Bachelorarbeit, 2015
94 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Nachhaltigkeit und nachhaltigen Entwicklung
2.1.1 Ökologische Dimension
2.1.2 Ökonomische Dimension
2.1.3 Soziale Dimension
2.1.4 Kulturelle Dimension
2.2 Modelle der Nachhaltigkeit
3 Bildung für nachhaltige Entwicklung
3.1 Bildung für nachhaltige Entwicklung an Hochschulen in Deutschland
3.2 Nationaler Aktionsplan für Bildung für nachhaltige Entwicklung an Hochschulen in Deutschland
3.3 Beitrag für nachhaltige Entwicklung in Hochschulen
3.3.1 Forschung und Wissenstransfer
3.3.2 Lehre und Studium
3.3.3 Hochschullandschaft in Deutschland
4 Analyse der Ergebnisse von Bildung für nachhaltige Entwicklung
4.1 Ergebnisse der Bonner Erklärung
4.2 Einstellung zu Nachhaltigkeit in Deutschland
4.3 Einstellung zu Nachhaltigkeit an Hochschulen am Beispiel der Hochschule Fresenius
4.3.1 Empirische Untersuchung
4.3.2 Erstellung des Fragebogens
4.3.3 Auswahl der Erhebungseinheit
4.3.4 Eindimensionale deskriptive Datenauswertung
4.3.5 Zweidimensionale deskriptive Datenauswertung
4.3.6 Induktive Datenauswertung
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert das Potential von Hochschulen, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit bei Studierenden zu schärfen und nachhaltiges Handeln zu fördern. Dabei wird untersucht, inwieweit die Lehre an Hochschulen ein tieferes Verständnis des Nachhaltigkeitsbegriffs bewirken kann und ob dieses Wissen in den Alltag der Studierenden transferiert wird.
2.1 Nachhaltigkeit und nachhaltigen Entwicklung
Der Begriff der Nachhaltigkeit hat seinen Ursprung im 18. Jahrhundert in der Forstwirtschaft, wo er das erste Mal im Jahre 1713 genannt wird. „In dieser (...) Perspektive bedeutet Nachhaltigkeit, dass dem Wald (...) nicht mehr Holz entnommen werden darf, als wieder nachwachsen kann.“ Des Weiteren hat das Wort in der Alltagssprache die gleiche Bedeutung wie intensiv bzw. sehr wirksam, wobei diese beiden Definitionen mit der heutigen Bedeutung von Nachhaltigkeit eher wenig zu tun haben.
Eine prägende und berühmte Definition für nachhaltige Entwicklung stammt aus dem Jahre 1987 und wurde in der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung entwickelt (Brundtland-Bericht). Demnach wird nachhaltige Entwicklung definiert als „(...)Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ Das hier entwickelte Konzept entstand durch die Erkenntnis, dass die „(...) unveränderte Fortsetzung der bisherigen (...) Lebens- und Wirtschaftsweise (...) zu ökologische[n] Risiken, ökonomische[n] Disparitäten und soziale[n] Ungleichheiten (...)“ führen wird. Diese drei erwähnten globalen Problembereiche stellen die drei Dimensionen und Ziele des heutigen Verständnisses von Nachhaltigkeit dar und werden in Abbildung 1 veranschaulicht und in den folgenden drei Kapiteln zusätzlich erläutert.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz der Arbeit und definiert die wissenschaftliche Fragestellung bezüglich der Rolle von Hochschulen bei der Förderung von Nachhaltigkeitsbewusstsein.
2 Theoretische Grundlagen: Hier wird der Begriff der Nachhaltigkeit historisch hergeleitet und anhand verschiedener Dimensionen sowie des Modells des integrierenden Nachhaltigkeitsdreiecks theoretisch fundiert.
3 Bildung für nachhaltige Entwicklung: Dieses Kapitel beschreibt die Bedeutung und Umsetzung von BNE im deutschen Hochschulsystem unter Berücksichtigung von Forschung, Lehre und Wissenstransfer.
4 Analyse der Ergebnisse von Bildung für nachhaltige Entwicklung: Dieser Teil präsentiert die Resultate der empirischen Untersuchung an der Hochschule Fresenius und setzt diese in Bezug zu Studien über das Nachhaltigkeitsbewusstsein in der deutschen Bevölkerung.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Untersuchungsergebnisse und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen hinsichtlich der Verankerung nachhaltiger Prinzipien in der Gesellschaft.
Nachhaltigkeit, Nachhaltige Entwicklung, BNE, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Agenda 21, Hochschule, Nachhaltigkeitsbewusstsein, empirische Untersuchung, Hochschule Fresenius, Lehre, Forschung, Interdisziplinarität, Studierende, Wertewandel, ökologische Dimension.
Die Arbeit analysiert das Potential deutscher Hochschulen, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit bei Studierenden zu beeinflussen und zu einer nachhaltigeren Gesellschaft beizutragen.
Die zentralen Themen umfassen Nachhaltigkeitsmodelle, die Implementierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Hochschulen sowie die empirische Analyse von Einstellungs- und Verhaltensmustern bei Studierenden.
Das primäre Ziel ist es, den Einfluss der akademischen Lehre auf das Nachhaltigkeitsbewusstsein und die Relevanz von Nachhaltigkeit im täglichen Handeln der Studierenden zu prüfen.
Es wurde eine quantitative Primärforschung in Form einer Online-Befragung an der Hochschule Fresenius (Standort Hamburg) durchgeführt, ergänzt durch eine deskriptive und induktive statistische Datenauswertung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die institutionelle Einordnung der BNE in Deutschland, die Durchführung der empirischen Untersuchung sowie die Analyse und Interpretation der gewonnenen Daten.
Nachhaltigkeit, BNE, Hochschulbildung, empirische Forschung, ökologische Dimension und Wertewandel sind die zentralen Begriffe.
Die Mehrheit der befragten Studierenden misst Nachhaltigkeit eine hohe Relevanz für die Welt bei, jedoch ist die Umsetzung in das tägliche Handeln noch schwach ausgeprägt.
Die statistische Analyse zeigt lediglich einen sehr schwachen Zusammenhang zwischen der Wahrnehmung von Nachhaltigkeit in der Lehre und der Relevanz von Nachhaltigkeit im täglichen Leben der Studierenden.
Die Assoziationen sind stark durch die mediale Kommunikation und das Bildungsangebot der Vergangenheit geprägt, die Nachhaltigkeit primär mit ökologischen Themen verknüpfen.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Hochschule in diesem Fall das Bewusstsein nur teilweise beeinflussen kann, da tief verwurzelte Assoziationen und mangelnde Bereitschaft zur Verhaltensänderung bestehen bleiben.
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