Masterarbeit, 2014
73 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Aspekte der Leistungsbewertung
2.1 Die „Messung“ schriftlicher Schulleistungen
2.2 Messtheoretische Gütekriterien
2.3 Bezugsnormen der Leistungsbewertung
2.4 Rechtliche Grundlagen zur Leistungserfassung und -bewertung
2.5 Anforderungen an die Leistungsbeurteilung
2.6 Exemplarische Darstellung der empirisch relevanten Studien
2.7 Alternative Methoden der Leistungsbewertung
3 Methodischer Aufbau der Studie
3.1 Erkenntnisinteresse der Untersuchung
3.2 Überlegungen zum Erhebungsinstrument
3.2.1 Bestimmung und Beschreibung des Erhebungsinstrumentes
3.2.2 Vorstellung des verwendeten Fragebogens
3.3 Zum Untersuchungsgegenstand
3.4 Feldzugang und Rücklauf
3.5 Deskriptive Statistik
3.6 Das Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse
4 Darstellung der Befunde
4.1 Deskriptive Darstellung
4.2 Begründete Auswahl und Entwicklung von Kategorien
4.3 Analyse der qualitativen Antworten
5 Interpretationen
5.1 Interpretationen der deskriptiven Befunde
5.2 Interpretationen zu den Ergebnissen der kategorialen Analyse
5.3 Gegenüberstellung zentraler Befunde
6 Fazit
7 Literatur
Die Arbeit untersucht das Bewertungshandeln von Lehrkräften im Primarbereich, um zu überprüfen, inwieweit die traditionelle Leistungsbewertung dem Gütekriterium der Objektivität zur Gewährleistung von Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit entspricht und welche Faktoren dieses Handeln beeinflussen.
2.1 Die „Messung“ schriftlicher Schulleistungen
Auf Grundlage des vorgestellten Leistungsprinzips wird unter Schul- bzw. Lernleistungen der Zusammenschluss aller „von der Schule initiierten Lernprozesse und Lernergebnisse“ der Schülerinnen und Schüler verstanden (Ingenkamp/Lissmann 2008: 131). Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit stehen traditionelle schriftliche Schulleistungen, die zur Ermittlung bzw. Messung von schulischen Lern- und Leistungsprozessen eingesetzt werden (Leistungsfeststellung) (vgl. Jachmann 2003: 16f). „Die schriftliche Überprüfung des Lernerfolgs geschieht durch Arbeiten, die vom Aufsatz über Übersetzungen, Arbeiten mit Kurzfragen, Mathematikarbeiten bis zum Diktat sehr unterschiedliche Anforderungen stellen und die von formellen Prüfungsarbeiten bis zu informellen Zettelarbeiten unterschiedliche Gestaltungen und Gewichtungen aufweisen“ (Ingenkamp/Lissmann 2008: 142). Kennzeichnend für die überwiegende Anzahl der Prüfungssituationen sind die zeitliche Begrenzung des Bearbeitungszeitraums, die für alle Schülerinnen und Schüler identischen Aufgabenstellungen, die Beschränkung von Hilfsmitteln oder gemeinschaftlichen Arbeitsprozessen sowie die regelmäßige Widerkehr der Leistungsprüfungen (vgl. Winter 2012: 34).
