Hausarbeit (Hauptseminar), 2013
41 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die Sportsprache Spaniens
2.1 Die spanische Sportsprache als Sondersprache nach Pfändler
2.2 Definitionsversuche für „Sportsprache“ nach Born und Lieber
2.3 Die spanische Sportsprache der Gegenwart nach Berner
2.3.1 Stellenwert und Bedeutung des Sports in Spanien
2.3.2 Zur Definition „Sportsprache“
2.3.3 Einordnung der Sportsprache
3 Wortschatz des Gerätturnens im Spanischen
3.1 Quellen
3.2 Wortlisten
4 Analyse der Wortlisten
4.1 Entlehnungen
4.1.1 Germanismus
4.1.2 Gallizismus
4.1.3 Gräzismus
4.1.4 Latinismus
4.1.5 Italianismus
4.1.6 Eponymie/Deonomastik
4.2 Semantik
4.2.1 Bedeutungsübertragung durch Metapher
4.2.2 Bedeutungsübertragung durch Metonymie
4.2.3 Synonymie
4.3 Morphologie
4.3.1 Simplex
4.3.2 Derivation
4.3.2.1 Suffigierung
4.3.2.2 Sonderfälle der Derivation
4.3.2.2.1 Regressive Derivation
4.3.2.2.2 Konversion
4.3.3 Komposition
4.3.3.1 Eigentliche Komposita
4.3.3.2 Syntagmatische Komposita
5 Corpusanalyse
5.1 Corpusanalyse Teil I
5.2 Corpusanalyse Teil II
5.3 Tabellarische Übersicht: Corpusanalyse Teil I und II
6 Fazit
7 Literaturverzeichnis
8 Anhang
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die lexikalische Untersuchung des spanischen Gerätturnwortschatzes. Ausgehend von Fachlehrwerken werden deutsche und spanische turnerische Begriffe in Wortlisten strukturiert, um morphologische und semantische Besonderheiten sowie Entlehnungsprozesse im spanischen Vokabular des Gerätturnens zu identifizieren.
4.1.6 Eponymie/Deonomastik
Ein Eponym ist laut DUDEN (1997) eine Gattungsbezeichnung, die auf einen Personennamen zurückgeht (z.B. Zeppelin für Luftschiff). Insgesamt konnten zwei Eponyme in den Wortlisten entdeckt werden.
Beispiel:
(1) el flic-flac Menichelli ‘ der Menichelli ’ → Namensgebung nach dem Namen des Erfinders: Franco Menichelli aus Rom (Gerling, 2002, S. 119)
Nachfolgende Abbildung zeigt den Menichelli, auch als Handstütz-Überschlag rückwärts gespreizt bezeichnet, in einer sieben-stufigen Bilderreihe.
Abbildung 3: Der Menichelli (Gerling, 2002, S. 119).
(2) el flic-flac Auerbach ‘ der Bogengang rückwärts ’ → Auerbach Sprünge sind nach einem deutschen Schwimmlehrer benannt, der in Berlin um 1890 in seiner Auerbacher Schwimmschule im Wasserspringen diesen Rückwärtssprung aus der Vorwärtsbewegung populär gemacht hat (Gerling, 2002, S. 125)
Bei der Übersetzung vom Deutschen ins Spanische wurde also für ‘ der Bogengang rückwärts ’ el flic-flac Auerbach gewählt. Bei der Auflistung der Gerätturnwörter ist jedoch aufgefallen, dass ‘ der Bogengang vorwärts ’ mit el remontado adelante übersetzt wurde. Daraufhin würde man eigentlich für ‘ der Bogengang rückwärts ’ el remontado atrás vermuten und nicht die ausgewählte Bezeichnung el flic-flac Auerbach. Die Erkenntnis dieser Problematik regte zu weiteren Recherchen an und zwar welche Bewegungsabläufe sich hinter der Bezeichnung ‘ der Bogengang rückwärts ’ und el flic-flac Auerbach verbergen.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation der Autorin, fachübergreifendes Wissen für den Spanisch-Sport-Unterricht zu nutzen, und beschreibt das methodische Vorgehen der Wortschatzanalyse.
2 Die Sportsprache Spaniens: Dieses Kapitel definiert die Sportsprache als Sondersprache und beleuchtet deren Stellenwert in der spanischen Gesellschaft unter Einbeziehung linguistischer Forschungsergebnisse.
3 Wortschatz des Gerätturnens im Spanischen: Hier werden die als Quellen dienenden Lehrwerke von Ilona E. Gerling vorgestellt und die Erstellung der fünf Wortlisten erläutert.
4 Analyse der Wortlisten: Dieser Hauptteil widmet sich der detaillierten lexikalischen Untersuchung der 112 Fachbegriffe in den Bereichen Entlehnung, Semantik und Morphologie.
5 Corpusanalyse: Das Kapitel führt eine weiterführende Untersuchung des Begriffs Handstand durch den Abgleich mit einsprachigen und zweisprachigen Online-Wörterbüchern durch.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, in der die lexikalischen Besonderheiten der spanischen Turnterminologie reflektiert werden.
7 Literaturverzeichnis: Dies ist ein Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie der herangezogenen Internetquellen.
8 Anhang: Der Anhang enthält die vollständigen Wortlisten und die tabellarischen Auswertungen der Corpusanalyse.
Sportsprache, Gerätturnen, Lexikologie, Spanisch, Terminologie, Sondersprache, Wortbildung, Derivation, Komposition, Semantik, Entlehnung, Fachsprache, Fachtermini, Sportdidaktik, Corpusanalyse.
Die Arbeit untersucht den Wortschatz der spanischen Gerätturnsprache auf lexikalischer Ebene, um ein besseres Verständnis der Fachterminologie für den Sportunterricht auf Spanisch zu gewinnen.
Die zentralen Felder sind die Definition von Sportsprache als Sondersprache, die morphologische Struktur spanischer Fachwörter, semantische Bedeutungswandlungen und sprachliche Entlehnungsprozesse.
Ziel ist es, den Gerätturnwortschatz auf Basis von Fachliteratur zu erfassen, zu systematisieren und die lexikalischen Besonderheiten der Begriffe methodisch zu analysieren.
Die Untersuchung kombiniert eine lexikalische Analyse der erstellten Wortlisten mit einer linguistischen Einordnung und einer ergänzenden Corpusanalyse von Fachbegriffen in Online-Wörterbüchern.
Der Hauptteil analysiert die 112 gesammelten Fachbegriffe hinsichtlich Entlehnungen (wie Germanismen oder Latinismen), semantischer Aspekte (Metapher, Metonymie) und morphologischer Bildungstypen (Derivation, Komposition).
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sportsprache, Gerätturnen, Lexikologie, Fachtermini, Wortbildung, Derivation, Komposition, Semantik und Corpusanalyse.
Der Handstand stellt ein zentrales Element im Gerätturnen dar und wies in der vorläufigen Analyse mehrere synonyme Bezeichnungen auf, was eine weiterführende Überprüfung seiner Verbreitung in Wörterbüchern notwendig machte.
Während die offizielle Fachsprache durch klare, technische und langlebige Terminologie geprägt ist, unterliegt der Jargon einem ständigen Wandel und ist stärker von emotionalen, zeitgenössischen Ausdrücken aktiver Sportler und Journalisten bestimmt.
Die Lehrwerke von Gerling dienen als primäre Textgrundlage, aus denen der deutsche Wortschatz sowie die spanischen Übersetzungen für die Erstellung der fachspezifischen Wortlisten extrahiert wurden.
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