Bachelorarbeit, 2012
59 Seiten, Note: 1,4
1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
2 Ist-Analyse
2.1 Wirtschaftliche und technische Grundlagen von Baureihen
2.2 Kostenwachstumsgesetze als Instrument der konstruktionsbegleitenden Konstruktion
2.2.1 Prognose von Material- und Fertigungseinzelkosten
2.2.2 Optimale Konstruktionskosten
2.2.2.1 Modellkonstellation ohne Lerneffekte
2.2.2.2 Modellkonstellation mit Lerneffekten nach Müllers Vorgehen
2.3 Modellkritik
2.3.1 Kritik der Kostenwachstumsgesetze
2.3.2 Kritik des Optimierungsansatzes
2.4 Zusammenfassung
3 Sollkonzeption der optimalen Konstruktionskosten
4 Untersuchung des Sollkonzepts - eine gedankliche Modellsimulation
4.1 Zielmodell mit unterschiedlichen Lernraten
4.2 Kritische Würdigung des Erfahrungskurveneffektes im Gesamtmodell
4.3 Das Modell von Müller und der Zusammenhang mit dem Target-Costing
5 Soll-Ist-Vergleich
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung der Lebenszykluskosten von variantenreichen Baureihenelementen. Dabei wird ein bestehendes mathematisches Modell zur Kostenprognose von David Müller analysiert, kritisch hinterfragt und auf Basis einer Simulationsstudie ein verbessertes Soll-Konzept zur Modellierung von Lerneffekten sowie deren Zusammenhang zum Target-Costing entwickelt.
2.3.1 Kritik der Kostenwachstumsgesetze
Müller beschreibt die Kostenwachstumsgesetze als grundlegend nutzbar. Die Kostenwachstumsgesetze sind ein Verfahren der vereinfachten Kurzkalkulation, bei der auf eine vollständige Produktdokumentation verzichtet wird. Das Vorgehen wird auf die wichtigsten und bekannten Einflussgrößen beschränkt.
Der Sinn der Anwendung von Kostenwachstumsgesetzen liegt darin, aus den gegebenen Daten des Grundentwurfs schnell die Kosten der Folgeentwürfe abzuleiten, ohne diese erst aufwendig konstruieren zu müssen. Schon beim Entwerfen wird ersichtlich, wie sich die Kostenstrukturen mit den wichtigsten Kostenbestandteilen verändern.
Ausgehend davon, dass ein verringerter Konstruktions- und Entwicklungsaufwand die Folge dieser Kurzkalkulation ist, resultieren Abweichungen in der Kostenermittlung von 5 bis 12 %. Wird der verringerte Aufwand ins Verhältnis zu den Kosten der Konstruktion und Fertigung der Folgeentwürfe gesetzt, ist diese Abweichung vertretbar. Die Kostenwachstumsgesetze machen es zudem möglich, Ursache-Wirkungszusammenhänge zwischen den Entscheidungen zu den Produktmerkmalen und den resultierenden Kostenwirkungen zu ermitteln. Durch das Einbeziehen der Einflussgrößen Stückzahl, Losgröße, Baugröße und Erfahrungskurveneffekt kann festgelegt werden, welche Kostenverläufe bzw. -strukturen für unterschiedliche Produktmerkmale erzielt werden.
1 Problemstellung und Ziel der Arbeit: Einführung in die Thematik der Lebenszykluskostenoptimierung bei Baureihen und Vorstellung der Forschungsziele der Arbeit.
2 Ist-Analyse: Detaillierte mathematische Analyse und Kritik des Modells von David Müller zur Kostenplanung unter Berücksichtigung von Kostenwachstumsgesetzen und Erfahrungskurven.
3 Sollkonzeption der optimalen Konstruktionskosten: Erarbeitung eines verbesserten Konzepts zur einfacheren Abbildung des Erfahrungskurveneffekts in Kostenmodellen.
4 Untersuchung des Sollkonzepts - eine gedankliche Modellsimulation: Durchführung einer Simulation mit verschiedenen Lernraten und kritische Reflexion des Erfahrungskurvenmodells in Bezug auf das Target-Costing.
5 Soll-Ist-Vergleich: Gegenüberstellung des Modells von Müller mit dem neu entwickelten Soll-Konzept anhand verschiedener Kriterien.
6 Zusammenfassung: Abschließende Synthese der Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus der gesamten Bachelorarbeit.
Lebenszykluskosten, Baureihen, Kostenwachstumsgesetze, Erfahrungskurveneffekt, Konstruktionskosten, Herstellkosten, Modellsimulation, Target-Costing, Kostenmanagement, Degressionsfaktor, Kostenoptimierung, Baureihenentwicklung, Stückkosten, Lernrate, Zielkostenmanagement.
Die Arbeit analysiert mathematische Modelle zur Optimierung der Herstell- und Konstruktionskosten von Baureihen und zeigt Schwachstellen in bestehenden Ansätzen auf.
Die Schwerpunkte liegen auf Kostenwachstumsgesetzen, der Anwendung des Erfahrungskurveneffekts, der Baureihenkonstruktion und dem integrativen Kostenmanagement.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines verbesserten Konzepts, das den Erfahrungskurveneffekt bei der Kostenprognose von Baureihen logischer und praxisnäher abbildet.
Es wird eine mathematisch-analytische Methode eingesetzt, die durch Modellsimulationen und kritische Textdeutung ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Ist-Analyse von Müllers Modell, die Entwicklung eines eigenen Soll-Konzepts sowie eine vergleichende Untersuchung mittels Simulation.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Lebenszykluskosten, Baureihen, Erfahrungskurveneffekt und Target-Costing beschreiben.
Der Autor bemängelt, dass der durchschnittliche Degressionsfaktor im Modell von Müller zu unrealistischen Ergebnissen führt, bei denen die Herstellkosten entgegen der Erfahrungskurven-Logik ansteigen.
Das neue Konzept korrigiert die fehlerhafte Berechnung des Degressionsfaktors, sodass die Stückkosten bei steigender Produktionsmenge wie theoretisch erwartet sinken.
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