Examensarbeit, 2013
37 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Unternehmenskommunikation
2.1 Definition & Abgrenzung
2.2 Anspruchsgsruppen & Ziele
2.3 Wirkungsmodell nach Steffenhagen
2.4 Herausforderungen heutiger Unternehmenskommunikation
3 Die Erzählung – Mutter des Storytelling
3.1 Historische Hintergründe
3.2 Definition „Erzählung“
3.3 Kernelemente von Geschichten
3.3.1 Das klassische Drama
3.3.2 Die Heldenreise
4 Storytelling in der Unternehmenskommunikation
4.1 Definition & Ziele
4.2 Storytelling vs. Wirkungsmodell nach Steffenhagen
4.2.1 Wahrnehmungswirkung
4.2.2 Emotions- und Informationswirkung
4.2.3 Einstellungs- und Verhaltenswirkung
4.2.4 Gedächtniswirkung
5 Fallstricke & Fazit
Diese Arbeit untersucht, inwiefern Storytelling als strategisches Instrument der Unternehmenskommunikation geeignet ist, um in einer von Informationsflut und gesättigten Märkten geprägten Umgebung Aufmerksamkeit zu erzielen, Vertrauen aufzubauen und Markenwerte nachhaltig bei den relevanten Bezugsgruppen zu verankern.
3.3.1 Das klassische Drama
Vor dem Hintergrund des intuitiven Erzählens von Geschichten wird klar, warum Erörterungen seit jeher der Basisstruktur nach Aristoteles mit Einleitung, Hauptteil und Schluss folgen (Link 1979). Sie wird in der Theater-, Film- und Literaturwissenschaft mit einem Spannungsbogen, also der Dramaturgie, angereichert. Dieses Muster wurde gemäß Serrano (2012) seit der griechischen Antike kaum variiert. Abbildung II zeigt das klassische Drama mit seinen fünf Akten, die jeweils eine bestimmte Funktion der Gesamthandlung innehaben:
1. Akt: Exposition (Einführung in das Thema und den Personenkreis)
2. Akt: Ein Konflikt wird klar
3. Akt: Höhepunkt des Konflikts
4. Akt: Peripetie (der Wendepunkt)
5. Akt: Tragische oder komische Lösung (Happy End oder nicht)
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz des Storytelling als altes Instrument der Wissensvermittlung dar und formuliert die Forschungsfrage bezüglich dessen Eignung für moderne Unternehmenskommunikation.
2 Unternehmenskommunikation: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe der Unternehmenskommunikation definiert, Anspruchsgruppen identifiziert und das Wirkungsmodell nach Steffenhagen als analytischer Rahmen eingeführt.
3 Die Erzählung – Mutter des Storytelling: Das Kapitel beleuchtet die historischen Ursprünge des Erzählens und analysiert Kernelemente wie das klassische Drama sowie die archetypische Heldenreise als Strukturgeber für Geschichten.
4 Storytelling in der Unternehmenskommunikation: Hier wird der Transfer der theoretischen Erkenntnisse in die Praxis vollzogen, indem die Wirkungsweise von Storytelling anhand des Steffenhagen-Modells in Bezug auf Wahrnehmung, Emotion, Einstellung und Gedächtnis untersucht wird.
5 Fallstricke & Fazit: Das Kapitel diskutiert kritische Erfolgsfaktoren wie Authentizität und Wahrheitsgehalt und schließt mit der Bewertung, dass Storytelling ein wirkungsvolles, aber anspruchsvolles Instrument darstellt.
Storytelling, Unternehmenskommunikation, Heldenreise, Markenführung, Wirkungsmodell, Image, Reputation, Authentizität, Gedächtniswirkung, Kundenbindung, Stakeholder, Unternehmenswerte, Emotion, Informationsverarbeitung, Kommunikationsexperten
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Storytelling als Instrument in der modernen Unternehmenskommunikation genutzt werden kann, um Ziele wie Imageaufbau und Reputation erfolgreich zu erreichen.
Die zentralen Felder sind die theoretische Abgrenzung der Unternehmenskommunikation, die narrativen Strukturen (Dramaturgie und Heldenreise) und die psychologische Wirkungsweise von Geschichten.
Ziel ist es zu beurteilen, ob sich Storytelling als gehirngerechte und effektive Kommunikationsform eignet, um Marken in gesättigten Märkten erfolgreich von Wettbewerbern abzugrenzen.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die durch Literaturrecherche und die Analyse von Fallbeispielen gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis des Erzählens und die Überprüfung der Storytelling-Wirkung mittels psychologischer Stufenmodelle sowie praktischer Beispiele aus dem Marketing.
Neben Storytelling und Unternehmenskommunikation sind Begriffe wie Heldenreise, Markenführung, Authentizität und Gedächtniswirkung zentral für das Verständnis der Arbeit.
Die Heldenreise bietet ein universelles Grundmuster, das Unternehmen dabei hilft, ihre eigene Entwicklung und Innovation in eine für Rezipienten nachvollziehbare und spannende Geschichte zu übertragen.
Die Glaubwürdigkeit ist das wichtigste immaterielle Kapital. Da Konsumenten Manipulationsversuche erkennen, muss Storytelling stets auf einem hohen Wahrheitsgehalt basieren und die Werte des Unternehmens authentisch widerspiegeln.
Geschichten aktivieren durch ihre bildhafte Struktur beide Gehirnsysteme (Sprach- und Bildcode), wodurch Informationen emotional verknüpft und damit deutlich besser im Gedächtnis gespeichert werden.
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