Bachelorarbeit, 2014
34 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Teil
2.1 Einführung in die Theorie des Neoliberalismus nach F. A. von Hayek
2.2 Theorie des Dritten Weges von Anthony Giddens
3. Empirische Analyse Arbeitsmarktpolitische Positionen in den Wahlprogrammen der SPD von 1998-2013
3.1 Wahlprogramm des Jahres 1998
3.2 Wahlprogramm des Jahres 2002
3.3 Wahlprogramm des Jahres 2005
3.4 Wahlprogramm des Jahres 2013
4. Fazit und Schlussfolgerungen
5. Quellen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die arbeitsmarktpolitischen Positionen der SPD im Zeitraum von 1998 bis 2013, um zu analysieren, ob sich die Partei auf dem Weg zu einer neoliberalen Arbeitsmarktpolitik befand. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit neoliberale Denkkonzepte in den Wahlprogrammen der Bundespartei Einzug gehalten haben und ob programmatische Entwicklungen zur politischen Mitte vollzogen wurden.
2.1 Einführung in die Theorie des Neoliberalismus nach F. A. von Hayek
Der Begriff des Neoliberalismus wird heute in den politischen und ökonomischen Debatten überall auf der Welt ständig verwendet, verändert und entwickelt. Die Vielfältigkeit der Bedeutung des Liberalismus im Allgemeinen, sowie des Neoliberalismus insbesondere wird sichtbar, wenn man sich die große Anzahl der Denkschulen und der jeweiligen Theoretiker anschaut. Eine befriedigende Definition des Neoliberalismus und all seiner Elemente ist praktisch ausgeschlossen, da heute die Auffassung des Begriffes zu vielschichtig und zu mehrdimensional ist. Grundsätzlich wird der Neoliberalismus als eine Denkrichtung des Liberalismus verstanden, in der aber auf Grund der Erfahrungen im 20 .Jahrhundert der Planwirtschaft und des laissez-faire des 19. Jahrhundert neue Ansätze der Nationalökonomie verwendet werden.
Das 20. Jahrhundert war sehr stark von neoliberalen Denkkonzepten geprägt, die ihrerseits starke Auswirkungen auf die reale Politik hatten. Nach dem 2. Weltkrieg bis hin zu den 70er Jahren dominierte vor allem der keynsianische Staatsinterventionismus, der insbesondere unter den Regierungen von Margret Thatcher und Ronald Reagan eine neue Welle neoliberaler Politik ausgelöst hat. Die Grundidee des keynsianischen Staatsinterventionismus besteht in der Überzeugung, dass Menschen Probleme, im Besonderen den Markt betreffend, in der Welt eigenständig lösen können, , sodass keine Organisation dazu notwendig das Monopol zu haben braucht. Der Neoliberalismus kann nicht nur als eine rein ökonomische Theorie verstanden werden sondern auch als ein politisches und philosophisches Konzept. Der Neoliberalismus beschäftigt sich mit den Begriffen der Freiheit des Einzelnen, der Rolle des Staates und der Märkte, sowie der Ordnungstheorie.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der Arbeitsmarktpolitik für die SPD ein und stellt die zentrale Forschungsfrage sowie die Hypothese der Arbeit vor.
2. Theoretischer Teil: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Neoliberalismus nach F. A. von Hayek und der Theorie des Dritten Weges von Anthony Giddens erläutert sowie Kategorien für die Analyse abgeleitet.
3. Empirische Analyse Arbeitsmarktpolitische Positionen in den Wahlprogrammen der SPD von 1998-2013: In diesem Hauptteil werden die Wahlprogramme der Jahre 1998, 2002, 2005 und 2013 systematisch auf Basis der zuvor erarbeiteten theoretischen Kategorien untersucht.
4. Fazit und Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel fasst die Analyseergebnisse zusammen und bewertet, ob sich die SPD im betrachteten Zeitraum tatsächlich zu einer neoliberalen Politik bewegt hat.
5. Quellen: Auflistung der verwendeten Literatur und Internetquellen.
SPD, Arbeitsmarktpolitik, Neoliberalismus, F. A. von Hayek, Dritter Weg, Anthony Giddens, Wahlprogramme, Agenda 2010, Soziale Gerechtigkeit, Beschäftigungspolitik, Vollbeschäftigung, politische Mitte, Tarifautonomie, Gewerkschaften, aktivierende Arbeitsmarktpolitik
Die Arbeit untersucht die inhaltliche Ausrichtung der SPD-Arbeitsmarktpolitik zwischen 1998 und 2013 und prüft, ob die Partei in diesem Bereich neoliberale Positionen übernommen hat.
Im Zentrum stehen die Konzepte des Neoliberalismus nach F. A. von Hayek, die Theorie des Dritten Weges von Anthony Giddens und deren Spiegelung in den offiziellen Wahlprogrammen der SPD.
Das Ziel ist es, die programmatische Tendenz der SPD zu erfassen und zu hinterfragen, ob ein signifikanter Wandel zur politischen Mitte oder eine neoliberale Transformation stattgefunden hat.
Die Arbeit nutzt die Methode der qualitativen Dokumentenanalyse, basierend auf einer deduktiven Kategorienanwendung, um die Wahlprogramme systematisch auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der beiden genannten Denkschulen und eine empirische Analyse der SPD-Wahlprogramme der Jahre 1998, 2002, 2005 und 2013.
Die wichtigsten Begriffe sind SPD, Arbeitsmarktpolitik, Neoliberalismus, Dritter Weg, Agenda 2010, Soziale Gerechtigkeit und aktivierende Arbeitsmarktpolitik.
Das Programm von 2013 zeigt eine deutliche Rückbesinnung auf klassische sozialdemokratische Werte und eine Abkehr von vielen Elementen des "Dritten Weges", die in früheren Programmen noch eine Rolle spielten.
Die Arbeit kann diese These nicht uneingeschränkt bestätigen, da ab 2005 und besonders 2013 wieder vermehrt linke programmatische Konzepte in den Vordergrund rückten und neoliberale Tendenzen sich nicht durchgängig feststellen ließen.
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