Bachelorarbeit, 2015
49 Seiten, Note: 1,0
A. Einleitung
I. Relevanz
II. Zielsetzung
III. Gang der Argumentation
B. Unregelmäßigkeiten im Jahresabschluss
I. Der Begriff Fraud
1. Definition und Abgrenzung zu Error
2. Das Fraud Triangle
3. Kategorisierung von Fraud
a) Einteilung gemäß der Association of Certified Fraud Examiners
b) Einteilung gemäß dem Institut der Wirtschaftsprüfer
aa) Vermögensschädigungen und Gesetzesverstöße
bb) Täuschungen
II. Bilanzpolitik versus Bilanzmanipulation
1. Definition Bilanzpolitik und Abgrenzung
2. Möglichkeiten der Manipulation
C. Methoden eines Abschlussprüfers zur Aufdeckung von Fraud Accounting
I. Ziele der Abschlussprüfung
II. Der Einsatz von Prüfungssoftware im Rahmen der Abschlussprüfung
III. Verfahren im Überblick
1. Verfahren in der Phase der Prüfungsplanung
a) Red Flag Checklisten
b) Analytische Prüfungshandlungen
aa) Vorjahresvergleich
bb) Kennzahlenanalyse
cc) Zeitreihen- bzw. Trendanalyse
dd) Regressionsanalyse
ee) Künstliche neuronale Netze
2. Verfahren in der Phase der Prüfungsdurchführung
a) Ziffernanalyse
b) Regelbasierte Datenauswertung
aa) Duplikatsanalyse
bb) Lückenanalyse
c) Mining Verfahren
aa) Data Mining
bb) Text Mining
IV. Benford’s Law im Detail
1. Geschichtlicher Hintergrund
2. Mathematische Grundlagen und Definition
3. Voraussetzungen
4. Benford’s Law als Werkzeug des Abschlussprüfers
a) Anwendungsbereich
b) Anwendungsmöglichkeiten
c) Die Auffälligkeit manipulierter Daten
d) Messung der Abweichung mittels Chi-Quadrat-Anpassungstest
e) Möglichkeiten der Unterstützung durch Prüfungssoftware
f) Bewertung
D. Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht Betrugsversuche in der Rechnungslegung (Fraud Accounting) aus der Perspektive des Abschlussprüfers. Das primäre Ziel ist es, die Grundlagen von Fraud zu beleuchten, eine präzise Abgrenzung zwischen legaler Bilanzpolitik und illegaler Bilanzmanipulation vorzunehmen sowie verschiedene Methoden zur Identifizierung und Aufdeckung von Fraud – mit besonderem Fokus auf der Ziffernanalyse und dem Gesetz von Benford – vorzustellen und kritisch zu bewerten.
1. Definition und Abgrenzung zu Error
Der Begriff „Fraud“ stammt vom lateinischen Wort „fraus“ ab, welches mit Betrug, Täuschung oder Hinterlist übersetzt werden kann. Doch jene Übersetzungsmöglichkeiten decken bei weitem nicht die gesamte Bandbreite dieses Begriffes ab. Daher erscheint es auch logisch, dass sich bis heute noch keine einheitliche Definition durchsetzen konnte. Im Folgenden wird versucht, Fraud mittels des HGB sowie einer Definition des Instituts der Wirtschaftsprüfer näher zu präzisieren.
Das HGB schreibt hierzu lediglich in § 317 I 3, dass Unrichtigkeiten und Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften, Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags oder gegen die Satzung, die sich auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich auswirken, bei gewissenhafter Berufsausübung erkannt werden müssen. Jedoch wird aufgrund fehlender Definition nicht ersichtlich, was unter den Begriffen Unrichtigkeiten und Verstöße zu verstehen ist.
Das Institut der Wirtschaftsprüfer versucht, dieses Problem mit ihrem Prüfungsstandard 210 zu lösen. Diesem folgend können in Abschlüssen eines Unternehmens falsche Angaben enthalten sein, welche entweder auf Fraud oder Error zurückzuführen sind.
Verstöße müssen laut dem IDW beabsichtigt gewesen sein und gegen gesetzliche Vorschriften oder Rechnungslegungsgrundsätze verstoßen haben.
Bei einer Unrichtigkeit hingegen handelt es sich um unbeabsichtigt gemachte Falschangaben, wie z.B. Schreib- oder Rechenfehler, falsche Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen oder das Übersehen bzw. Falscheinschätzen von Sachverhalten.
A. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Relevanz von Betrugsdelikten in Unternehmen und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie den Gang der Argumentation vor.
B. Unregelmäßigkeiten im Jahresabschluss: Dieses Kapitel definiert den Begriff Fraud, erläutert das Fraud Triangle und grenzt Fraud sowie Bilanzmanipulation von legaler Bilanzpolitik ab.
C. Methoden eines Abschlussprüfers zur Aufdeckung von Fraud Accounting: Der Hauptteil erläutert diverse Verfahren zur Betrugsaufdeckung, darunter analytische Prüfungshandlungen, Mining-Verfahren und das Gesetz von Benford.
D. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Softwareunterstützung sowie der Kombination verschiedener Prüfungsmethoden.
Fraud Accounting, Bilanzmanipulation, Jahresabschlussprüfung, Fraud Triangle, Ziffernanalyse, Gesetz von Benford, Abschlussprüfer, Wirtschaftsdelikte, Bilanzpolitik, Prüfungssoftware, Data Mining, Anomalie-Erkennung, Chi-Quadrat-Anpassungstest, Risikoeinschätzung, Unregelmäßigkeiten.
Die Arbeit befasst sich mit der Aufdeckung von Betrugsversuchen in der Rechnungslegung (Fraud Accounting) aus der Sicht eines Abschlussprüfers.
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung von Fraud, die Abgrenzung zur legalen Bilanzpolitik sowie die Vorstellung und Bewertung verschiedener technischer Methoden zur Betrugsidentifizierung.
Das Ziel ist es, dem Leser einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten zur Aufdeckung von Fraud Accounting zu verschaffen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Ziffernanalyse liegt.
Der Autor führt eine fundierte Literaturanalyse durch, stellt theoretische Modelle (wie das Fraud Triangle) vor und analysiert praktisch anwendbare Verfahren der digitalen Datenanalyse und Statistik für Abschlussprüfer.
Der Hauptteil behandelt ausführlich die Phasen der Prüfungsplanung und -durchführung, inklusive analytischer Prüfungshandlungen, regelbasierter Datenauswertung, Mining-Verfahren und detailliert das Gesetz von Benford.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Fraud Accounting, Bilanzmanipulation, Ziffernanalyse, Benford’s Law und die Rolle des Abschlussprüfers bei der Aufdeckung von Unregelmäßigkeiten.
Bilanzpolitik bewegt sich innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen (GoB), während Bilanzmanipulation einen bewussten Verstoß gegen diese Normen darstellt und illegal ist.
Es bietet ein theoretisches Erklärungsmodell für die Entstehung von Betrug durch das Zusammenspiel von Anreiz, Gelegenheit und Einstellung.
Es dient als mathematisches Werkzeug, um anhand der Ziffernverteilung in Datensätzen auf mögliche Manipulationen hinzuweisen, da natürliche Daten oft einer spezifischen logarithmischen Verteilung folgen.
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