Bachelorarbeit, 2014
79 Seiten, Note: 1.5
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1. Einleitung
1.1 Kurze allgemeine Darlegung zur Themenwahl/ Bedeutung der Darwinschen Evolutionstheorie für das Verständnis von Kunst
1.2 Thematisierungsabfolge des Hauptteils
2. Hauptteil- Kunst und Evolution
2.1 Einführung in die zentralen Fragestellungen der Kunstphilosophie
2.2 Einführung in die Evolutionstheorie Darwins
2.3 Kunst und Evolution – exemplifiziert am Beispiel des Buches „Wozu Kunst?“ von Menninghaus
2.3.1 Werbung, Wettbewerb, Wahl: Darwins Konkurrenzmodell der Künste
2.3.2 Das Gegenmodell: Die Künste als Agenten sozialer Kooperation und Kohäsion
2.3.3 Sexuelle Werbung, Spiel, Technologie und Symbole: Vier evolutionäre Vektoren der Künste
2.3.4 Ästhetische Selbstpraktiken
2.4 Rezeptionsgeschichte/ Weiterentwicklung
2.4.1 Kritische Einwände zum Zusammenhang von Evolutionsbiologie und Kunstphilosophie
2.4.2 Weiterentwicklung eines Zusammenhangs in anderen philosophischen Konzepten
2.4.3 Die geistigen Voraussetzungen für Kunst
3. Kritische Evaluation und Schluss
3.1 Kritische Betrachtung von Menninghaus „Wozu Kunst“
3.2 Kritische Betrachtung- in Bezug auf Individuum und Gesellschaft
3.3 Evaluation von Kunst und Evolution- die Natur des Menschen
3.4 Schluss- Fazit zur Bedeutung von Kunst und Evolution
Die vorliegende Arbeit untersucht die Verbindung zwischen der Kunstfähigkeit des Menschen und seiner evolutionsbiologischen Entwicklungsgeschichte. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern künstlerisches Ausdrucksvermögen von den Prinzipien der natürlichen und sexuellen Selektion abhängt und welche funktionalen Rollen die Künste in der menschlichen Evolution einnehmen.
Die Darstellungstheorie
Eine Möglichkeit zur Eingrenzung des Kunstbegriffs bietet die Darstellungstheorie. Sie betont den „Darstellungscharakter“ der Kunst. Demnach ist etwas dann Kunst, wenn es etwas darstellt. Aber was genau bedeutet es, dass etwas etwas darstellt? Zunächst einmal muss das Abbild dem Original ähnlich sein. Es wird hier also von einer Form der Nachahmung ausgegangen. Außerdem wird der symbolische Charakter jeder Art des Darstellens betont. Demnach werden (bildliche) Darstellungen „erkannt“ und ein Abbild wird „als etwas anderes“ gesehen. Jedoch fordert dies eine bestimmte Weise der Wahrnehmung. Damit also etwas als eine Darstellung von etwas akzeptiert werden kann, müsste eine Mehrheit (des Zielpublikums) diese als solche erkennen. (Hier kann es natürlich auch zu Fehlinterpretationen kommen.) Es ist nachvollziehbar, dass man Kunst als etwas betrachtet, was etwas Bestimmtes darstellt. Jedoch scheint dieses Charakteristikum viel zu eng, um als Grundlage einer Kunsttheorie gelten zu können. Es werden ganze Kunstgattungen (wie zum Beispiel Musik, Literatur und Architektur) scheinbar ausgeschlossen, da sie nicht unmittelbar etwas darzustellen vermögen. Man kann davon ausgehen, dass diese Theorie wesentlich auf die Zeit um Platon und Aristoteles zurückgeht, in der der Darstellungscharakter, zum Beispiel im Theater, wesentlichen Stellungswert genoss.
1. Einleitung: Diese Einleitung legt die Relevanz der Darwinschen Evolutionstheorie für das Verständnis der Künste dar und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2. Hauptteil- Kunst und Evolution: Dieser Teil führt in die kunstphilosophischen Grundlagen sowie die Evolutionstheorie ein und analysiert Menninghaus' Thesen zu Funktionen der Kunst.
3. Kritische Evaluation und Schluss: Hier erfolgt eine kritische Würdigung der evolutionstheoretischen Perspektive auf die Kunst und ein Fazit zur Bedeutung dieses Zusammenhangs für das menschliche Wesen.
Kunstphilosophie, Evolutionstheorie, Charles Darwin, Ästhetik, Natürliche Selektion, Sexuelle Selektion, Funktionshypothesen, Soziale Kooperation, Kunstwerke, Anthropologie, Kulturelle Evolution, Symbolgebrauch, Adaption, Menninghaus, Ästhetische Selbstpraktiken.
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen dem menschlichen Kunstvermögen und der biologischen Evolutionsgeschichte, um zu klären, ob Kunst als Ergebnis einer evolutionären Anpassung verstanden werden kann.
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Verknüpfung von Kunstphilosophie mit Darwins Evolutionstheorie, der Analyse der Funktionen von Kunst und der Rolle des Menschen in seiner biologischen Natur.
Das Ziel ist es, einen interdisziplinären Überblick zu schaffen, in dem sich kunstphilosophische und evolutionsbiologische Ansätze gegenseitig ergänzen und wissenschaftlich bewerten lassen.
Die Autorin nutzt eine literaturgestützte, interdisziplinäre Analyse, primär basierend auf einem "close reading" des Werkes "Wozu Kunst?" von Winfried Menninghaus, ergänzt durch biologische und philosophische Fachliteratur.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Erörterung der Kunsttheorien, der Darwinschen Evolutionstheorie sowie der Anwendung dieser Theorien auf spezifische Aspekte der Künste, unterteilt in verschiedene Funktionshypothesen.
Zentrale Begriffe sind Kunstphilosophie, Evolutionstheorie, Selektion, Ästhetik, soziale Kooperation und kulturelle Evolution.
Sie sei zu eng gefasst, da sie Gattungen wie Musik oder Architektur ausschließt, die nicht unmittelbar etwas Abbildhaftes darstellen, aber dennoch als Kunst anerkannt werden.
Dieser Begriff beschreibt die gleichzeitige Konkurrenz in verschiedenen Bereichen wie Gesang, Tanz und visuellem Ausdruck, wodurch die sexuelle Selektion in eine "ästhetische" Dimension erweitert wird.
Die Arbeit weist die Annahme der Nutzlosigkeit zurück und argumentiert stattdessen, dass Kunst wichtige Funktionen für das soziale Gefüge und die individuelle psychische Regulation erfüllt.
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