Hausarbeit (Hauptseminar), 2013
28 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Lope de Vega und die Liebe nach Marín
3. Die Liebe im Theater bei Lope de Vega nach Marín
4. Die Liebe in „Peribáñez y el Comendador de Ocaña“
4.1. El triángulo amoroso
4.2. Die Themen der Liebe und ihre Sprache
4.2.1. 1. Akt
4.2.1.1. Szene 1: Hochzeit, Eifersucht, Schönheit, Partnerschaft und Gottesliebe
4.2.1.2. Szene 6: Zuneigung, Zuhause und Annäherungsversuche
4.2.1.3. Szene 9: Liebe und Ehe
4.2.1.4. Szene 11: Schönheit
4.2.1.5. Szene 12: Intrige
4.3.1.6. Szene 13: Leidenschaft und Flitterwochen
4.2.1.7. Szene 17: Wünsche
4.2.2. 2. Akt
4.2.2.1. Szene 4: Intrige
4.2.2.2. Szene 5: Angst und Schutz
4.2.2.3. Szene 9: Intrige
4.2.2.4. Szene 11: Vorsichtsmaßnahmen
4.2.2.5. Szene 12: Verführungsversuch
4.2.2.6. Szene 15: Intrige
4.2.2.7. Szene 20: Schönheit
4.2.2.8. Szene 23: Zuneigung
4.2.3. 3. Akt
4.2.3.1. Szene 17: Rache
4.3.2.2. Szene 27: Liebe und Treue
5. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die vielseitigen Facetten der Liebe im Theaterstück „Peribáñez y el Comendador de Ocaña“ von Lope de Vega. Ziel ist es, die sprachliche Einbettung dieser Themen sowie die Kontrastierung der Liebeskonzepte innerhalb eines geschlossenen Dramas unter Anwendung der Analysetheorie von Volker Klotz darzustellen.
4.2.1.1. Szene 1: Hochzeit, Eifersucht, Schönheit, Partnerschaft und Gottesliebe
Die erste Szene beginnt gleich mit dem Höhepunkt und Symbol der Liebe, der Hochzeit von Casilda und Peribáñez. Peribáñez, Casilda und ihre Cousine Inés reden über die Eifersucht. Casilda hofft, dass Peribáñez ihr niemals die Gelegenheit zur Eifersucht geben wird und Peribáñez antwortet darauf, dass sie von ihm nicht erfahren wird, wie sich Eifersucht anfühlt. Inés wendet jedoch ein, dass es in der Liebe wohl darum ginge zu lernen, eben mit dieser Eifersucht umzugehen.
Hier findet man kurze Verse in Form der Stichomythie vor, die typisch für die Sprache im geschlossenen Drama sind, auch wenn in Peribáñez y el Comendador de Ocaña oft Monologe oder Dialoge in Langfersen vorkommen, die eher beispielhaft für die offene Form in Drama sind. Selbst in den dynamischen Höhepunkten des Dialogs - den stichomythischen Partien, in denen die Sprecher einander Zeile für Zeile kontern - schwindet Spontaneität vor der Macht der Rhetorik, d.h. vor der kunstreichen und distanzierenden Bewältigung dessen, was die Personen verhandeln und was sie bewegt. Eine kunstvolle, figurreiche Rhetorik, der es gleichwohl an innerer Beteiligung nicht mangelt. Die Partner reichen einander die Stichworte und wandeln sie ab.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Liebe im spanischen Theater des Siglo de Oro und stellt das Forschungsziel sowie die methodische Grundlage dar.
2. Lope de Vega und die Liebe nach Marín: Dieses Kapitel gibt einen biografischen Überblick über die intensiven Liebesbeziehungen Lope de Vegas und deren Einfluss auf sein Werk.
3. Die Liebe im Theater bei Lope de Vega nach Marín: Hier wird das dualistische Liebeskonzept Lopes erläutert, welches zwischen erotischer Leidenschaft und neuplatonischer Idealisierung differenziert.
4. Die Liebe in „Peribáñez y el Comendador de Ocaña“: Das Hauptkapitel analysiert die thematische und sprachliche Ausgestaltung der Liebe anhand der Szenenfolge und des Liebesdreiecks.
5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse zur perfekten Liebe zwischen Casilda und Peribáñez und bestätigt die Anwendung der Theorie von Klotz auf das untersuchte Drama.
Lope de Vega, Peribáñez, Casilda, Liebe, Ehre, Eifersucht, geschlossenes Drama, Stichomythie, Sprache der Liebe, Siglo de Oro, Liebesdreieck, Rhetorik, soziale Schichten, idealisierte Liebe, Leidenschaft
Die Arbeit untersucht das zentrale Thema der Liebe in Lope de Vegas Theaterstück „Peribáñez y el Comendador de Ocaña“ und analysiert, wie dieses Motiv innerhalb der Dramenstruktur verarbeitet wird.
Die Analyse konzentriert sich insbesondere auf die gegensätzlichen Liebeskonzepte, das Rollenbild von Mann und Frau, die Bedeutung der Ehre sowie die sprachliche Gestaltung des Werkes.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Lope de Vega Liebesbeziehungen sprachlich unterstreicht, in sein Werk einbettet und durch gezielte Kontraste die Dynamik zwischen den Figuren hervorhebt.
Die Autorin kombiniert eine chronologische Interpretation der Liebesthemen mit einer spezifischen sprachanalytischen Methode nach Volker Klotz, um die Form des „geschlossenen Dramas“ zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Liebesdreiecks (Triángulo amoroso) sowie eine detaillierte, szenenweise Analyse der Liebesthemen über alle drei Akte hinweg.
Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Liebe, Ehre, Eifersucht, geschlossenes Drama, Stichomythie und das Liebeskonzept nach Marín.
Während die Beziehung zwischen Casilda und Peribáñez als "perfekte Liebe" (Ausgewogenheit von Körper und Geist) dargestellt wird, repräsentiert die Liebe des Comendadors lediglich eine rein leidenschaftliche und intrigenbehaftete Form.
Klotz beschreibt die Sprache im geschlossenen Drama als kunstvolle, rhetorisch geprägte Kommunikation, in der sich die Dialogpartner gegenseitig Stichworte liefern und diese innerhalb der Argumentation verarbeiten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

