Bachelorarbeit, 2015
63 Seiten, Note: 1,3
1. Ein Kontinent oder viele Länder – Einheitliche oder differenzierte deutsche Außenpolitik gegenüber Lateinamerika?
1.1 Ziel der Arbeit, Fragestellung und Annahmen
1.2 Begründung der Fallauswahl
1.3 Forschungsstand und Ablauf der Arbeit
2. Der Begriff der Außenpolitik: Definition, Akteure und Politikfelder
2.1 Definition: Was ist Außenpolitik?
2.2 Akteure und Rahmenbedingungen: Wer macht deutsche Außenpolitik?
2.2.1 Innenpolitische Akteure und Rahmenbedingungen deutscher Außenpolitik: Vorrang des Bundes und der Exekutive
2.2.2 Internationale Rahmenbedingungen deutscher Außenpolitik
2.2.3 Zwischenfazit: Die Zwei-Ebenen-Logik der Außenpolitik
2.3 Politikfelder: In welchen Bereichen wird deutsche Außenpolitik gemacht?
2.3.1 Außenwirtschaftspolitik und -förderung
2.3.2 Entwicklungspolitik
3. Deutschland und Lateinamerika
3.1 Deutsche Beziehungen zu Lateinamerika und außenpolitisches Interesse
3.2 Deutsche Akteure in Lateinamerika
4. Die Außenpolitik Deutschlands zu Brasilien und Peru
4.1 Länderbeispiel Brasilien
4.1.1 Diplomatische Dimension
4.1.2 Wirtschaftliche Dimension
4.1.3 Entwicklungspolitische Dimension
4.2 Länderbeispiel Peru
4.2.1 Diplomatische Dimension
4.2.2 Wirtschaftliche Dimension
4.2.3 Entwicklungspolitische Dimension
5. Vergleich der jeweiligen außenpolitischen Schwerpunktsetzung Deutschlands in den Beziehungen mit Brasilien und Peru
5.1 Diplomatische Dimension
5.2 Wirtschaftliche Dimension
5.3 Entwicklungspolitische Dimension
6. Fazit: Einheitliche und differenzierte deutsche Außenpolitik gegenüber Lateinamerika!
Die Arbeit untersucht, inwieweit die deutsche Außenpolitik gegenüber dem lateinamerikanischen Kontinent als einheitlich oder differenziert zu betrachten ist. Durch den Vergleich der beiden Fallbeispiele Brasilien und Peru analysiert der Autor die diplomatischen, wirtschaftlichen und entwicklungspolitischen Dimensionen der Beziehungen, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der deutschen Schwerpunktsetzung aufzudecken.
1. Ein Kontinent oder viele Länder – Einheitliche oder differenzierte deutsche Außenpolitik gegenüber Lateinamerika?
Lateinamerikas Stellenwert in der deutschen Außenpolitik hat in den vergangenen beiden Dekaden an Stellenwert verloren und droht für viele Beobachter „in der Vergangenheit zu verschwinden“ (Maihold/Stiegler 2006: 78). Während Lateinamerika sich zunehmend emanzipiert hat, erlebt Europa erstmals einen relativen Bedeutungsrückgang. Hintergrund sind Veränderungen im regionalen und internationalen Kontext, die sich in den letzten Jahren vollzogen haben. Während sich die traditionell in Lateinamerika präsenten Akteure, Europa und USA, anderen Weltregionen zugewandt haben, versucht nun vor allem China, das entstandene Vakuum in der Region auszufüllen. Die starke Ausrichtung Lateinamerikas auf die neuen dynamischen Märkte Asiens, neue weltweite strategische Allianzen, der Aufstieg regionaler Führungsmächte mit globalen Ansprüchen und nicht zuletzt das wirtschaftliche Potential der Region, lassen Lateinamerika nun erneut auf die politische Agenda Europas rücken.