Eine sinnvolle Messung ist bei diesen unterschiedlichen Formen der Leistungsermittlung nicht immer möglich. Hier werden zwei wesentliche Leistungsarten unterschieden: konvergente und divergente Leistungen. „Messbar sind vor allem konvergente Lernprozesse, die zu einem richtigen oder eindeutig besten Ergebnis führen. Nur selten oder mit z.T. problematischen Hilfskonstruktionen sind dagegen divergente Leistungen messbar, die zu mehreren, im Prinzip gleichwertigen Lösungen führen können“ (Ingenkamp/Lissmann 2008: 136). Berichte, Sacherörterungen, Beschreibungen (z.B. einer Person) und Ähnliches gelten bei Deutschaufsätzen als konvergente Leistungen, während Stimmungsbilder oder Besinnungsaufsätze Beispiele für kreative, individuelle und grundsätzlich gleichrangige Gestaltungen eines Themas sind (divergente Leistungserbringungen). Bei der zuletzt genannten Leistungsart muss der Lehrkraft die Subjektivität der eigenen Bewertung (oder besser Schätzung) bewusst sein, um fachkundig und pädagogisch sinnvoll Stellung nehmen zu können.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Diskrepanz zwischen wissenschaftlichem Anspruch und schulischer Praxis bei der Leistungsbewertung und stellt die Forschungsfrage zur Objektivität traditioneller Methoden.
2 Theoretische Aspekte der Leistungsbewertung: Es werden Grundlagen wie Gütekriterien, Bezugsnormen und rechtliche Rahmenbedingungen erläutert sowie der Forschungsstand zu Mängeln bei der Vergleichbarkeit von Noten dargestellt.
3 Methodischer Aufbau der Studie: Dieser Abschnitt beschreibt das Erkenntnisinteresse, das Erhebungsinstrument (Fragebogen) sowie die statistischen und inhaltsanalytischen Verfahren zur Datenauswertung.
4 Darstellung der Befunde: Die gesammelten Daten aus den Fragebögen werden deskriptiv und durch eine qualitative Inhaltsanalyse aufbereitet, wobei Schwerpunkte bei der Bewertungspraxis und Bezugsnormen gesetzt werden.
5 Interpretationen: Hier werden die Ergebnisse der deskriptiven Statistik und der kategorialen Analyse in Beziehung zueinander gesetzt und mit den theoretischen Grundlagen verglichen.
6 Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Objektivität der traditionellen Leistungsbewertung aufgrund fehlender einheitlicher Standards oft nicht gewährleistet ist.
7 Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.
Leistungsbewertung, Bewertungshandeln, Grundschule, Bezugsnormen, Objektivität, Schulnoten, pädagogische Diagnostik, Leistungsfeststellung, Schulleistungen, Lehrerurteil, qualitative Inhaltsanalyse, Kriterienkatalog, Vergleichbarkeit, Selektion, Schulalltag
Die Masterarbeit untersucht, wie Grundschullehrkräfte Leistungen beurteilen und inwieweit ihr Bewertungshandeln das wissenschaftliche Gütekriterium der Objektivität erfüllt.
Die Themen umfassen die Messung von Schulleistungen, verschiedene Bezugsnormen (soziale, individuelle, sachliche), rechtliche Grundlagen und die Problematik subjektiver Benotungen.
Das Ziel ist es, die Vergleichbarkeit von Leistungsbewertungen in der Praxis kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, ob die traditionelle Notengebung durch eine mangelnde Standardisierung beeinträchtigt wird.
Die Autorin nutzt einen methodischen Mix aus einer standardisierten Fragebogenerhebung (deskriptive Statistik) und einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
Der Hauptteil analysiert, wie 20 Lehrkräfte einen Beispielaufsatz benoten, welche Kriterien sie priorisieren und welche Bezugsnormen sie im Schulalltag bevorzugt anwenden.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Leistungsbewertung, Objektivität, Bezugsnormen und pädagogische Diagnostik kennzeichnen.
Bezugsnormen sind der Vergleichsmaßstab, den Lehrkräfte anwenden. Die Studie zeigt, dass trotz theoretischer Bedeutung der sachlichen Bezugsnorm oft ein komplexes Gemisch aus verschiedenen Normen die Bewertung beeinflusst.
Die Autorin folgert, dass aufgrund fehlender allgemeingültiger Kriterienkataloge eine weitgehende Subjektivität bei der Benotung besteht, was die vom Bildungssystem geforderte Vergleichbarkeit erheblich erschwert.
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