Bachelorarbeit, 2014
41 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Was ist Gewalt?
2.1 Gewaltformen gegen Pflegebedürftige
2.2. Personale/direkte Gewalt
2.2.1 Körperliche Gewalt
2.2.2 Psychische Gewalt
2.2.3 Finanzielle Ausbeutung
2.2.4 Einschränkung des freien Willens
2.2.5 Vernachlässigung
2.3 Strukturelle Gewalt
2.4 Kulturelle Gewalt
3. Was sind Aggressionen?
3.1 Physische Aggressionsform
3.2 Non-verbale Aggressionsform
3.3 Verbale Aggressionsform
4. Zahlen, Daten, Fakten – Gewalt gegen Pflegebedürftige
5. Gründe, Ursachen und Auslöser von Gewalt und Aggressionen gegenüber der Pflegebedürftigen
5.1 Überforderung der Pflegekräfte durch die strukturellen Begebenheiten
5.2 Frustration der Pflegekräfte durch die hierarchische Rangordnung
5.3 Überforderung der Pflegekräfte durch die Pflegebedürftigen
5.4 Überforderung der Pflegekräfte durch private Einflussfaktoren
5.5 Frustration der Pflegekräfte durch zu geringes Einkommen
5.6 Burnout der Pflegekräfte
6. Prävention und Lösungsansätze gegen Gewalt und Aggressionen an Pflegebedürftige
6.1 Lösungsansätze aus betrieblicher Sicht
6.1.1 Fortbildungsangebote, Coaching und Weiterbildung
6.1.2 Supervision
6.1.3 Jahresmitarbeitergespräch
6.1.4 Personale Strukturen
6.1.5 Räumliche Strukturen
6.1.6 Handlungsspielräume
6.1.7 Mitarbeiterbesprechungen
6.1.8 Belohnung der Mitarbeiter
6.2 Lösungsansätze aus privater Sicht
6.2.1 Selbsthilfegruppen
6.2.2 Familienberatung
6.2.3 Entwicklung persönlicher Entlastungsstrategien
6.2.4 Bewältigung von Burnout
6.2.5 Umgang mit Aggressionen
6.3 Lösungsansätze aus behördlicher Sicht
6.3.1 Medizinischer Dienst der Krankenkassen
6.3.2 Wohn- und Pflegeaufsicht
7. Schlussbetrachtung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Strategien zur Prävention von Gewalt und Aggressionen durch Pflegekräfte gegenüber Pflegebedürftigen in der stationären Altenpflege aufzuzeigen, indem Ursachen analysiert und präventive Lösungsansätze für Betrieb, Privatsphäre und behördliche Aufsicht erarbeitet werden.
5.6 Burnout der Pflegekräfte
Burnout ist der Zustand andauernder Erschöpfung infolge von chronischem Stress. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch eine emotionale Entkräftung (emotionale Erschöpfung), eine gleichgültige, distanzierte Einstellung gegenüber der Arbeit (Depersonalisation) und das Gefühl des beruflichen Versagens und des Vertrauensverlustes in die eigenen Fähigkeiten (Reduzierung der persönlichen Leistungsfähigkeit).
Der Begriff wurde im Jahre 1970 zum ersten Mal von dem Psychoanalytiker Freudenberger verwendet. In der stationären Altenpflege wirkt sich die Erkrankung in Form einer geringen Arbeits- und Leistungsfähigkeit oder krankheitsbedingten Fehlzeiten aus.
Laut eines Reportes einer gesetzlichen Krankenkasse haben sich die Krankschreibungen zwischen 1997 und 2012 mehr als verdoppelt. Im Jahre 1997 war jeder 50. Arbeitnehmer betroffen und arbeitsunfähig geschrieben worden. Im Jahre 2012 war jeder 22. Arbeitnehmer betroffen. Es erfolgte also ein Anstieg von 165 Prozent.
