Bachelorarbeit, 2014
44 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Mobbing: Definitionsansätze und Erscheinungsformen
2.1 Definitionsansätze
2.2 Differenzierungen der Mobbing-Handlungen nach spezifischen Kategorien
3 Die Phasen des Mobbing
4 Ursachen von Mobbing
4.1 Opfer- und Täterfaktoren
4.2 Wissenschaftliche Begründungsversuche für Mobbing-Handlungen
5 Soziale Konsequenzen von Mobbing und deren Folgen für die Mobbing-Opfer
6 Mögliche Maßnahmen gegen Mobbing-Vorgänge
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das soziale Problem des Mobbings in der Arbeitswelt mit einem besonderen Fokus auf die öffentliche Verwaltung. Ziel ist es, Ursachen, Verlaufsformen und soziale Konsequenzen von Mobbing zu analysieren sowie präventive Maßnahmen und Lösungsstrategien aufzuzeigen, um die Belastungen für betroffene Mitarbeiter zu verringern.
3 Die Phasen des Mobbing
O. Neuberger teilt den Verlauf von Mobbing-Handlungen in fünf unterschiedliche Phasen ein. Am Beginn stehen kleinere Konflikte, worauf in der zweiten Phase deutliche Mobbing-Handlungen mit „Psychoterror“ folgen. In der dritten Phase weiten sich die Vorfälle zu Rechtsbrüchen aus. Die vierte Phase ist von möglichen Krankheitsproblematiken des Betroffenen gekennzeichnet („stigmatisierende Diagnosen“) und die fünfte Phase endet gegebenenfalls mit der Aufgabe des Arbeitsplatzes bzw. dem Ausscheiden des Betroffenen aus der Arbeitswelt überhaupt.
Die in der ersten Phase des Mobbing vorfallenden kleineren Konflikte bilden zunächst keinen auffallenden Zusammenhang mit den möglichen späteren Mobbing-Handlungen. Da sich solche Konflikte als normale Problematiken an einem Arbeitsplatz darstellen, ist hier zunächst der Mobbing-Verlauf nicht absehbar. Solche Konflikte lassen sich beilegen, indem man sie entsprechend bearbeitet, sich die „Mobber“ bei dem Betroffenen für eine Beleidigung entschuldigen. Bleibt der Konflikt jedoch unbearbeitet, besteht das Risiko, dass sich allmählich eine aggressive Atmosphäre unter den Mitarbeitern ausbreitet. Das Risiko, dass sich auf diese Weise ein kleiner Konflikt in eine Eskalation hinein entwickelt und Mobbing-Folgen zeigt, ist gegeben.
Je länger man einen solchen Konflikt unbearbeitet lässt, desto stärker entwickelt sich eine Konfliktproblematik, die mit rationalen Mitteln kaum noch zu lösen ist. Da die Betroffenen meist reizbar und irritiert sind, entsteht auch auf ihrer Seite eine Abwehrhaltung, die aus bloßer Gegenaggression bestehen kann. O. Neuberger beschreibt diese Phase als „eine Art Situationsbeschreibung des üblichen“, wie es an vielen Arbeitsplätzen vorkommt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Mobbing als soziales Problem in der modernen Gesellschaft und stellt die Forschungsfrage nach Möglichkeiten der Prävention und Einflussnahme in der öffentlichen Verwaltung.
2 Mobbing: Definitionsansätze und Erscheinungsformen: Dieses Kapitel definiert Mobbing anhand verschiedener Fachansätze und differenziert Mobbing-Handlungen nach kategorialen Gesichtspunkten.
3 Die Phasen des Mobbing: Der Verlauf von Mobbing wird in fünf aufeinanderfolgende Eskalationsstufen unterteilt, von initialen Konflikten bis hin zum Austritt aus der Arbeitswelt.
4 Ursachen von Mobbing: Hier werden individuelle Täter- und Opfermerkmale sowie systemische Ursachen in Organisationen und Arbeitsumgebungen analysiert.
5 Soziale Konsequenzen von Mobbing und deren Folgen für die Mobbing-Opfer: Dieses Kapitel beleuchtet die schwerwiegenden physischen, psychischen und volkswirtschaftlichen Auswirkungen von Mobbing.
6 Mögliche Maßnahmen gegen Mobbing-Vorgänge: Es werden verschiedene innerbetriebliche und außerbetriebliche Lösungs- und Präventionsstrategien diskutiert, inklusive Dienstvereinbarungen und Mediationsansätzen.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit von präventiven Strukturen sowie einer sozialen Sensibilisierung, um Mobbing effektiv zu minimieren.
Mobbing, Psychoterror, Arbeitsplatz, soziale Konsequenzen, Konfliktmanagement, Prävention, Mobbing-Report, Verwaltung, Täter-Opfer-Dynamik, Eskalationsphasen, Gesundheit, Arbeitsklima, Mediation, Dienstvereinbarung, Sozialisationstheorie.
Die Arbeit analysiert das soziale Problem des Mobbings in der modernen Arbeitswelt, insbesondere im Kontext der öffentlichen Verwaltung, und beleuchtet dessen Ursachen, Verläufe und Folgen.
Zentrale Themen sind die Definition von Mobbing, die verschiedenen Phasen einer Mobbing-Karriere, die psychologischen und organisatorischen Ursachen sowie die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen.
Die Arbeit fragt nach Möglichkeiten der öffentlichen Verwaltung, präventiv gegen Mobbing vorzugehen oder den Ablauf und die sozialen Folgen von Mobbingprozessen positiv zu beeinflussen.
Die Arbeit basiert auf einer ausführlichen Literaturrecherche und wertet empirische Daten aus renommierten Quellen wie dem "Mobbing-Report" aus.
Im Hauptteil werden die Definitionen, die Phasen des Mobbings, die Ursachenforschung sowie die Konsequenzen und möglichen Gegenmaßnahmen (z. B. durch Dienstvereinbarungen) detailliert dargestellt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mobbing, Psychoterror, Arbeitsklima, Prävention, Eskalationsphasen und soziale Folgen charakterisieren.
Die Arbeit stellt fest, dass Beamte aufgrund des besonderen Kündigungsschutzes oft länger in einer Mobbing-Situation verharren, anstatt den Arbeitsplatz zu wechseln, was häufig zu einer höheren Quote an krankheitsbedingten Ausfällen führt.
Das schwedische Modell wird als Beispiel für eine "Anti-Mobbing-Verordnung" angeführt, die gesetzlich verpflichtet, Arbeitsabläufe präventiv so zu strukturieren, dass Mobbing gar nicht erst entstehen kann.
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