Diplomarbeit, 2012
84 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Fragestellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Die Planspielmethode im Rahmen des Politikunterrichts
2.1 Die Planspielmethode
2.1.1 Charakteristik der Planspielmethode
2.1.2 Die drei Realitätsebenen der Planspielmethode
2.1.3 Planspielphasen
2.2 Politikdidaktische Grundüberlegungen
2.2.1 Allgemeingültige Lernziele des Politikunterrichts
2.2.2 Politikwissenschaftliche Modelle
2.2.3 Handlungs- und Erfahrungsorientierung im Politikunterricht
3 Das Planspiel POL&IS als Unterrichtsmethode
3.1 Beschreibung und Anbieter
3.2 Historie
3.3 Lernziele
3.4 Systematische Einordnung
3.5 Problembeschreibung
4 Das Debriefing als elementare Phase des Planspiels
4.1 Bedeutung des Debriefing für die Effektivität des Planspiels
4.2 Formen des Debriefing
4.3 Forschungsstand zur Wirksamkeit von Planspiel und Debriefing
4.4 Evaluation des Planspiels POL&IS bzgl. der Lernzielerreichung
5 Empirische Untersuchung des Planspiels POL&IS
5.1 Fragestellung
5.2 Methodisches Vorgehen
5.2.1 Aufbau des Fragebogens
5.2.2 Angaben zur Stichprobe
5.3 Ergebnisse der Umfrage
5.3.1 Korrelation Debriefing-Elemente nach Petranek und Lernziele
5.3.2 Direkt messbare Ergebnisse
5.4 Fazit
6 Verbesserungsansätze des Planspiels POL&IS
6.1 Vorschlag einer umfassenden Debriefing-Methode
6.2 Weitere Verbesserungsmöglichkeiten
7 Resümee
7.1 Zusammenfassung
7.2 Weiterer Forschungsbedarf und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Effektivität des Planspiels "Politik und Internationale Sicherheit" (POL&IS) im Politikunterricht, mit besonderem Fokus auf die Rolle des Debriefings für die Erreichung festgelegter Lernziele. Das Ziel ist es, zu klären, ob durch eine strukturierte Nachbereitung die Lernerfolge gesteigert werden können.
4.1 Bedeutung des Debriefing für die Effektivität des Planspiels
Neben den in Kap. 2.2 und 2.3 beschriebenen Gründen für eine umfassende Planspielauswertung im Rahmen des Debriefing wird in der Literatur von diversen Autoren dessen Stellenwert betont und teilweise eine deutliche Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis festgestellt.
So betont Jones die Signifikanz des Planspiels und verweist auf die möglichen negativen Folgen einer oberflächlichen Abfrage von Befindlichkeiten hin (siehe auch Kap. 3.5, Nr. 4). „The importance given to the debriefing reflects the value of the simulation experience. To allow a simulation to overrun and then have a five-minute question and answer session is to diminish the educational significance of simulations in the eyes of the participants, and also inadvertently to belittle their own efforts. Truncated debriefings may influence behaviour adversely in the next simulation, leading to less professional attitudes and less personal involvement.“ (Jones 1995, S. 124)
Freudenreich vertritt die Ansicht, „(…) dass ein Planspiel ohne ausführliche Auswertung mit den Teilnehmern seine Lernziele nicht erreicht, weil die gemeinsamen Erfahrungen nicht bewusst werden, weil ihre Übertragbarkeit auf Alltagssituationen nicht kritisch genug geprüft werden kann, und weil manche Erkenntnisse, die im Spiel gemacht wurden, zu Fehlschlüssen führen können, wenn sie nicht verarbeitet werden.“ (Freudenreich 1979, S. 121)
Für Klippert ist es „(…) wichtig, dass das methodische Vorgehen und das Kommunikations- und Teamverhalten der Schüler eingehender analysiert und problematisiert werden. Diese Methodenreflexion ist ein zentraler Bestandteil der Spielauswertung und -nachbereitung. Darüber hinaus ist es natürlich ebenso unerlässlich, dass fachlich-sachliche Defizite und Unklarheiten, die während des Spiels aufgetreten sind, vom Lehrer gezielt aufgegriffen und via Lehrervortrag und/oder Bearbeitung einschlägiger Medien/Materialien ausgeräumt werden.“ (Klippert 2008, S. 28)
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung sowie des Aufbaus der Diplomarbeit.
2 Die Planspielmethode im Rahmen des Politikunterrichts: Erläuterung der theoretischen Grundlagen des Planspiels sowie relevanter politikdidaktischer Modelle.
3 Das Planspiel POL&IS als Unterrichtsmethode: Detaillierte Beschreibung von POL&IS, seiner Historie, Lernziele und systematischen Einordnung sowie Identifikation bestehender Probleme.
4 Das Debriefing als elementare Phase des Planspiels: Analyse der Bedeutung des Debriefings, verschiedene methodische Ansätze und Forschungsstand zur Wirksamkeit.
5 Empirische Untersuchung des Planspiels POL&IS: Beschreibung der quantitativen Datenerhebung, der Methodik und Präsentation der Umfrageergebnisse.
6 Verbesserungsansätze des Planspiels POL&IS: Konzeption einer umfassenden Debriefing-Methode und weitere Optimierungsvorschläge für das Planspiel.
7 Resümee: Zusammenfassung der Kernerkenntnisse der Arbeit und Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Planspiel, POL&IS, Politikunterricht, Debriefing, Politische Bildung, Politikdidaktik, Evaluation, Handlungsorientierung, Erfahrungsorientiertes Lernen, Lernziele, Simulation, Reflexion, Wissenstransfer, Sozialkompetenz, Empowerment.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Wirksamkeit der Planspielmethode, spezifisch am Beispiel von POL&IS, und untersucht die entscheidende Rolle der Nachbesprechung (Debriefing) für den Lernerfolg.
Die Arbeit thematisiert Planspiel-Didaktik, internationales Politikverständnis, die Evaluation von Unterrichtsmethoden und die Bedeutung systematischer Reflexionsprozesse.
Das Hauptziel ist es zu klären, ob durch ein fundiertes Debriefing die Erreichung der Lernziele in POL&IS messbar begünstigt werden kann und wie dieses verbessert werden kann.
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung in Form einer schriftlichen Befragung unter 352 Teilnehmern durchgeführt, ergänzt durch eine Literaturanalyse.
Im Hauptteil werden theoretische Modelle zum erfahrungsbasierten Lernen, die Struktur von POL&IS, die kritische Analyse des Ist-Zustands und empirische Daten zur Korrelation zwischen Debriefing und Lernzielen dargelegt.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Planspiel, Debriefing, Politikdidaktik, Evaluation, Reflexion und Lernzielerreichung geprägt.
Die Arbeit argumentiert, dass kurze Feedback-Runden oft zu oberflächlich bleiben, keinen ausreichenden Transfer in die reale Lebenswelt leisten und somit die didaktischen Potenziale zur Verfestigung von Wissen verpuffen lassen.
Lederman fordert einen dreiphasigen Prozess: Systematische Reflexion, Vertiefung/persönlicher Bezug und die Verallgemeinerung/Anwendung auf Alltagssituationen, um einen nachhaltigen Transfer zu ermöglichen.
Durch einen neu vorgeschlagenen, dreiphasigen Debriefing-Ansatz (angelehnt an Lederman und Petranek), der explizit darauf ausgelegt ist, Spielereignisse, persönliche Emotionen und erlernte Strategien auf reale gesellschaftspolitische Kontexte zu beziehen.
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