Magisterarbeit, 2004
151 Seiten, Note: 1,3
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
Einleitung
1. Hinweise zu dem tatsächlichen Wert der Waffen-SS
1.1 Hitlers fanatische Glaubenskrieger?
1.2 Verluste der Waffen-SS
1.3 Einsatzgebiete
1.4 Ordensverleihungen
1.5 Zwischenergebnis
2. Medien und Kriegsberichterstattung im Dritten Reich
2.1 Gelenkte Darstellung – welche Möglichkeiten gab es?
2.2 Die Propagandakompanien
2.3 Verwendete Zeitungsliteratur
2.4 Andere Medien
3. Auswertung der untersuchten Zeitungen
3.1 1939 - Der Polenfeldzug
3.1.1 „Völkischer Beobachter“
3.1.2 „Das schwarze Korps“
3.2 1940 – Im Westen
3.2.1 „Völkischer Beobachter“ und „Das Reich“
3.2.2. „Das schwarze Korps“
3.3 1941 - Balkan und Barbarossa
3.3.1 „Völkischer Beobachter“
3.3.2 „Das Reich“
3.3.3 „Das schwarze Korps“
3.4 1942 – Demjansk
3.4.1 „Völkischer Beobachter“
3.4.2 „Das Reich“
3.4.3 „Das Schwarze Korps“
3.5 1943 – Charkow , „Zitadelle“ und Rückzug
3.5.1 „Völkischer Beobachter“
3.5.2 „Das Reich“
3.5.3 „Das Schwarze Korps“
3.6 1944 – Tscherkassy und Invasion
3.6.1 „Völkischer Beobachter“
3.6.2 „Das Reich“
3.6.3 „Das Schwarze Korps“
3.7 1945 – Ardennen, Ungarn und Untergang
3.7.1 „Völkischer Beobachter“ und „Das Reich“
3.7.2 „Das Schwarze Korps“
3.8. Zwischenergebnis
4. Gründe für eine Bevorzugung in der Propaganda
4.1 Ansehen bei Hitler
4.2 Eigene Leistung der SS
4.3 Unterstützung der Freiwilligenwerbung
4.4. Europapropaganda
5. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Bild der Waffen-SS als fanatische Elite und "Feuerwehr an der Ostfront" in der NS-Propaganda tatsächlich auf realen Gegebenheiten beruhte oder als konstruiertes Narrativ zur Legitimierung und ideologischen Aufladung diente. Der Autor hinterfragt hierbei kritisch die Rolle von Propaganda und Medien im Dritten Reich bei der Gestaltung dieses öffentlichen Images.
1.1 Hitlers fanatische Glaubenskrieger?
Schon in der Einleitung zu dieser Arbeit wurde angemerkt, dass zumindest einige Autoren einen besonderen ideologischen Fanatismus der Soldaten der Waffen-SS als einen Grund für ihre bedeutende Rolle in der Kriegführung des Dritten Reiches ansehen.
Diese Einschätzung lässt sich daraus erklären, dass die Waffen-SS als die Verkörperung des militärischen Anspruches der SS vor allem auch ihre kämpferischen Eigenschaften aus den ideologischen Grundlagen des NS bezog. Die Waffen-SS war ein Ausdruck der besonderen Stellung der SS in der Machtstruktur des Dritten Reiches.
Diese Stellung betraf zunächst ihre besondere Nähe zu Hitler. Sie war 1923 als seine Leibwache gegründet worden und galt schon in dieser Zeit als eine Eliteformation der NSDAP, in der nur die besten und zuverlässigsten Parteimitglieder versammelt und dem späteren Diktator bedingungslos ergeben sein sollten. Mithin konnte er sie, neben Einsätzen bei den Saalschlachten der Kampfzeit, auch bei innerparteilichen Querelen wie bspw. während des sogenannten Stennes-Putsches zu seinen Gunsten einsetzen. Dafür dankte er ihr mit symbolischen Gesten wie dem Erteilen ihres Ehrenkodexes „Meine Ehre heißt Treue“ oder der Übergabe der sogenannten Blutfahne des gescheiterten Putsches von 1923 vor der ganzen Partei.
1. Hinweise zu dem tatsächlichen Wert der Waffen-SS: Untersucht die ideologischen Grundlagen, Verluste, Einsatzgebiete und Ordensverleihungen, um den realen militärischen Wert der Waffen-SS kritisch zu hinterfragen.
2. Medien und Kriegsberichterstattung im Dritten Reich: Analysiert die Möglichkeiten der NS-Führung zur Lenkung der Presse, die Rolle der Propagandakompanien sowie die Charakteristika der untersuchten Zeitungen.
3. Auswertung der untersuchten Zeitungen: Dokumentiert detailliert die Berichterstattung über die Waffen-SS in den drei Zeitungen über den gesamten Kriegsverlauf hinweg.
4. Gründe für eine Bevorzugung in der Propaganda: Erörtert die Motive Hitlers, die SS-eigene Interessenvertretung und die Notwendigkeit der Freiwilligenwerbung für das positive Image der Waffen-SS.
5. Schlussbetrachtung: Fasst zusammen, dass der elitäre Ruf der Waffen-SS primär ein Produkt der NS-Propaganda war und nicht durch die militärische Realität in vollem Umfang gedeckt ist.
Waffen-SS, NS-Propaganda, Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, Kriegsberichterstattung, Völkischer Beobachter, Das Reich, Das Schwarze Korps, Hitler, Himmler, Ideologie, Elite, Freiwilligenwerbung, Militärgeschichte, Pressepolitik.
Die Arbeit analysiert kritisch das öffentliche Bild der Waffen-SS während des Zweiten Weltkriegs, wie es durch die Propaganda des NS-Regimes verbreitet wurde.
Im Zentrum stehen die militärische Realität der Waffen-SS, die Methoden der NS-Pressezensur sowie die Vergleiche zwischen dem Bild der Waffen-SS und ihrer tatsächlichen Rolle an der Front.
Es wird untersucht, ob der verbreitete Ruf der Waffen-SS als fanatische Elitetruppe auf realen militärischen Leistungen basierte oder bewusst durch Propaganda konstruiert wurde.
Der Autor verwendet eine vergleichende Analyse zeitgenössischer Printmedien (Zeitungen) und gleicht die propagandistischen Darstellungen mit operationsgeschichtlichen Fakten und Verluststatistiken ab.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der medialen Strukturen des Dritten Reiches und eine chronologische Auswertung der Berichterstattung in drei ausgewählten Zeitungen von 1939 bis 1945.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Waffen-SS, NS-Propaganda, Kriegsberichterstattung, Elite-Narrativ und nationalsozialistische Ideologie charakterisieren.
Die Bevorzugung diente dazu, die politische Sonderrolle der SS zu legitimieren, Hitler als Diktator zu stützen und den durch personelle Engpässe notwendigen Zulauf an Freiwilligen zu fördern.
Ja, während der "Völkische Beobachter" die Waffen-SS als Teil der nationalsozialistischen Kriegsanstrengungen darstellte, diente das "Schwarze Korps" als spezifisches SS-Organ dazu, die Waffen-SS ideologisch als "politische Soldaten" und Elite innerhalb der Gesellschaft zu etablieren.
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