Bachelorarbeit, 2014
31 Seiten, Note: 1 (sehr gut)
1. Einleitung
2. Staatslehre bei Plato
2.1. Über Platos Leben und Werke
2.2 Athen in der Zeit von Plato
2.3 Staatslehre bei Plato
2.3.1 Die Gerechtigkeit
2.3.2 Die drei Kardinaltugenden: Weisheit, Tapferkeit und Besonnenheit
2.3.3 Das Gute und die Ideenlehre
2.3.4 Die Philosophenkönige
2.3.4 Die Erziehung von Philosophenkönigen
3. Staatslehre bei Konfuzius
3.1 Gründe seiner Lehre: Über Konfuzius' Leben und die Welt in seiner Zeit
3.2 Konfuzianismus und seine Auswirkungen
3.2.1. Seine Lehre
3.2.2 Der ideale Herrscher
3.3 Konfuzianismus
3.3.1 Konfuzianismus als Staatsideologie
4. Ein Vergleich von Plato und Konfuzius
4.1 Dikaiosyne, Ren und das ethische Leben
4.2 Der Herrscher und seine Beziehung zum Staat
4.3 Tugenden
5. Zusammenfassung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht und vergleicht die Staatslehren der beiden bedeutenden Philosophen Plato und Konfuzius, um Gemeinsamkeiten in ihrem Denken sowie ihre jeweiligen Einflüsse auf Kultur und politische Ordnung zu erörtern. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, wie diese Denker aus unterschiedlichen Weltregionen zu ähnlichen Vorstellungen über moralisches Handeln und eine gerechte Staatsordnung gelangten.
2.3.4 Die Philosophenkönige
Die Philosophenkönige sind also die besten Herrscher des Staates. Plato verlangt in der "Politeia", dass die wahren Herrscher nur die Philosophen sind, weil nämlich nur die wahren Philosophen die Idee des Guten erkennen können. Nur sie haben die Einsicht in das Gute.
Plato zeigt anhand einer Allegorie, den Gleichnis vom Staatsschiff, warum es notwendig ist, dass das philosophische Wissen auch die tatsächliche Macht im Staat hat. Das Volk (demos) ist als mächtiger, aber naiver und kurzsichtiger Schiffseigner charakterisiert. Dieser Schiffseigner weiß nicht viel über die Seefahrt, denn er besitzt keine von notwendigen Kenntnissen für die Seefahrt. Seine Matrosen sind Personen, die auch nicht viel davon wissen, aber sie glauben, dass man dafür keine besonderen Kenntnisse bedürfe. Sie versuchen, den Schiffseigner zu überzeugen, einer von ihnen solle das Ruder übernehmen.
Plato sagt sogar, dass sie alles Mögliche tun, damit sie das Ruder übernehmen können. Sie töten einander und machen den Schiffseigner betrunken. Wenn sie den Schiffseigner beherrschen, loben sie ihn als den einzigen, der den richtigen Weg kennt. Mit diesen Matrosen meint Plato wahrscheinlich die Sophisten und die Politiker, die Macht besitzen wollen und dafür die Methode der Demagogie benutzen. Weiterhin zeigt Plato auch, dass es unter den Seemännern auch solche gibt, die das Seewesen erlernt haben. Diese kennen die wahren Mittel und Weisen, wie man navigieren soll, wie man tatsächlich ein Schiff lenken soll. Sie sind mit der Situation am Schiff unzufrieden. Aber sie sind in der Minderheit und werden von anderen »Himmelgucker« benannt und als überflüssig bewertet. Das sind dann die Philosophen. Doch sie seien die Einzigen, die den Staat führen könnten, meint Plato. So wie der Kapitän eine Menge theoretisches Wissen besitzen muss, um das Schiff erfolgreich zu lenken, so muss auch der Regent im Staat über verschiedene Arten von Erfahrungen, Wissen und Kenntnissen relevanter Fakten verfügen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Themenstellung ein, die beiden Denker vorzustellen und die Relevanz ihrer philosophischen Ansätze für das Zusammenleben und die Staatslehre darzulegen.
2. Staatslehre bei Plato: Dieses Kapitel erläutert Platos politische Philosophie, seine Ideenlehre, die Rolle des Höhlengleichnisses sowie die spezifische Funktion und Ausbildung der Philosophenkönige als Herrscher.
3. Staatslehre bei Konfuzius: Der Fokus liegt auf Konfuzius' Leben, seinem Verständnis von sozialen Beziehungen, der Bedeutung der Menschlichkeit (ren) und dem Ideal des Herrschers innerhalb der konfuzianischen Ethik.
4. Ein Vergleich von Plato und Konfuzius: Hier werden die Lehren der beiden Philosophen gegenübergestellt, um Ähnlichkeiten und Unterschiede in ihren Ansichten zur Gerechtigkeit, zum idealen Herrscher und zu den Grundtugenden herauszuarbeiten.
5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit und betont die unterschiedliche Herangehensweise der Denker bei der Begründung des moralisch Guten.
Plato, Konfuzius, Staatslehre, Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Ren, Philosophenkönig, Politische Philosophie, Ethik, Tugend, Harmonie, Gesellschaftsordnung, Erziehung, Moral, Vergleich.
Die Arbeit vergleicht die Staatsphilosophien von Plato und Konfuzius, um zu analysieren, wie beide Denker moralische Prinzipien und staatliche Ordnung in ihren jeweiligen historischen Kontexten konzipierten.
Zu den Schwerpunkten zählen die Konzepte von Gerechtigkeit und Menschlichkeit, das Herrscherideal, die Notwendigkeit von Erziehung zur Aufrechterhaltung der Ordnung sowie die Bedeutung sozialer Tugenden.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie zwei große Denker aus unterschiedlichen Teilen der Welt zu erstaunlich ähnlichen Überlegungen bezüglich der notwendigen Ordnung in einem Staat kamen.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche, das Studium von Primärtexten und eine komparative Analyse, um die Lehren der beiden Denker in Beziehung zueinander zu setzen.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung von Platos Staatslehre (u.a. Höhlengleichnis, Philosophenkönige) und Konfuzius' Lehren (u.a. Bedeutung von Ren, soziale Beziehungen) sowie deren abschließenden Vergleich.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gerechtigkeit, Menschlichkeit (Ren), Staatsideologie, Philosophenkönig und Tugendethik definiert.
Plato verankert die Gerechtigkeit in einer metaphysischen Ideenwelt und einer strengen sozialen Hierarchie, während Konfuzius Menschlichkeit (Ren) primär durch praktische soziale Beziehungen innerhalb der Familie und Gesellschaft definiert.
Für beide ist Erziehung das notwendige Instrument, um Individuen zu bilden, damit diese ihre spezifischen Aufgaben in der sozialen Ordnung erkennen und erfüllen können, was die Basis für einen funktionierenden Staat bildet.
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