Diplomarbeit, 2003
129 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
1.4 Alternative Formen unfairen Verhaltens im Unternehmen
1.4.1 Phänomene unfairer Attacken am Arbeitsplatz
1.4.2 Instrumente unfairer Attacken am Arbeitsplatz
2 Grundlagen von Mobbing
2.1 Geschichte und Wortherkunft
2.2 Begriffsdefinition
2.2.1 Definition nach Leymann
2.2.2 Kritik an Leymanns Definition
2.2.3 Weitere Definitionen
2.3 Typologie der Handlungen
2.3.1 Angriffe auf die Möglichkeit, sich mitzuteilen
2.3.2 Angriffe auf die sozialen Beziehungen
2.3.3 Auswirkungen auf das soziale Ansehen
2.3.4 Angriffe auf die Qualität der Berufs- und Lebenssituation
2.3.5 Angriffe auf die Gesundheit
2.4 Die 45 Mobbing-Handlungen
2.5 Kritik an den 45 Mobbing-Handlungen
2.6 Mehrdimensionales Mobbing-Modell von Zuschlag
2.7 Interaktion von Täter und Opfer
2.8 Das vier- bzw. fünfstufige Phasenkonzept von Leymann
2.8.1 Phase 1: Die täglichen Konflikte
2.8.2 Phase 2: Der Psychoterror beginnt
2.8.3 Phase 3: Rechtsverletzungen treten auf
2.8.4 Phase 4: Ärztliche und psychologische Fehldiagnosen
2.8.5 Phase 5: Der Ausstieg aus dem Arbeitsleben
2.9 Kritische Anmerkungen zu Leymanns Phasenkonzept
3 Erscheinungsformen von Mobbing
3.1 Horizontale Angriffe
3.2 Vertikale Angriffe
3.2.1 Angriffe von Vorgesetzten gegen Untergebene
3.2.2 Angriffe von Untergebenen gegen den Vorgesetzten
3.3 Geschlechtsspezifische Unterschiede
4 Entwicklung und heutiger Stand der Forschung
4.1 Verbreitung
4.2 Häufigkeit und Dauer
4.3 Soziodemographische Faktoren
5 Ursachen von Mobbing
5.1 Fehlerhaftes Führungsverhalten
5.2 Arbeitsorganisation
5.3 Arbeitsgestaltung
5.4 Unternehmenskultur
5.5 Ethik und Moral am Arbeitsplatz
5.6 Persönlichkeitsbezogene Merkmale
5.7 Soziale Stellung des Opfers im Unternehmen
5.8 Kommunikationsprobleme
6 Auswirkungen von Mobbing
6.1 Gesundheitliche Folgen für den Betroffenen
6.1.1 Körperliche Beschwerden
6.1.2 Psychische Probleme
6.2 Auswirkungen auf das private Umfeld
6.3 Auswirkungen auf das Unternehmen
6.3.1 Auswirkungen auf das Betriebsklima
6.3.2 Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit
6.4 Auswirkungen auf die Gesellschaft
7 Strategien zur Bekämpfung von Mobbing
7.1 Präventive Maßnahmen von Seiten des Unternehmens
7.1.1 Arbeitsgestaltung und Arbeitsplatzbedingungen
7.1.2 Betriebsklima und Arbeitszufriedenheit
7.1.3 Unternehmensphilosophie und -politik
7.1.4 Offene Kommunikationsstruktur
7.2 Präventive Maßnahmen von Seiten des Vorgesetzten
7.2.1 Führungsverhalten des Vorgesetzten
7.2.2 Mitarbeitergespräche führen
7.2.3 Erfolgreiche Mitarbeiterintegration
7.2.4 Konfliktgespräche und -bewältigung
7.2.5 Motivation der Mitarbeiter
7.3 Maßnahmen zur Intervention
7.3.1 Handlungsmöglichkeiten des Opfers
7.3.2 Handlungsmöglichkeiten der Kollegen
7.3.3 Handlungsmöglichkeiten weiterer Interessenvertreter
7.3.4 Handlungsmöglichkeiten der Führungskraft
8 Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Leser für das Phänomen Mobbing am Arbeitsplatz zu sensibilisieren und ein grundlegendes Verständnis für dessen Entstehung, Verlauf und Auswirkungen zu schaffen. Dabei wird untersucht, wie Unternehmen und Vorgesetzte präventiv agieren können und welche Interventionsmöglichkeiten bestehen, um Mobbing-Prozesse erfolgreich zu beenden.
