Masterarbeit, 2014
229 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Behinderung
2.1 Behinderung, ein Begriff mit mehreren Definitionen
2.1.1 Gesetzliche Definitionen von Behinderung
2.1.2 Definition von Behinderung nach der Weltgesundheitsorganisation
2.1.3 Definition von Behinderung als Prozess
2.1.4 Definition von Behinderung in der Medizin
2.1.5 Definition von Behinderung in der Pädagogik
2.2 Weitere Kategorisierungsformen von Behinderung
3 Einführung in die Disability Studies
4 Inklusion
4.1 Terminologische Erläuterungen und Hintergründe von Inklusion
4.1.1 Inklusion und Integration
4.1.2 Inklusion und Exklusion
4.1.3 Irritationen um den Begriff der Inklusion
4.2 Inklusion als Menschenrecht
4.2.1 Inklusion und die UN-Behindertenrechtskonvention
5 Selbstbestimmte und uneingeschränkte Teilhabe
6 Barrierefreiheit
6.1 Geschichtliche Entwicklung von Barrierefreiheit
6.2 Gesetzliche Regelungen in Bezug auf Barrierefreiheit
6.2.1 Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland
6.3 Barrierefreiheit als Rechtsbegriff
6.3.1 Barrierefreiheit in der deutschen Rechtsordnung
6.3.2 Barrierefreiheit nach der UN-Behindertenrechtskonvention
6.3.3 Zusammenhang der beiden Begriffe Barrierefreiheit und Behinderung
6.3.4 Generalisierende Betrachtung von Barrierefreiheit
6.3.4.1 Barrierefreiheit als objektive Verpflichtung
6.3.4.2 Barrierefreiheit als subjektives Recht
6.3.5 Barrierefreiheit, ein unbestimmter Rechtsbegriff
6.3.5.1 Empirisch überprüfbare Tatbestandsmerkmale
6.3.5.2 Normative Tatbestandsmerkmale
6.3.6 Ausfüllung des Rechtsbegriffs
6.4 Weitere Begriffserklärungen und Inhalte von Barrierefreiheit
6.5 Thesen zur Barrierefreiheit
6.6 Barrierefreiheit als Folge des Sichtweisenwechsels
7 Barrierefrei Bauen und Planen
7.1 Grundlagen des barrierefreien Bauens in Deutschland
7.1.1 Rechtliche bauliche Regelungen auf Bundesebene
7.1.2 Rechtliche Regelungen auf Landesebene
7.1.3 Bauordnungen der Bundesländer
7.1.4 Bauordnungen auf kommunaler Ebene
7.1.5 DIN-Normen
8 Barrierearten
8.1 Barrieren in der Bewegung
8.2 Barrieren in der Bedienung
8.3 Barrieren in der Orientierung
9 Barrierefreies Webdesign
9.1 Bedeutung von Barrierefreiheit in Bezug auf das Webdesign
9.2 Barrieren im Webdesign
10 Demographischer Wandel
11 Einblicke in die Mediensozialisation
11.1 Smartphones und Tablets
11.1.1 Smartphones und ihre Verbreitung
11.2 Apps
12 Menschen mit Behinderungen und Medientechnologien
12.1 Vorzüge mobiler Endgeräte
12.2 Apps für Menschen mit Behinderungen
12.2.1 Ariadne GPS - Für Menschen mit Sehbehinderungen
12.2.2 VerbaVoice - Für Menschen mit Hörbehinderungen
12.2.3 Grace-App - Für Menschen mit sprachlichen Einschränkungen
12.2.4 Wheelmap - Für Menschen mit motorischen Behinderungen
12.2.5 Zusammenfassung der genannten Apps
13 Universelles Design und Design für alle
14 Unsere App
14.1 Entstehung unserer Appidee
14.1.1 Wahl der Stadt Pforzheim
14.1.2 Wegweiser als Datenbasis
14.1.2.1 Kriterienkatalog des Wegweisers
14.2 Wahl der Zielgruppe
14.3 Argumente für die Entwicklung einer App anstelle einer mobilen Webseite
14.4 Barrierefreies Appdesign
14.4.1 Name
14.4.2 Logo
14.4.3 Appskizze
14.5 Auffindbarkeit unserer App
14.6 Weiterführung unserer App
14.7 Wheelmap versus unsere App
14.8 Argumente für unsere App
14.8.1 Befragung
14.8.1.1 Hypothesen
14.8.1.2 Aufbau des Fragebogens
14.8.1.3 Auswertung der Ergebnisse
14.8.1.3.1 Auswertungstabelle
15 Besuch einer berufsvorbereitenden Einrichtung
15.1 Exkursion: Busfahren mit Menschen mit Behinderungen
15.2 Mobilitätstraining
16 Suche nach Sponsoren
17 Aufgetretene Barrieren bei der Entwicklung unserer App
18 Fazit
19 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht die Inklusionspotenziale neuer Medientechnologien – insbesondere einer App – um Barrierefreiheit und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im gesellschaftlichen Leben zu fördern, wobei das Beispiel der Stadt Pforzheim im Fokus steht.
