Bachelorarbeit, 2013
60 Seiten, Note: 2,0
0. Einleitung
1. Prozesse im System Unternehmen
1.1 Gesamtunternehmensstrategie
1.2 Geschäftsfeldstrategie
1.3 Geschäftsprozess
1.3.1 Definition von Prozessen
1.3.2 Geschäftsprozessmanagement
1.3.3 Typologie von Prozessen
1.4 Prozessorientierung
2. Beschreibung von Prozesswissen
2.1 Abgrenzung zum Funktionswissen
2.2 Elemente des Prozesswissens
2.3 Prozessansichten
2.3.1 Explizites Prozesswissen
2.3.2 Stillschweigendes Prozesswissen
2.4 Prozessrollen
2.5 Prozesswissenstypen
2.5.1 Prozessinhaltswissen
2.5.2 Prozessleistungswissen
2.5.3 Prozesslogikwissen
2.5.4 Prozessrahmenbedingungswissen
2.5.5 Prozessbegründungswissen
2.6 Prozesswissenswürfel
3. Bewertung des Prozesswissens
3.1 Prozesstypen übergreifend
3.2 Wissensverarbeitende Prozesse
3.3 Wissensorientierte Prozesse
3.4 Wissensintensive Prozesse
4. Fazit und Anwendbarkeit
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Explikation von Prozesswissen in Unternehmen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit das Management und die Explikation dieses Wissens in Abhängigkeit der drei Prozesstypen – wissensverarbeitend, wissensorientiert und wissensintensiv – Potentiale erschließen oder die betriebliche Arbeit einschränken können.
1.3.3 Typologie von Prozessen
Im Folgenden soll nun zwischen verschiedenen Geschäftsprozessen unterschieden werden. Da es allerdings unterschiedlichste Arten von Geschäftsprozessen innerhalb und zwischen den Unternehmen gibt (Ortner 2004, S.2), werden in dieser Arbeit drei Typen von Prozessen abgegrenzt. Die Typisierung der Prozesse erleichtert es, möglichst detailliert auf die besonderen Anforderungen an die verschiedenen Prozesse eingegangen werden, um im weiteren Verlauf die Einschränkungen durch zu allgemeine Aussagen zu limitieren, ohne jedoch die getroffenen Aussagen in ihrer Gültigkeit zu beschränken.
Durch die Spezifität, die Prozesse in ihren Unternehmen entwickeln, kann diese Arbeit allerdings dem Anspruch auf Vollständigkeit nicht gerecht werden. Die drei Prozesstypen wissensverarbeitender, wissensorientierter und wissensintensiver Prozess können in Anlehnung an PICOT und ROHRBACH anhand sechs verschiedener Merkmale typisiert werden (Picot 1995b, S. 31):
0. Einleitung: Die Einleitung führt in das Wettbewerbsumfeld ein, erläutert die Notwendigkeit prozessorientierter Organisationen und definiert den Untersuchungsgegenstand der Arbeit.
1. Prozesse im System Unternehmen: Dieses Kapitel beschreibt die Einbindung von Prozessen in den Unternehmensaufbau, von der Gesamtunternehmensstrategie bis hin zum operativen Geschäftsprozess.
2. Beschreibung von Prozesswissen: Hier wird eine fundierte Definition von Prozesswissen erarbeitet, unterteilt in verschiedene Facetten wie explizites und stillschweigendes Wissen sowie spezifische Wissenstypen.
3. Bewertung des Prozesswissens: Dieses Kapitel untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Explikation von Prozesswissen, differenziert nach wissensverarbeitenden, wissensorientierten und wissensintensiven Prozessen.
4. Fazit und Anwendbarkeit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Nutzen sowie die Herausforderungen der Explikation von Prozesswissen für die Praxis.
Prozesswissen, Geschäftsprozessmanagement, Prozessorientierung, Explikation, Prozessmodellierung, Wissensmanagement, Wissensintensiv, Prozessleistung, Prozesslogik, Wissensverarbeitung, Prozessrollen, Organisationsentwicklung, Wettbewerbsvorteile, Prozessoptimierung, Strategische Planung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Prozesswissen in Unternehmen und untersucht, wie dieses Wissen expliziert werden kann, um Potentiale zur Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung zu nutzen.
Die zentralen Themen umfassen die Unternehmensorganisation, die Typologie von Geschäftsprozessen, die Unterscheidung zwischen explizitem und stillschweigendem Wissen sowie die Methoden des Wissensmanagements im Prozesskontext.
Das primäre Ziel ist es, Vor- und Nachteile der Explikation von bereits bestehendem Prozesswissen in Abhängigkeit von drei spezifischen Prozesstypen (wissensverarbeitend, wissensorientiert, wissensintensiv) aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse auf Basis bestehender Literatur zur prozessorientierten Organisation und zum Wissensmanagement, ergänzt durch eine modellhafte Strukturierung von Prozesswissen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Prozesswissen mittels einer mehrdimensionalen Matrix (Prozessrollen und Wissenstypen) sowie eine detaillierte Bewertung der Anwendbarkeit und der Grenzen einer Prozessexplikation für die verschiedenen Prozesstypen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Prozesswissenswürfel, Explikation, wissensintensive Prozesse, Prozessleistungswissen und organisatorisches Lernen charakterisiert.
Wissensverarbeitende Prozesse sind durch eine niedrige Komplexität, hohe Standardisierung und sequentielle Arbeitsabläufe gekennzeichnet, während wissensintensive Prozesse hohe Komplexität, dynamische Anforderungen und einen hohen Bedarf an Autonomie der Mitarbeiter aufweisen.
Stillschweigendes Wissen ist stark mit individuellen Erfahrungen und Routinen der Mitarbeiter verknüpft, was eine Standardisierung erschwert und oft zu Barrieren oder dem Risiko führt, dass Wissen bei Personalwechsel verloren geht.
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