Anhand der geringen Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Pflegekräfte, kann ein nicht zurechnungsfähiger Umgang mit Pflegebedürftigen abgeleitet werden. Aufgrund der Überforderung der Pflegekräfte und das nicht eingestehen der Erkrankung besteht die Gefahr, dass sie ihre Aggressionen an den Bewohnern auslassen, Gewalt ausüben oder auch Bewohner in der pflegerischen und medizinischen Versorgung vernachlässigen oder sogar auch falsch behandeln. Die genannten Fehlversorgungen können fahrlässig aber auch vorsätzlich ausgeübt werden.
1. Einleitung: Die Autorin begründet die Wahl des Themas Gewalt in der Altenpflege durch ihre berufliche Erfahrung und den demografischen Wandel sowie die damit verbundene Notwendigkeit des Mitarbeiterschutzes.
2. Was ist Gewalt?: Definition des Gewaltbegriffs anhand theoretischer Modelle und Abgrenzung verschiedener Gewaltformen wie physische, psychische und strukturelle Gewalt.
3. Was sind Aggressionen?: Theoretische Einordnung von Aggressionen und Darstellung ihrer Erscheinungsformen wie physische, non-verbale und verbale Aggressionen.
4. Zahlen, Daten, Fakten – Gewalt gegen Pflegebedürftige: Zusammenfassung empirischer Studien zur Prävalenz von Gewalt in der Pflege und statistische Einordnung des Ausmaßes von Pflegefehlern.
5. Gründe, Ursachen und Auslöser von Gewalt und Aggressionen gegenüber der Pflegebedürftigen: Analyse der Faktoren, die Pflegekräfte zur Gewaltanwendung führen, darunter Personalmangel, Hierarchien und Burnout.
6. Prävention und Lösungsansätze gegen Gewalt und Aggressionen an Pflegebedürftigen: Vorstellung konkreter Maßnahmen auf betrieblicher, privater und behördlicher Ebene zur Vermeidung von Gewalt.
7. Schlussbetrachtung: Resümee der Arbeit mit der Bestätigung, dass Überforderung ein wesentlicher Faktor für Gewalt ist und Prävention trotz hoher Kosten betriebswirtschaftlich sinnvoll bleibt.
Altenpflege, Gewaltprävention, Pflegekräfte, Aggressionen, Burnout, Stress, Personalschlüssel, Überforderung, Arbeitsbedingungen, Pflegedokumentation, Supervision, Gesundheitsförderung, stationäre Pflege, Bewohner, Strukturqualität.
Die Arbeit untersucht das Thema Gewalt durch Pflegekräfte gegenüber Pflegebedürftigen in stationären Altenpflegeeinrichtungen.
Zu den Schwerpunkten gehören die Definition von Gewalt und Aggression, die Ursachen für gewalttätiges Verhalten bei Pflegekräften und Möglichkeiten der Prävention.
Die zentrale Frage ist, ob Gewalt durch die hohen Anforderungen und die Überforderung der Pflegekräfte entsteht.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Studien sowie Berichten zur Situation in der stationären Altenpflege.
Der Hauptteil analysiert die Ursachen wie Personalmangel, Hierarchien und Burnout sowie Lösungsansätze für Betriebe, das Privatleben und behördliche Kontrollen.
Wichtige Begriffe sind Altenpflege, Gewaltprävention, Pflegekräfte, Aggressionen, Burnout, Arbeitsbedingungen und stationäre Pflege.
Burnout führt zu emotionaler Erschöpfung und reduzierter Leistungsfähigkeit, was die Gefahr erhöht, dass Pflegekräfte Aggressionen an den Bewohnern auslassen.
Angehörige können sich bei Unzufriedenheit an die zuständigen Kontrollbehörden oder den Medizinischen Dienst wenden, um Missstände aufzudecken.
Es sind Freiräume für Pflegekräfte, unterteilt in Entscheidungs-, Tätigkeits-, Interaktions- und Anerkennungsspielräume, die helfen, Frustration zu mindern.
Empfohlen wird das sofortige Verlassen der Situation, das Aufsuchen eines leeren Raumes zum Dampfablassen und der Austausch mit Kollegen.
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