Masterarbeit, 2014
176 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Eingrenzung
1.4 Vorgehensweise
1.5 Stand der Forschung
2 NS-Propaganda: Annäherung & Einordnung
2.1 Zur Begriffsgeschichte von Propaganda
2.2 Definition: Propaganda
2.3 Das Massenparadigma: Anker der NS-Propaganda
2.3.1 Rezeption durch Hitler
2.3.2 Rezeption durch Goebbels
3 Übergeordnete Modelle
3.1 Stimulus-Response-Modell – Grundlage der Konditionierung
3.2 Implizites & Explizites Gedächtnis
3.3 Vormacht der Emotionen
3.3.1 Definition: Emotion
3.3.2 Aufgaben von Emotionen
4 Der Weg zur Massenbeeinflussung
4.1 Machtübernahme & Gleichschaltung
4.2 Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda
4.3 Definition: Agenda Setting
4.4 Experiment: Agenda Setting
5 Kommunikationskonzept
5.1 Kommunikationsziele
5.2 Positionierungsstrategie
5.2.1 Positionierung durch Information
5.2.2 Positionierung durch Aktualität
5.2.2.1 Definition: Mere-Exposure-Effekt
5.2.2.2 Experiment: Mere-Exposure-Effekt
5.2.3 Emotionale Positionierung
5.2.3.1 Definition: Limbic-Ansatz
5.2.3.2 Limbic-Ansatz & Soziale Modelle
5.2.3.2.1 Definition: Lernen am Modell
5.3.3.2.2 Experiment: Lernen am Modell
5.3 Copy-Strategie
5.3.1 Definition: Operante & Instrumentelle Konditionierung
5.3.2 Experiment: Operante & Instrumentelle Konditionierung
6 Zentrale kommunikationspolitische Instrumente
6.1 Rundfunk
6.1.1 Definition: Schuldinduzierung
6.1.2 Experiment: Schuldinduzierung
6.2 Plakate
6.2.1 Sozialtechniken
6.2.2 Definition: Furchtinduzierung
6.2.3 Experiment: Furchtinduzierung
6.2.4 Definition: Archetypen
6.2.5 Experiment: Archetypen
6.2.6 Definition: Reziprozitätsprinzip
6.2.7 Experiment: Reziprozitätsprinzip
6.3 Film
6.3.1 Definition: Sündenbockmechanismus
6.3.2 Experiment: Sündenbockmechanismus
6.3.3 Definition: Stereotypisierung
6.3.4 Experiment: Stereotypisierung
6.3.5 Definition: Priming
6.3.6 Experiment: Priming
6.4 Führerkult
6.4.1 Definition: Autoritätsgehorsam
6.4.2 Experiment: Autoritätsgehorsam
6.4.3 Sympathie
6.4.3.1 Definition: Sympathie durch Ähnlichkeit
6.4.3.2 Experiment: Sympathie durch Ähnlichkeit
6.4.3.3 Definition: Sympathie durch Komplimente
6.4.3.4 Experiment: Sympathie durch Komplimente
6.5 Sprache
6.5.1 Definition: Assoziationsprinzip
6.5.2 Experiment: Assoziationsprinzip
6.5.3 Definition: Innere Bilder
6.5.4 Experiment: Innere Bilder
6.6 Veranstaltungen
6.6.1 Definition: Emotionale Konditionierung
6.6.2 Experiment: Emotionale Konditionierung
6.6.3 Definition: Prinzip der sozialen Bewährtheit
6.6.4 Experiment: Prinzip der sozialen Bewährtheit
6.7 Presse
7 Eigendynamik der NS-Propaganda
7.1 Definition: Kognitive Dissonanz
7.2 Experiment: Kognitive Dissonanz
7.3 Definition: Commitment
7.4 Experiment: Commitment
7.5 Definition: Schweigespirale
7.6 Experiment: Schweigespirale
8 Zusammenfassung & Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erstellung einer retrospektiven Analyse des nationalsozialistischen Propaganda-Apparates aus einer kommunikationswissenschaftlichen und werbepsychologischen Perspektive. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, inwieweit die damals praktizierten Techniken und Mechanismen der Massenbeeinflussung mit heute gebräuchlichen Methoden übereinstimmen und ob diese Mechanismen auch in der modernen Kommunikation Anwendung finden.
1.1 Problemstellung
Betrachtet man die im Nationalsozialismus angewandten Kommunikationstechniken und -mechanismen näher, werden Gemeinsamkeiten zu den heute gebräuchlichen deutlich. In der Literatur sind durchaus auch Analysen nach aktuellen Gesichtspunkten zu finden. Jedoch befassen sich diese entweder mit einem bestimmten Kommunikations-Instrument wie dem Film, einem Thema wie dem Antisemitismus oder sie konzentrieren sich auf ein einzelnes Phänomen, wie zum Beispiel dem betriebenen Personenkult in der NS-Zeit. Auch sind vereinzelt Übersichten über Propagandatechniken zu finden. Allerdings dienen diese vielmehr dem groben Überblick, um das Prinzip Propaganda besser zu verstehen, statt einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Eine komplette Benennung aller kommunikationspolitischen Instrumente inklusive angewandter Techniken und stimulierter Wirkmechanismen sucht man vergeblich. Es fehlt eine retrospektive Analyse des gesamten Propaganda-Apparates der Nationalsozialisten aus kommunikationspolitischer Sicht.