6.3.4.1 Barrierefreiheit als objektive Verpflichtung
„Das Grundmuster konkreter Regelungen zur Barrierefreiheit sind Pflichten, die zum Beispiel bei Neubauten und Umbauten einen bestimmten Rechtsträger verpflichten, diese Bauten `entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik barrierefrei´ zu gestalten, wie es in § 8 Abs.1 BGG heißt. Das Behindertengleichstellungsrecht verpflichtet vor allem Behörden, privaten Rechtssubjekten, etwa bei einer Baugenehmigung, Barrierefreiheit vorzuschreiben.“153
Das Dasein solcher objektiven gesetzlichen Pflichten zur Barrierefreiheit gibt keine Auskunft darüber, ob es auch subjektiv einklagbare Rechte Einzelner auf Barrierefreiheit gibt. „Ob die Rechtsnormen eingehalten werden, ist zunächst eine Frage der Verwaltungskontrolle durch Parlamente und Regierungen, durch Rechtsaufsicht von Behörden über Behörden oder durch Selbstverwaltungsorgane in Gemeinden, bei Sozialversicherungsträgern, in Kammern oder Hochschulen.“154 Um Barrierefreiheit durchzusetzen, ist diese Kontrolle von Nöten. Denn Welti zufolge bleiben demokratische Mechanismen gerade dann unzureichend, wenn sie Anliegen von Minderheiten betreffen.155 „Der Rechtsstaat als objektive Instanz bleibt unzureichend, wenn die ihm aufgegebenen Rechtspositionen nicht einzelnen Personen als subjektiv durchsetzbares Recht zugeordnet werden.“156
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen von Menschen mit Behinderungen im Alltag und begründet die Relevanz von Barrierefreiheit und neuen Medientechnologien für eine inklusivere Gesellschaft.
2 Behinderung: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über verschiedene Definitionen von Behinderung, von gesetzlichen bis hin zu pädagogischen und medizinischen Sichtweisen, und diskutiert Kategorisierungsformen.
3 Einführung in die Disability Studies: Hier wird der interdisziplinäre Forschungsansatz der Disability Studies vorgestellt, der den Perspektivwechsel vom Objekt zum Subjekt bei der Erforschung von Behinderung betont.
4 Inklusion: Das Kapitel erläutert den Inklusionsbegriff im Kontrast zur Integration, diskutiert Exklusion und verankert Inklusion als Menschenrecht gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention.
5 Selbstbestimmte und uneingeschränkte Teilhabe: Hier wird der komplexe Begriff der Teilhabe als Maßstab für soziale Gerechtigkeit und als Resultat gerechter Strukturen in der Gesellschaft diskutiert.
6 Barrierefreiheit: Dieses zentrale Kapitel behandelt die geschichtliche Entwicklung, gesetzliche Grundlagen, den Rechtsbegriff der Barrierefreiheit sowie die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland.
7 Barrierefrei Bauen und Planen: Fokus liegt auf den Grundlagen des barrierefreien Bauens, den rechtlichen Regelungen auf verschiedenen Ebenen und der Bedeutung von DIN-Normen.
