Diplomarbeit, 2013
80 Seiten, Note: 1
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. EINLEITUNG
2. FRAUEN UND DELINQUENZ
2.1. ERKLÄRUNGSVERSUCHE WEIBLICHER KRIMINALITÄT
2.2. DROGENABHÄNGIGE RECHTSBRECHERINNEN
2.2.1. UNTERBRINGUNG WEIBLICHER RECHTSBRECHERINNEN
2.2.2. WEITERE BESONDERE BEDÜRFNISSE INHAFTIERTER FRAUEN
2.2.3. BEHANDLUNG DROGENABHÄNGIGER RECHTSBRECHERINNEN
3. EMOTIONALE KOMPETENZEN
3.1. MODELLE EMOTIONALER KOMPETENZEN
3.1.1. DIE ACHT FERTIGKEITEN DER EMOTIONALEN KOMPETENZ NACH SAARNI (2000)
3.1.2. DAS MODELL DER AFFEKTIVEN SOZIALEN KOMPETENZ (ASK)
3.2. KONSTRUKTE DER EMOTIONALEN KOMPETENZ
3.2.1. EMOTIONSREGULATION
3.2.2. EMOTIONSERKENNUNG
3.2.3. EMPATHIE
4. TRAINING EMOTIONALER KOMPETENZEN
4.1. EMOTIONALE KOMPETENZEN UND MENSCH-TIER-BEZIEHUNG
4.2. TIERGESTÜTZTE INTERVENTIONEN
4.2.1. ENTWICKLUNG TIERGESTÜTZTER INTERVENTIONEN
4.2.2. TIERGESTÜTZTE INTERVENTIONEN IN TOTALITÄREN INSTITUTIONEN
4.3. MULTIPROFESSIONELLE TIERGESTÜTZTE INTERVENTION (MTI)
4.3.1. DER ABLAUF DER MULTIPROFESSIONELLEN TIERGESTÜTZTEN INTERVENTION
5. METHODIK
5.1. ZIELSETZUNG DER UNTERSUCHUNG
5.2. STICHPROBE
5.3. UNTERSUCHUNGSDESIGN
5.4. VERFAHREN
5.4.1. VERHALTENSBEOBACHTUNG
5.4.2. PET ATTITUDE SCALE (PAS)
5.4.3. SKALEN ZUM ERLEBEN VON EMOTIONEN (SEE)
5.4.4. EMOTIONALITÄTSINVENTAR (EMI)
5.4.5. SDQ-III
6. FRAGESTELLUNG UND HYPOTHESEN
6.1. FRAGESTELLUNG UND HYPOTHESEN ZUR VERHALTENSBEOBACHTUNG
6.2. FRAGESTELLUNG UND HYPOTHESEN ZUM THERAPIEVERLAUF
6.3. FRAGESTELLUNG UND HYPOTHESEN ZU LERNEFFEKTEN IN ABHÄNGIGKEIT DES GESCHLECHTS
7. AUSWERTUNG UND ERGEBNISSE
7.1. ERGEBNISSE DER SYSTEMATISCHEN VERHALTENSBEOBACHTUNG
7.2. PAS
7.3. ERGEBNISSE DER SEE
7.4. ERGEBNISSE DES EMI
7.5. ERGEBNISSE DES SDQ III
8. INTERPRETATION UND DISKUSSION
9. KRITIK UND AUSBLICK
10. ZUSAMMENFASSUNG
11. ABSTRACTS
11.1. ABSTRACT (DEUTSCH)
11.2. ABSTRACT (ENGLISH)
Die Arbeit untersucht die Effektivität einer multiprofessionellen tiergestützten Intervention zur Steigerung emotionaler Kompetenzen bei drogenabhängigen Rechtsbrechern. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Identifikation geschlechtsspezifischer Unterschiede im Therapieverlauf sowie der Analyse, ob tiergestützte Ansätze zur Verbesserung des emotionalen Wohlbefindens und zur sozialen Wiedereingliederung beitragen können.
2.2.1. Unterbringung weiblicher Rechtsbrecherinnen
Seit 1870 werden in den USA Frauen und Männer separat inhaftiert (Banks, 2003). Laut der WPA in New York, USA, gab es 2004 1.668 amerikanische Gefängnisse, wovon 156 ausschließlich für weibliche Insassinnen waren und 225 Frauen und Männer aufnahmen. Das größte Frauengefängnis in Californien, USA, ist laut dem Wyoming Prison Museum Chowchilla mit 4500 Insassinnen. Gefängnisse, in welchen nur Frauen untergebracht werden, stellen eher die Ausnahme dar. Meist gibt es in ursprünglich für Männer erbauten Anstalten später eingerichtete Abteilungen für Frauen.