In der Geschichte Deutschlands waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts die politischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen äußerst zuträglich für die Ausübung von Propaganda. Nach der Machtergreifung folgte eine bis dato beispiellose Isolierung und Ausschöpfung der Massenmedien. Als Folge daraus konnten Kommunikationstechniken und dadurch stimulierte Mechanismen der menschlichen Psyche relativ ungestört ihre Wirkung entfalten. Das Dritte Reich ist daher von hoher praktischer Relevanz für Kommunikationsausübende, -lehrende und -lernende. Dafür fehlt bisher die wissenschaftliche Grundlage.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bleibende Aktualität von Propaganda und stellt die Zielsetzung auf, NS-Kommunikation mit modernen werbepsychologischen Erkenntnissen zu analysieren.
2 NS-Propaganda: Annäherung & Einordnung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Propaganda historisch und verortet die nationalsozialistische Praxis im Kontext des Massenparadigmas sowie der Ansichten Hitlers und Goebbels.
3 Übergeordnete Modelle: Hier werden psychologische Grundlagen wie das Stimulus-Response-Modell, das implizite Gedächtnis und die Vormacht der Emotionen erläutert, die das Fundament der Beeinflussung bilden.
4 Der Weg zur Massenbeeinflussung: Das Kapitel beschreibt die organisatorische Gleichschaltung der Medien und die Theorie des Agenda Setting als Instrument zur Steuerung der öffentlichen Meinung im Dritten Reich.
5 Kommunikationskonzept: Dieses Kapitel rekonstruiert das implizite Kommunikationskonzept der NS-Propaganda, insbesondere die Positionierungsstrategien und die Copy-Strategie zur massenpsychologischen Steuerung.
6 Zentrale kommunikationspolitische Instrumente: Es folgt eine detaillierte Analyse der einzelnen Medien wie Rundfunk, Plakate, Film und Presse, ergänzt durch Definitionen und Experimente zu den jeweils eingesetzten Techniken.
7 Eigendynamik der NS-Propaganda: Abschließend werden psychologische Mechanismen wie kognitive Dissonanz und Schweigespirale betrachtet, die das System der Massenbeeinflussung nachträglich verstärkten.
8 Zusammenfassung & Ausblick: Das Fazit zieht den Schluss, dass die Mechanismen der NS-Propaganda in ihrer Grundstruktur bis heute in modernen westlichen Industrienationen, insbesondere durch die Konsumindustrie, fortbestehen.
Nationalsozialismus, Propaganda, Massenkommunikation, Werbepsychologie, Limbic-Ansatz, Konditionierung, Agenda Setting, Führerprinzip, Sündenbockmechanismus, Stereotypisierung, Priming, kognitive Dissonanz, Schweigespirale, Reziprozitätsprinzip, Massenpsychologie.
Die Arbeit untersucht die Kommunikationsinstrumente und -techniken des Nationalsozialismus aus einer kommunikationspolitischen und werbepsychologischen Sicht, um Gemeinsamkeiten zur heutigen kommerziellen und politischen Kommunikation aufzuzeigen.
Die zentralen Themen umfassen Massenpsychologie, Konditionierungsmodelle, die Instrumentalisierung von Medien wie Film und Rundfunk sowie die psychologischen Mechanismen hinter politischer Manipulation.
Das primäre Ziel ist es, das nationalsozialistische Propaganda-System mit modernen Modellen der Verhaltensbeeinflussung abzugleichen, um ein vollständiges Bild der angewandten Methoden und deren Wirksamkeit zu zeichnen.
Die Arbeit nutzt einen deskriptiven und retrospektiven Ansatz, der historische Propaganda-Ereignisse und Quellen der NS-Zeit mit aktuellen Erkenntnissen aus der Werbepsychologie, Kognitionswissenschaft und Soziologie verknüpft.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Modelle der Massenpsychologie und Konditionierung) dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung der eingesetzten Medien (Rundfunk, Plakate, Film, Presse) und der darin enthaltenen psychologischen Mechanismen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie NS-Propaganda, Limbic-Ansatz, Konditionierung, Agenda Setting und kognitive Dissonanz aus.
Der Limbic-Ansatz dient dazu, die emotionale Ausrichtung der NS-Propaganda besser zu verstehen. Er erklärt, warum Botschaften, die auf Dominanz, Balance oder Stimulanz abzielen, besonders effektiv auf das limbische System der Rezipienten wirken konnten.
Die Autorin argumentiert, dass die manipulativen Techniken zur Steuerung von Einstellungen und Verhalten – etwa durch Appelle an Emotionen und unbewusste Verarbeitung – im Nationalsozialismus und in der heutigen Konsum- und Unterhaltungsindustrie strukturell identisch sind.
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