Diplomarbeit, 2004
66 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Ausarbeitung
2 Einwirkende Vorschriften auf das deutsche Handelsbilanzrecht
2.1 Definition Handelsbilanzrecht
2.2 Einwirkungen der Europäischen Union auf das deutsche Handelsbilanzrecht
2.2.1 IAS-Verordnung Nr. 1606/2002 vom 19. Juli 2002
2.2.2 Fair-Value-Richtlinie 2001/65/EG vom 27. September 2001
2.2.3 Schwellenwertrichtlinie 2003/38/EG vom 13. Mai 2003
2.2.4 Modernisierungsrichtlinie 2003/51/EG vom 18. Juni 2003
2.3 10-Punkte-Programm der Bundesregierung
3 Das Bilanzrechtsreformgesetz
3.1 Zielsetzung des Bilanzrechtsreformgesetzes
3.2 Inhalt des Bilanzrechtsreformgesetzes
3.2.1 Umsetzung der IAS-Verordnung
3.2.1.1 IFRS-Pflicht für börsennotierte Konzerne
3.2.1.2 IFRS-Wahlrecht für nicht börsennotierte Gesellschaften
3.2.1.3 IFRS-Wahlrecht für Einzelgesellschaften zu Informationszwecken
3.2.2 Umsetzung des obligatorischen Teils der Fair-Value-Richtlinie
3.2.2.1 Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten zu Marktpreisen
3.2.2.2 Anhang
3.2.2.3 Lagebericht
3.2.3 Umsetzung der Schwellenwertrichtlinie
3.2.4 Umsetzung des obligatorischen Teils der Modernisierungsrichtlinie
3.2.4.1 Auswirkungen auf Einzel- und Konzernlagebericht
3.2.4.1.1 Erweiterung der Berichtspflicht im Lagebericht
3.2.4.1.2 Erweiterung des Lageberichts für Konzerne und Gesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB
3.2.4.2 Anpassung des Bestätigungsvermerks
3.2.4.3 Aufhebung des Konsolidierungsverbots
3.2.5 Stärkung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gemäß dem 10-Punkte-Programm der Bundesregierung vom 25. Februar 2003
3.2.5.1 Gründe und Einflussgrößen auf die Einführung der §§ 319 und 319a HGB-E
3.2.5.2 Die neuen allgemeinen Regelungen der Prüferunabhängigkeit nach § 319 HGB-E
3.2.5.3 Sonderegelungen für Unternehmen des öffentlichen Interesses
3.2.5.3.1 Anwendungskreis des § 319a HGB
3.2.5.3.2 Regelung der Prüferunabhängigkeit nach § 319a HGB-E
3.2.5.4 Weitere Änderungen im Zusammenhang mit der Stärkung der Prüferunabhängigkeit
3.2.5.4.1 Neuregelung des § 318 Abs. 3 HGB-E
3.2.5.4.2 Honorarangaben im Anhang
3.3 Zusammenfassende Würdigung des Regierungsentwurfs des Bilanzrechtsreformgesetzes
3.3.1 Würdigung der Umsetzung der Vorgaben der Europäischen Union
3.3.1.1 Würdigung der Umsetzung der IAS-Verordnung
3.3.1.2 Würdigung der Umsetzung der Fair-Value-Richtlinie
3.3.1.3 Würdigung der Umsetzung der Schwellenwertrichtlinie
3.3.1.4 Würdigung der Umsetzung der Modernisierungsrichtlinie
3.3.2 Würdigung der Umsetzung „Stärkung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers“
4 Das Bilanzkontrollgesetz
4.1 Zielsetzung des Bilanzkontrollgesetzes
4.2 Inhalt des Bilanzkontrollgesetzes
4.2.1 Regelungen für die privatrechtliche Prüfstelle
4.2.1.1 Voraussetzungen an die Prüfstelle
4.2.1.2 Prüfungsgegenstand, -kreis und -kriterien der Prüfstelle
4.2.1.3 Ausschlussgründe für die Durchführung einer Prüfung
4.2.1.4 Mitwirkungswahlrecht für die gesetzlichen Vertreter des zu prüfenden Unternehmens
4.2.1.5 Mitteilung des Prüfungsergebnisses an das Unternehmen
4.2.1.6 Mitteilungen der Prüfstelle an die BaFin
4.2.1.7 Anforderung an die Mitarbeiter der Prüfstelle
4.2.1.8 Weiterleitung der Daten an Organe der Strafverfolgung
4.2.2 Ergänzende Vorschriften für die Prüfstelle für Rechnungslegung
4.2.2.1 Verschwiegenheitspflicht
4.2.2.2 Finanzierung der Prüfstelle
4.2.2.3 Bußgeldvorschriften
4.3 Exkurs: Auswirkungen des Bilanzkontrollgesetzes auf die BaFin
4.4 Zusammenfassende Würdigung des Regierungsentwurfs des Bilanzkontrollgesetzes
5 Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, die durch die Regierungsentwürfe bedingten Änderungen und Neuerungen im deutschen Handelsbilanzrecht darzustellen und kritisch zu würdigen. Dabei werden insbesondere die Vorgaben der Europäischen Union sowie das 10-Punkte-Programm der Bundesregierung analysiert.