Am 04. August 2010 stellte der ehemalige Bundesaußenminister Guido Westerwelle das neue Konzept der Bundesregierung für Lateinamerika und die Karibik vor. Das letzte und zugleich erste offizielle Strategiepapier für die Region geht auf das Jahr 1995 unter der Regierung von Helmut Kohl zurück. Damit reagierte die schwarz-gelbe Bundesregierung auf den eingangs genannten und zirka zwanzig Jahre andauernden Prozess, in dem Lateinamerika zunehmend von der politischen Agenda der deutschen Außenpolitik durch andere Themenfelder verdrängt worden ist. Das Ende des Ost-West-Konflikts und damit einhergehend die Integration der ehemals zur Sowjetunion gehörigen Länder oder der Internationale Terrorismus fanden nun vermehrt Aufmerksamkeit. Das vorgestellte Konzept spiegelt jedoch eine Illusion wider, nämlich die einer einheitlichen Politik gegenüber einer ganzen Region. Dem Dokument mangelt es an einer thematischen und länderbezogenen Beziehungsweise subregionalen Schwerpunktsetzung. Weitgehend dominieren Überlegungen die sich auf Lateinamerika als Ganzes beziehen. Schwerpunktsetzungen nach Ländern oder Regionen finden nicht statt. Eine gewisse Ausnahme bildet lediglich Brasilien, das die meisten Nennungen erfährt. Das übrige Lateinamerika wirkt vor diesem Hintergrund eher wie eine Restkategorie. (Vgl. Zilla 2012: 51)
1. Ein Kontinent oder viele Länder – Einheitliche oder differenzierte deutsche Außenpolitik gegenüber Lateinamerika?: Einleitung in die Fragestellung und Begründung der Untersuchung zur deutschen Regionalpolitik.
2. Der Begriff der Außenpolitik: Definition, Akteure und Politikfelder: Theoretische Fundierung des Außenpolitikbegriffs und Darstellung der handelnden Akteure sowie Politikfelder.
3. Deutschland und Lateinamerika: Überblick über die historischen und aktuellen Beziehungen zwischen Deutschland und der lateinamerikanischen Region.
4. Die Außenpolitik Deutschlands zu Brasilien und Peru: Detaillierte Analyse der diplomatischen, wirtschaftlichen und entwicklungspolitischen Dimensionen anhand der beiden Länderbeispiele.
5. Vergleich der jeweiligen außenpolitischen Schwerpunktsetzung Deutschlands in den Beziehungen mit Brasilien und Peru: Synthese und Gegenüberstellung der gewonnenen Erkenntnisse aus den beiden Länderstudien.
6. Fazit: Einheitliche und differenzierte deutsche Außenpolitik gegenüber Lateinamerika!: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage zur Kohärenz der deutschen Außenpolitik.
Außenpolitik, Deutschland, Lateinamerika, Brasilien, Peru, Wirtschaftskooperation, Entwicklungspolitik, Diplomatie, Global Governance, Strategische Partnerschaft, Außenwirtschaft, Klimaschutz, Interdependenz, regionale Akteure, bilaterale Beziehungen.
Die Arbeit untersucht, wie Deutschland seine Außenpolitik gegenüber Lateinamerika gestaltet und ob diese als einheitlich oder differenziert zu bewerten ist.
Die zentralen Felder sind die diplomatischen Beziehungen, die wirtschaftlichen Verflechtungen sowie die entwicklungspolitische Zusammenarbeit.
Das Ziel ist es, das vorherrschende Bild einer einheitlichen Deutschland-Lateinamerika-Politik zu hinterfragen und zu zeigen, dass die Strategien je nach Partnerland variieren.
Die Arbeit nutzt eine komparative Methode anhand zweier spezifischer Länderfallbeispiele, nämlich Brasilien und Peru.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Außenpolitik sowie eine detaillierte Analyse der Beziehungen zu Brasilien und Peru in drei Kernbereichen.
Begriffe wie Außenpolitik, bilaterale Beziehungen, Wirtschaftskooperation, Entwicklungspolitik und Strategische Partnerschaft stehen im Zentrum der Untersuchung.
Brasilien fungiert als bedeutende regionale Führungsmacht und ist der wichtigste Wirtschaftspartner Deutschlands auf dem Subkontinent.
In Peru liegt der Fokus der Zusammenarbeit stärker auf der demokratischen Stabilisierung und der Armutsbekämpfung, ergänzt durch spezifische Projekte im Umweltsektor.
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