Bachelorarbeit, 2014
55 Seiten, Note: 2,0
1) Einleitung
2) Bürgerrechtliche Entwicklungen bis 1955 – Erwachen des afroamerikanischen Selbstbewusstseins
3) Kindheit und Elternhaus – Erste Tendenzen
4) Der Weg in die Bürgerrechtsbewegung – Erste Wahrnehmungen von King und X als Führungspersonen
4.1) Martin Luther King und der Montgomery Bus Boykott
4.2) Malcolm X und die Nation of Islam
5) Arbeit als Bürgerrechtler
5.1) 1957-1963: Gewaltloser Wiederstand und „Black Power“ – von den „Freedom Rides“ bis zum „March on Washington“
5.2) „I Have a Dream“ vs. „Message to the Grassroots“
6) Von Bürgerrechten zu Menschenrechten
6.1) Malcolm X‘ letzte Jahre – Austritt aus der Nation of Islam, Neuorientierung und Ermordung
6.2) 1964-1966: Wahlrecht in Selma und Menschenrechte in Chicago
6.3) Kings letzte Jahre – Kritik an der Südostasienpolitik und Memphis als letzte Station
7) Fazit
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das Leben und Wirken von Martin Luther King und Malcolm X in einem vergleichenden Rahmen zu analysieren, wobei der Fokus auf ihren unterschiedlichen Ideologien und den Gründen für ihre abweichenden Ansätze liegt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, ob sich die ideologischen Positionen beider Bürgerrechtler gegen Ende ihres Lebens angenähert haben und ob eine Zusammenarbeit möglich gewesen wäre.
4.1) Martin Luther King und der Montgomery Bus Boykott
Martin Luther King nahm 1944 im Alter von 15 Jahren sein Theologiestudium am Morehouse College in Atlanta auf, das allein Afroamerikanern offen stand. Obwohl er zunächst eine Karriere als Arzt oder Rechtsanwalt in Betracht zog, entschloss er sich 1947 dazu wie sein Vater und auch sein Großvater, Pfarrer zu werden. Im Folgenden Jahr erhielt er die Ordination und wurde zum zweiten Pfarrer der Ebenezer-Kirche ernannt. Zudem engagierte er sich im Atlanta Intercollegiate Council, einer Gruppe von schwarzen und weißen Studenten, die sich gemeinsam für eine Abschaffung der Segregation einsetzten. In dieser Zeit verbesserte sich Martins lange Zeit skeptische und ablehnende Haltung gegenüber Weißen wieder, vermutlich weil er nun sah, dass es auch Weiße gab, die Afroamerikaner als gleichwertig betrachteten und sie nicht aufgrund ihrer Hautfarbe herabstuften.
1948 beendete King sein Grundstudium am Morehouse College und entschied sich dazu, den Magister in Theologie am gemischtrassigen Crozer-Theologieseminar in Chester zu machen. Dort kam es zu einem Angriff eines Weißen auf Martin, der ihn beschuldigte, sein Zimmer durchwühlt zu haben und ihn mit einer Waffe bedrohte. Martin begegnete ihm gelassen und versuchte, ihn von seiner Unschuld zu überzeugen, sodass weitere Studenten ihn dazu überreden konnten, die Waffe niederzulegen. Im Anschluss an dieses Ereignis verklagte Martin den Mann nicht, sondern akzeptierte seine Entschuldigung – dies brachte ihm viel Anerkennung von seinen Mitstudenten ein.
1) Einleitung: Einführung in das Thema der vergleichenden Analyse von King und Malcolm X sowie Darlegung der Forschungsfragen und Quellenbasis.
2) Bürgerrechtliche Entwicklungen bis 1955 – Erwachen des afroamerikanischen Selbstbewusstseins: Historischer Rückblick auf die Ursprünge der Bewegung, von Booker T. Washington über die Gründung der NAACP bis hin zu Marcus Garvey.
3) Kindheit und Elternhaus – Erste Tendenzen: Analyse der biografischen Hintergründe beider Bürgerrechtler und deren Einfluss auf die Entwicklung ihrer Weltanschauung.
4) Der Weg in die Bürgerrechtsbewegung – Erste Wahrnehmungen von King und X als Führungspersonen: Beschreibung des Werdegangs beider Männer und ihre ersten Schritte als Führungspersönlichkeiten, insbesondere der Montgomery Bus Boykott für King.
5) Arbeit als Bürgerrechtler: Untersuchung der verschiedenen Methoden des Widerstands zwischen 1957 und 1963 sowie ein Vergleich der Reden „I Have a Dream“ und „Message to the Grassroots“.
6) Von Bürgerrechten zu Menschenrechten: Analyse der inhaltlichen Neuorientierung beider Akteure in den späten 60er Jahren, geprägt durch Ereignisse wie den Austritt von Malcolm X aus der NoI und Kings Engagement in Chicago und gegen den Vietnamkrieg.
7) Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der ideologischen Unterschiede und der Frage nach einer möglichen Zusammenarbeit.
Martin Luther King, Malcolm X, Bürgerrechtsbewegung, Rassismus, Integration, Separatismus, Gewaltloser Widerstand, Nation of Islam, SCLC, Menschenrechte, Black Power, Bürgerrechte, Segregation, USA, 1960er Jahre.
Die Arbeit vergleicht das Leben und Handeln der zwei prominentesten Bürgerrechtler der USA, Martin Luther King und Malcolm X, im Rahmen der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung.
Die Themen umfassen die unterschiedlichen Ideologien, Glaubensrichtungen, Erziehungshintergründe sowie die Strategien des Protests und des politischen Engagements der beiden Akteure.
Das Ziel ist es, die Gründe für die divergierenden Ansätze von King und Malcolm X zu identifizieren und zu untersuchen, ob sich ihre Positionen im Laufe der Zeit angenähert haben.
Es handelt sich um eine vergleichende historische Analyse, die auf einer umfassenden Quellenbasis (Biografien, Reden, Zeitzeugenberichte) basiert.
Der Hauptteil analysiert die Kindheit der Protagonisten, ihren Weg in die Bewegung, ihre unterschiedlichen Protestmethoden sowie ihre jeweilige Neuorientierung in den 1960er Jahren.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bürgerrechtsbewegung, Rassismus, Integration, Separatismus und Gewaltlosigkeit definiert.
Durch die gewaltsamen Erfahrungen mit Rassisten, den Verlust der Stabilität und den Einfluss des separatistischen Vaters entwickelte Malcolm X bereits früh eine ablehnende Haltung gegenüber der weißen Gesellschaft.
Der Boykott markierte den Beginn von Kings nationaler und internationaler Karriere als „charismatische Führungspersönlichkeit“ und festigte seine Bindung an die Methode des gewaltlosen Widerstands.
Ja, in der Mitte der 1960er Jahre nahmen beide eine Neuorientierung vor, in der King soziale Gerechtigkeit stärker betonte und Malcolm X sein starres Weltbild gegenüber Weißen nach seiner Reise nach Mekka relativierte.
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