Verhandlungsprozesse und der Herausbildung der parlamentarischen Regierungssysteme.
8. Zusammenfassendes Fazit und abschließende Betrachtung: Eine abschließende Würdigung der Rolle kollektiver Akteure und der Bedeutung machtpolitischer Kalküle für die Genese der Regierungssysteme.
Transformation, Demokratisierung, Portugal, Ungarn, Akteurstheorie, Parlamentarismus, Eliten, Systemwechsel, Verfassungsrevision, Institutionalisierung, Politische Strategien, Machtkalküle, Regierungssysteme, Transition, Autoritäres Regime.
Die Masterarbeit befasst sich mit der vergleichenden Analyse der Demokratisierungsprozesse in Portugal und Ungarn und untersucht, wie Akteure und deren Strategien zur Etablierung parlamentarischer Regierungssysteme beitrugen.
Zu den Schwerpunkten zählen der Vergleich von Regime- und Oppositionseliten, die Analyse der jeweiligen politischen Institutionen nach der Systemtransformation und die Untersuchung von Machtkalkülen während der Institutionalisierungsphase.
Das primäre Ziel besteht darin zu erklären, warum trotz völlig unterschiedlicher Ausgangslagen und Systemverläufe in beiden Ländern letztlich parlamentarische Regierungssysteme entstanden sind.
Die Arbeit nutzt die Methode der vergleichenden Fallanalyse, gestützt auf einen akteurstheoretischen Ansatz, um das Handeln von Eliten und deren Strategien im Transformationsprozess zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der autoritären Regime, deren Ende, die Phasen der Institutionalisierung der Demokratie sowie den detaillierten Vergleich der Akteure und ihrer Strategien in beiden Ländern.
Kernbegriffe sind Transformation, Akteurstheorie, Parlamentarismus, Verfassungsrevision, Eliten und Machtkalküle.
Die Streitkräfte (MFA) waren in Portugal nach der Nelkenrevolution das zentrale Machtzentrum und spielten als Akteur eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des neuen politischen Systems, bevor sie der zivilen Kontrolle unterstellt wurden.
Ungarn zeichnete sich durch einen stärker „paktierte“ Systemwechsel aus, bei dem Reformkräfte aus dem alten Regime und die Opposition am Runden Tisch verhandelten, ohne dass es zu einem revolutionären Bruch wie in Portugal kam.
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