8 Barrierearten: Das Kapitel stellt typische Barrieren in den Bereichen Bewegung, Bedienung und Orientierung vor, um deren Auswirkungen auf das tägliche Leben zu verdeutlichen.
9 Barrierefreies Webdesign: Hier wird die Relevanz barrierefreier Webauftritte erörtert, Definitionen geklärt und Herausforderungen im Webdesign aufgezeigt.
10 Demographischer Wandel: Das Kapitel widmet sich dem demographischen Wandel, da dieser zunehmend die Bedeutung von barrierefreier Lebensraumgestaltung für alle Generationen hervorhebt.
11 Einblicke in die Mediensozialisation: Ein Überblick über die Mediensozialisation, die Rolle von Smartphones und Tablets sowie die Definition von Apps als alltägliche Begleiter.
12 Menschen mit Behinderungen und Medientechnologien: Hier werden Vorzüge mobiler Endgeräte für Menschen mit Behinderungen aufgezeigt und beispielhafte Apps vorgestellt, die Inklusion unterstützen.
13 Universelles Design und Design für alle: Dieses Kapitel stellt die Konzepte des Universellen Designs und des Designs für Alle vor, die über Barrierefreiheit hinausgehen und Nutzerbedürfnisse von Anfang an mitdenken.
14 Unsere App: Das Kernkapitel beschreibt die Entstehung, das Design und die praktische Entwicklung der App „Barrierefreiheit vor Ort“ anhand des Umsetzungsbeispiels Pforzheim.
15 Besuch einer berufsvorbereitenden Einrichtung: Ein Exkurs zu einer Einrichtung, bei dem Erfahrungen von Schülern bezüglich Barrieren in Pforzheim eingeholt und Mobilitätstraining erprobt wurden.
16 Suche nach Sponsoren: Der Bericht über die Herausforderungen bei der Akquise von Fördermitteln für das App-Projekt.
17 Aufgetretene Barrieren bei der Entwicklung unserer App: Eine Reflexion über die während des Projekts aufgetretenen, teils unerwarteten Barrieren bei der Entwicklung der App.
18 Fazit: Eine abschließende Reflexion der Thematik, in der die Bedeutung von Barrierefreiheit und Inklusion sowie der Stellenwert des Projekts resümiert werden.
Barrierefreiheit, Inklusion, Teilhabe, Behinderung, Medientechnologien, App-Entwicklung, Disability Studies, Barrierefreies Bauen, Barrierefreies Webdesign, Mobilität, Universelles Design, Design für Alle, Smartphone, Pforzheim, Selbstbestimmung.
Die Arbeit thematisiert die Möglichkeiten, wie neue Medientechnologien, insbesondere Apps, die Barrierefreiheit und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in einer inklusiven Gesellschaft fördern können.
Zentrale Themen sind Behinderung, Inklusion, Barrierefreiheit in der bebauten Umwelt und im Web, sowie die praktische Entwicklung einer mobilen App zur Unterstützung der Teilhabe.
Die Arbeit untersucht inwieweit neue Medientechnologien dazu beitragen können, Barrierefreiheit und die damit verbundene Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft zu ermöglichen.
Die Autoren nutzen eine Kombination aus theoretischer Fundierung (Literaturanalyse zu Disability Studies und Rechtsgrundlagen) und empirischen Elementen in Form einer Befragung zur Nutzbarkeit von Apps.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Behinderung und Inklusion, technische Aspekte von Barrierefreiheit in Bau und Web sowie die detaillierte Darstellung des Entwicklungsprozesses einer eigenen App.
Zu den Schlüsselwörtern zählen Barrierefreiheit, Inklusion, Teilhabe, Behindertenrechtskonvention, App-Entwicklung, Universelles Design und barrierefreies Webdesign.
Pforzheim dient als konkretes Umsetzungsbeispiel und Datenbasis. Die Autoren haben dort einen Stadtwegweiser auf Barrierefreiheit geprüft und nutzen diese Daten als Grundlage für den App-Prototypen.
Die Autoren begründen dies mit der hohen Verbreitung von Smartphones, der Möglichkeit der Offline-Nutzung und dem direkten Zugriff auf Hardware-Features, die für eine mobile Unterstützung in der Stadt notwendig sind.
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