2.3.1 Angriffe auf die Möglichkeit, sich mitzuteilen
Wenn sich die Situation am Arbeitsplatz in einer Phase befindet, in der Täter- und Opferrolle bereits eindeutig verteilt sind, können dem Betroffenen jegliche Möglichkeiten der Kommunikation im Unternehmen entzogen werden. Das beginnt oftmals damit, dass der entsprechenden Person der Zugang zu wichtigen Informationen verweigert, ein Gespräch zur Klärung des Problems von Seiten der Kollegen abgeblockt oder gar der Austausch von wichtigen sachlichen Mitteilungen manipuliert wird. Versuche des Opfers, das Problem zu lösen und damit die Situation am Arbeitsplatz zu verbessern, sind von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Die Akteure sind in der stärkeren Position und lassen nur ihre Sichtweise der Dinge gelten. „Das Opfer eines solchen Gesprächs hat keine Chance, etwas zu erklären, es wird ungehört „hingerichtet“.“
Es bleiben nach Leymann daher für den Betroffenen nur drei Möglichkeiten zu reagieren. „Er oder sie kann sich unterwerfen und die Ungerechtigkeit schlucken. Man kann auch kündigen. Oder man kann dafür kämpfen, dass die Beziehungen wieder in vernünftige Bahnen kommen.“ Die dritte Alternative bietet wohl am wenigstens Aussicht auf Erfolg. Die Rollen sind verteilt, so dass ohne Unterstützung des Managements, wenn dieses die Mobbing-Situation nicht selbst initiiert hat, eine geringe Chance auf Besserung besteht.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema, Darlegung der Problemstellung und Erläuterung der Zielsetzung der Arbeit.
2 Grundlagen von Mobbing: Betrachtung der Wortherkunft, verschiedener Definitionsansätze, einer Typologie der Handlungen sowie Leymanns Phasenkonzept.
3 Erscheinungsformen von Mobbing: Differenzierung zwischen horizontalen und vertikalen Angriffen sowie geschlechtsspezifischen Unterschieden.
4 Entwicklung und heutiger Stand der Forschung: Einblick in die historische Entwicklung der Mobbing-Forschung und aktuelle Erkenntnisse zu Verbreitung, Häufigkeit und Dauer.
5 Ursachen von Mobbing: Analyse betrieblicher Faktoren, die Mobbing begünstigen, wie Führungsverhalten, Arbeitsorganisation, Unternehmenskultur und Kommunikationsprobleme.
6 Auswirkungen von Mobbing: Beschreibung der physischen und psychischen Folgen für Betroffene sowie der Konsequenzen für Unternehmen und die Gesellschaft.
7 Strategien zur Bekämpfung von Mobbing: Erörterung präventiver Maßnahmen für Unternehmen und Führungskräfte sowie Interventionsmöglichkeiten für Opfer, Kollegen und Interessenvertreter.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Retrospektive Darstellung der wichtigsten Ergebnisse der Arbeit und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Themas.
Mobbing, Arbeitsplatz, Psychoterror, Prävention, Intervention, Konfliktmanagement, Führungskultur, Arbeitsorganisation, Mitarbeiterführung, Gesundheit, Stress, Betriebsklima, Konfliktbewältigung, Personalmanagement, Fehlzeiten.
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Phänomen Mobbing am Arbeitsplatz, analysiert dessen Ursachen und zeigt praxisnahe Ansätze zur Prävention und Intervention auf.
Die Arbeit behandelt die Definition und Typologie von Mobbing-Handlungen, die Phasen eines Mobbing-Prozesses, die Ursachenforschung in Unternehmen sowie die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen.
Das Ziel ist es, den Leser für das Thema zu sensibilisieren und aufzuzeigen, wie Betriebe und Führungskräfte durch angemessene Maßnahmen gegen Mobbing-Strukturen vorgehen können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze und Forschungsergebnisse zur Mobbing-Problematik zusammenführt und kritisch reflektiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Ursachenanalysen (z.B. Führungsverhalten), die Untersuchung der Auswirkungen sowie konkrete Interventionsstrategien für Führungskräfte und Interessenvertreter.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mobbing, Psychoterror, Prävention, Konfliktmanagement und Arbeitskultur maßgeblich charakterisiert.
Ein autoritärer oder Laissez-faire-Stil kann die Entstehung von Konflikten fördern, wenn Führungskräfte notwendige soziale Kompetenz vermissen lassen oder Probleme aus Angst vor Reputationsverlust ignorieren.
Der Betriebsrat fungiert als neutraler Vermittler in frühen Phasen und hat nach dem Betriebsverfassungsgesetz weitreichende Rechte, um bei nachgewiesenen Diskriminierungen einzugreifen.
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