Blickt man nach Österreich, ist die Justizanstalt Schwarzau in Niederösterreich eigens auf weibliche Insassen ausgerichtet. Hier werden auch schwangere Inhaftierte betreut, denen die Möglichkeit gegeben wird, bis zum dritten Lebensjahr des Kindes mit diesem gemeinsam untergebracht zu sein. Diese Art der Unterbringung ist weltweit nicht sehr verbreitet, obwohl die Mutter-Kind Unterbringung ein gesondertes Bedürfnis von inhaftierten Frauen darstellt. Weltweit revolutionär war die 1993 stattfindende Reform des Gefängnisses in Tihar, der größten Haftanstalt in Indien. Im Zuge derer wurden für die 370.000 Insassinnen und Insassen Grundlagen für eine bessere Gesundheitsversorgung sowie die Einrichtung einer Mutter-Kind-Abteilung geschaffen.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den Zusammenhang zwischen Substanzkonsum, Kriminalität und emotionalen Defiziten und führt die tiergestützte Intervention als therapeutischen Ansatz zur Förderung emotionaler Kompetenzen ein.
2. FRAUEN UND DELINQUENZ: Dieses Kapitel analysiert die Kriminalitätsentwicklung bei Frauen, beleuchtet Erklärungsansätze und die speziellen Bedürfnisse sowie Unterbringungssituationen drogenabhängiger inhaftierter Frauen.
3. EMOTIONALE KOMPETENZEN: Hier werden theoretische Modelle und Konstrukte emotionaler Kompetenz, wie Emotionsregulation und Empathie, sowie deren Bedeutung für prosoziales Verhalten diskutiert.
4. TRAINING EMOTIONALER KOMPETENZEN: Dieses Kapitel widmet sich der Bedeutung der Mensch-Tier-Beziehung und tiergestützten Interventionen, insbesondere im Kontext totalitärer Institutionen wie Gefängnissen.
5. METHODIK: Die Methodik beschreibt das Untersuchungsdesign, die Stichprobe sowie die eingesetzten psychometrischen Verfahren und die systematische Verhaltensbeobachtung zur Datenerhebung.
6. FRAGESTELLUNG UND HYPOTHESEN: Hier werden die Forschungsfragen sowie die daraus abgeleiteten Hypothesen zum Therapieverlauf und zu geschlechtsspezifischen Unterschieden präzise formuliert.
7. AUSWERTUNG UND ERGEBNISSE: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der quantitativen Datenanalyse mittels statistischer Verfahren und die deskriptiven Statistiken der verwendeten Messinstrumente.
8. INTERPRETATION UND DISKUSSION: Die Ergebnisse werden in einen Forschungsrahmen gestellt, kritisch interpretiert und die Wirksamkeit der Intervention diskutiert.
9. KRITIK UND AUSBLICK: Das Kapitel reflektiert die methodischen Limitationen der Studie und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschungsansätze.
10. ZUSAMMENFASSUNG: Die Zusammenfassung resümiert die Kernergebnisse der Arbeit hinsichtlich der Wirksamkeit tiergestützter Kompetenztrainings für drogenabhängige Inhaftierte.
Emotionale Kompetenz, Drogenabhängigkeit, Rechtsbrecher, tiergestützte Intervention, Justizanstalt, Emotionsregulation, Empathie, Resozialisierung, geschlechtsspezifische Unterschiede, Therapiebegleithunde, Verhaltensbeobachtung, psychisches Wohlbefinden, Strafvollzug, Trauma, Selbstwertsteigerung
Die Arbeit untersucht die Wirksamkeit eines multiprofessionellen tiergestützten Kompetenztrainings auf die emotionalen Fähigkeiten drogenabhängiger inhaftierter Frauen im Vergleich zu männlichen Inhaftierten.
Zentral sind der Zusammenhang zwischen Sucht und Kriminalität, die Förderung emotionaler Kompetenzen durch tiergestützte Interventionen sowie geschlechtsspezifische Unterschiede in deren Wirksamkeit.
Das Ziel ist zu evaluieren, ob tiergestützte Interventionen in Haftanstalten dazu beitragen können, Defizite in emotionalen Kompetenzen abzubauen und somit die soziale Wiedereingliederung zu unterstützen.
Es wurde ein Längsschnittdesign mit Prä- und Posttestung genutzt. Zur Datenerhebung dienten diverse Fragebögen sowie eine teilnehmende, systematische Verhaltensbeobachtung über 40 Einheiten.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zu Delinquenz und emotionalen Kompetenzen, die detaillierte Darstellung tiergestützter Ansätze, die Methodik der Untersuchung sowie die statistische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind unter anderem emotionale Kompetenz, drogenabhängige Rechtsbrecher, tiergestützte Intervention, Emotionsregulation und Resozialisierung.
Die Hunde fungieren als Co-Therapeuten, die durch ihre Anwesenheit und ihr direktes Feedback eine Brücke zum emotionalen Erleben der Teilnehmer schlagen, Stress reduzieren und die Entwicklung von Vertrauen und Empathie fördern.
Ja, die Studie zeigt, dass sich bei beiden Geschlechtern Kompetenzen verbesserten, wobei jedoch geschlechtsspezifische Unterschiede im Kommunikationsverhalten und im Erleben von Emotionen (etwa im Bereich der depressiven Verstimmung nach der Intervention) identifiziert werden konnten.
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