Die neuen allgemeinen Regelungen der Prüferunabhängigkeit nach § 319 HGB-E
Im § 319 Abs. 1 HGB-E wird nach wie vor der Personenkreis bestimmt, der Abschlussprüfungen nach § 316 HGB durchführen darf. Darüber hinaus wurde die im § 319 Abs. 2 Nr. 2 HGB geforderte Teilnahme an einer Qualitätskontrolle nach § 57a WPO in den § 319 Abs. 1 HGB-E eingegliedert. Die Verankerung der Qualitätskontrolle im ersten Absatz kann als Aufwertung erachtet werden.
Nach dem Regierungsentwurf des BilReG stellt zukünftig der § 319 Abs. 2 HGB-E die Generalnorm für den Ausschluss eines Abschlussprüfers von der Abschlussprüfung dar, sofern eine geschäftliche, finanzielle oder persönliche Beziehung vorliegt, die „die Besorgnis der Befangenheit“ begründet.
Mit dieser Neuregelung soll eine bestehende Rechtsunsicherheit zwischen dem § 319 HGB und dem § 318 Abs. 3 HGB beseitigt werden. Bisher führten nach § 319 HGB nur Tatbestände zum Prüfungsausschluss, die die Befangenheit unwiderlegbar begründeten (absolute Ausschlussgründe). Gemäß § 318 Abs. 3 HGB, der im Gegensatz zum § 319 HGB stand, genügte es, dass „Besorgnis der Befangenheit“ bestand (relative Ausschlussgründe). Der Anschein mangelnder Unabhängigkeit reichte aus, um einen Abschlussprüfer von der Abschlussprüfung auszuschließen, selbst wenn keine absoluten Ausschlussgründe vorlagen. Mit der Neuregelung des § 319 HGB-E werden die Tatbestände, die zum Prüfungsausschluss führen, erweitert, da neben den absoluten Ausschlussgründen sonstige Gründe, die Anlass zur Besorgnis der Befangenheit geben, anerkannt werden.
1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung durch Globalisierung und Bilanzskandale sowie Definition des Ziels der Ausarbeitung.
2 Einwirkende Vorschriften auf das deutsche Handelsbilanzrecht: Erläuterung der EU-Richtlinien und des 10-Punkte-Programms als Treiber für die Reformen.
3 Das Bilanzrechtsreformgesetz: Detaillierte Analyse der Umsetzung der IAS-Verordnung, der Fair-Value-Richtlinie, der Schwellenwerte und der Prüferunabhängigkeit.
4 Das Bilanzkontrollgesetz: Erklärung des Enforcement-Gedankens und der Struktur der zweistufigen Unternehmensüberprüfung durch Prüfstelle und BaFin.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Würdigung des Anpassungsprozesses an internationale Standards und Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Bilanzrechtsreformgesetz, Bilanzkontrollgesetz, IFRS, Enforcement, Unabhängigkeit, Abschlussprüfer, Handelsbilanzrecht, EU-Richtlinien, Konzernabschluss, Lagebericht, Fair-Value, BaFin, Unternehmensintegrität, Rechnungslegung, Prüfungsausschluss.
Die Diplomarbeit analysiert die Regierungsentwürfe zum Bilanzrechtsreformgesetz und zum Bilanzkontrollgesetz und deren Auswirkungen auf das deutsche Bilanzrecht.
Die Schwerpunkte liegen auf der verpflichtenden Einführung internationaler Rechnungslegungsstandards (IFRS), der Neuregelung der Prüferunabhängigkeit sowie der Schaffung eines Enforcement-Systems zur Überwachung von Unternehmensabschlüssen.
Ziel ist es, die durch die Entwürfe bedingten Änderungen darzustellen und unter Berücksichtigung der EU-Vorgaben kritisch zu würdigen.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Untersuchung der Gesetzestexte, Regierungsentwürfe und der begleitenden Fachliteratur sowie Stellungnahmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Bilanzrechtsreformgesetzes (Kapitel 3) und des Bilanzkontrollgesetzes (Kapitel 4), inklusive deren Auswirkungen auf das HGB und die BaFin.
Wichtige Begriffe sind IFRS-Umsetzung, Abschlussprüferunabhängigkeit, Enforcement, Anlegerschutz und Unternehmensintegrität.
Ein Modell, bei dem eine privatrechtliche Prüfstelle die erste Instanz bildet und die BaFin als staatliche Instanz bei Verweigerung oder Zweifeln am Prüfergebnis eingreift.
Aufgrund spektakulärer Bilanzskandale wie Enron oder Parmalat hat die Öffentlichkeit das Vertrauen in die Abschlussprüfung verloren, was durch strengere Unabhängigkeitsregeln wiederhergestellt werden soll.
Die BaFin fungiert als staatliche Aufsichtsbehörde, die die Prüfstelle anweist, Ergebnisse veröffentlicht und bei Konflikten oder Zweifeln selbst prüfend eingreift.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

