Bachelorarbeit, 2013
100 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen der Vorstandsvergütung
2.1 Managementbegriff
2.2 Beweggründe für die Entwicklung von Vergütungssystemen
2.2.1 Principal-Agent-Theorie
2.2.2 Erzeugung von Anreizen
2.2.3 Personalpolitische Aspekte
2.2.4 Flexibilisierung der Personalkosten
2.3 Festlegung der Vergütungshöhe
2.3.1 Entscheidungskompetenzen laut Aktiengesetz
2.3.2 Einfluss des Vorstands auf die eigene Vergütung
2.3.3 Exkurs: Einfluss der Aktionäre auf die Vorstandsvergütung
3 Komponenten eines Vergütungssystems
3.1 Grundsätzlicher Aufbau
3.2 Erfolgsunabhängige Komponenten
3.2.1 Grundvergütung
3.2.2 Sozial- und Nebenleistungen
3.2.3 Pensionszusagen
3.3 Erfolgsabhängige Komponenten
3.3.1 Bezugsgrößen für den variablen Vergütungsanteil
3.3.2 Kurzfristig variable Vergütung
3.3.2.1 Bemessungsgrundlagen und Zieldimensionen des Jahresbonus
3.3.2.2 Verknüpfung von Zieldimensionen
3.3.2.3 Zielerreichungsgrad und Bonusverlauf
3.3.3 Langfristig variable Vergütung
4 Instrumente der langfristig variablen Vergütung
4.1 Überblick
4.2 Aktienbasierte Vergütungsinstrumente
4.2.1 Aktienkurs als Bemessungsgrundlage
4.2.2 Reelle Eigenkapitalvergütung
4.2.2.1 Aktien
4.2.2.2 Aktienoptionen
4.2.2.3 Wandelschuldverschreibungen
4.2.2.4 Probleme bei reeller Eigenkapitalvergütung
4.2.3 Virtuelle Eigenkapitalvergütung
4.3 Kennzahlenorientierte Vergütungsinstrumente
4.3.1 Wertorientierte Kennzahlen als Bemessungsgrundlage
4.3.2 Phantom-Instrumente
4.3.3 Cashbasierende Instrumente
5 Rechtsvorschriften zur Vorstandsvergütung
5.1 Insiderrecht des WpHG
5.2 Deutscher Corporate Governance Kodex
5.3 Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung
5.4 Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen
6 Analyse der Vorstandsvergütung im DAX von 2008 bis 2012
6.1 Ziel der Untersuchung
6.2 Datenbasis
6.3 Ergebnisse der Analyse
6.3.1 Absolute Höhe und Zusammensetzung der Vergütung
6.3.2 Ausgestaltung der variablen Vergütungsbestandteile
6.3.3 Relative Entwicklung der Vergütungshöhe zum Unternehmens-erfolg
6.3.4 Relative Höhe der Vergütung zum Personalaufwand
7 Schlussbetrachtung
Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die konzeptionellen Grundlagen der Vorstandsvergütung zu erarbeiten, die verschiedenen Vergütungsinstrumente zu erläutern und eine empirische Analyse der Vergütungspraxis in den DAX-30-Unternehmen im Zeitraum 2008 bis 2012 durchzuführen.
2.2.1 Principal-Agent-Theorie
Zur Begründung der Entwicklung spezieller Vergütungssysteme für Vorstände ist die institutionenökonomische Principal-Agent-Theorie eine häufig herangezogene Grundlage. Eine Principal-Agent-Beziehung entsteht grundsätzlich durch eine Beauftragung einer Person (Agent), bestimmte Leistungen für eine oder mehrere andere Personen (Prinzipal) zu erbringen. Damit der Agent seinen Auftrag ordnungsgemäß ausführen kann, muss der Prinzipal ihm entsprechende Entscheidungsbefugnisse übertragen. Dadurch kommt es zu einer Trennung von Eigentum und Verfügungsmacht, die kennzeichnend für eine Principal-Agent-Beziehung ist.
Bei Aktiengesellschaften fungieren die Aktionäre als Prinzipal. Sie sind Eigentümer der Gesellschaft. Aktiengesellschaften, mit vielen Kleinaktionären, wie in den DAX-30-Unternehmen, werden aufgrund Ihres zersplitterten Aktionariats auch als Publikumsaktiengesellschaften bezeichnet. Publikumsaktiengesellschaften können nicht durch ihre Eigentümer geführt werden, da der Aktionärskreis zu breit und volatil ist. Aus diesem Grund treten die Aktionäre den Großteil Ihrer Verfügungsrechte an Dritte ab: Die Führungskompetenz wird dem Vorstand übertragen, die Kontrollkompetenz obliegt dem Aufsichtsrat. Innerhalb einer Aktiengesellschaft liegen damit mehrere Principal-Agent-Beziehungen vor. Für die weitere Betrachtung ist die Beziehung zwischen den Aktionären und dem Vorstand vordergründig. Der Vorstand nimmt dabei die Rolle des Agenten ein und leitet die Aktiengesellschaft im Auftrag der Aktionäre.
Diese Delegation von Entscheidungsbefugnissen ist jedoch problembehaftet: Während die Aktionäre nach Fortbestand des Unternehmens und hoher Rentabilität bezüglich des eingesetzten Kapitals streben, kann der Vorstand als „opportunistisch-rational handelndes Individuum“ entgegengesetzte Interessen verfolgen und bspw. um einem hohes Gehalt bei möglichst niedrigem Anstrengungsniveau bemüht sein.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Vorstandsvergütung und die Zielsetzung der Arbeit.
2 Grundlagen der Vorstandsvergütung: Darstellung theoretischer Begründungen wie der Principal-Agent-Theorie sowie der rechtlichen Kompetenzen bei der Festlegung der Vergütung.
3 Komponenten eines Vergütungssystems: Erläuterung der einzelnen Bestandteile der Gesamtvergütung, unterteilt in erfolgsunabhängige und erfolgsabhängige Vergütung.
4 Instrumente der langfristig variablen Vergütung: Detaillierte Betrachtung verschiedener aktienorientierter und kennzahlenbasierter Vergütungsinstrumente.
5 Rechtsvorschriften zur Vorstandsvergütung: Überblick über die geltenden gesetzlichen Regelungen und Empfehlungen wie den Deutschen Corporate Governance Kodex.
6 Analyse der Vorstandsvergütung im DAX von 2008 bis 2012: Empirische Untersuchung der Vergütungspraxis, der Vergütungsstrukturen sowie deren Zusammenhang mit dem Unternehmenserfolg.
7 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse und kritische Würdigung der Vergütungssysteme.
Vorstandsvergütung, DAX-30, Principal-Agent-Theorie, Variable Vergütung, Short-Term Incentive, Long-Term Incentive, Aktienoptionen, Performance Shares, Corporate Governance, VorstAG, Unternehmenswert, Vergütungshöhe, Anreizsystem, Vergütungspraxis, Aktienbasierte Vergütung
Die Arbeit beschäftigt sich mit den konzeptionellen Grundlagen und der empirischen Ausgestaltung der Vorstandsvergütung in deutschen DAX-30-Unternehmen im Zeitraum von 2008 bis 2012.
Die Arbeit thematisiert die theoretischen Hintergründe (z.B. Principal-Agent-Theorie), die verschiedenen Vergütungskomponenten (fix und variabel), Instrumente der langfristigen Vergütung sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen.
Das Ziel ist es, ein umfassendes Bild der Vergütungspraxis zu zeichnen, die Relevanz theoretischer Vergütungsmodelle in der Praxis aufzuzeigen und die Performance-Sensitivität der Vergütung zu analysieren.
Es wurde eine theoretische Herleitung der Vergütungsmodelle sowie eine empirische Analyse der Geschäftsberichte der DAX-30-Unternehmen durchgeführt, inklusive Korrelationsbetrachtungen zur Performance.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Erläuterung der Vergütungskomponenten, der rechtlichen Vorschriften (VorstAG, DCGK) und die anschließende empirische Datenauswertung.
Wichtige Begriffe sind Vorstandsvergütung, Variable Vergütung, Principal-Agent-Theorie, Aktienoptionen, VorstAG und Performance-Sensitivität.
Die Theorie dient als institutionenökonomische Begründung für die Notwendigkeit variabler Vergütungssysteme, um den Interessenkonflikt zwischen Aktionären (Prinzipal) und Vorstand (Agent) zu mildern.
Die Analyse zeigt eine insgesamt eher schwache Performance-Sensitivität; es lässt sich meist kein robuster statistischer Zusammenhang zwischen der Unternehmensperformance und der Vorstandsvergütung nachweisen.
Das VorstAG führte unter anderem zur Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung, der Verlängerung von Sperrfristen bei Aktienoptionen und der Forderung nach einem Selbstbehalt bei D&O-Versicherungen.
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