Diplomarbeit, 2004
75 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
1.1 Zielsetzung
1.2 Vorgehen
2 Virtuelle Organisationen
2.1 Veränderte Wettbewerbsbedingungen
2.2 Formen der Kooperation
2.2.1 Interne Organisation
2.2.2 Externe Organisation
2.3 Terminologien virtueller Organisationen
2.4 Abgrenzung zu anderen Organisationsformen
2.5 Anforderungen
2.6 Stärken und Schwächen
3 Teams und Technik
3.1 Teamarbeit
3.1.1 Interaktion
3.1.2 Kommunikation
3.1.3 Koordination
3.1.4 Kollaboration
3.2 Technologien und Anwendungen
3.2.1 Groupware
3.2.2 E-Mail
3.2.3 Bulletin Boards
3.2.4 Konferenzsysteme
3.2.5 Workflow Management
3.2.6 Weitere Systeme
3.3 Virtualität und IT-Einsatz
4 Prozesse in einer virtuellen Organisation
4.1 Struktur des Unternehmens
4.2 Prozessbeschreibungen
4.2.1 Dokumenten-Erstellungsprozess
4.2.2 Project Approval Process
4.2.3 Konsignationsentnahme-Prozess
5 Einsatzszenarien
5.1 Dokumenten-Erstellungsprozess
5.2 Project Approval Process
5.3 Konsignationsentnahme-Prozess
6 Fazit
6.1 Organisatorische Aspekte
6.2 Technische Aspekte
6.3 Schlusswort
Die Arbeit untersucht den aktuellen Stand der Forschung zu virtuellen Organisationen und analysiert anhand von Praxisbeispielen bei Bayer HealthCare die Einsatzpotenziale von Informations- und Kommunikationstechnologien zur Unterstützung von Unternehmensprozessen unter Berücksichtigung rechtlicher, technischer und menschlicher Rahmenbedingungen.
2.1 Veränderte Wettbewerbsbedingungen
Veränderte Wettbewerbsbedingungen erfordern von Unternehmen neue, flexiblere Formen der Organisation, um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Traditionelle Unternehmensformen mögen diesem Anspruch an Dynamik und Geschwindigkeit meist nicht zu folgen. Für die Veränderungen sind folgende Gründe zu nennen:
• Innovationsdynamik bei Produkten und Prozessen.
• Steigende Komplexität der Produkte und Dienstleistungen.
• Dynamische Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien: Neue Märkte und Branchen entstehen.
• Schnelllebigkeit der Markt- und Kundenanforderungen: Veränderungsgeschwindigkeit von Technik, Gesellschaft, Gesetzgebung und Politik.
• Zunehmende Internationalisierung der Wirtschaft (Markt- und Wettbewerbsbeziehungen): Neue Absatz- und Beschaffungsmärkte bzw. Handelsräume (EWR, NAFTA etc.) ohne bzw. mit gesenkten Handelshemmnissen entstehen.
• Markteintritt neuer Industrieländer, z.B. aus Asien, die in der Lage sind, bei niedrigeren Produktionskosten gute Qualität zu liefern.
• Zunehmende Handels- und Käufermacht: Kunden sind nicht mehr bereit, organisatorisch bedingte Koordinationsprobleme, die sich beispielsweise in Form von längeren Lieferfristen bemerkbar machen, mitzutragen.
• Zunahme des Wissens und seiner Verteiltheit.
Für schnell agierende Unternehmen bieten sich hohe Potenziale an ökonomischen Vorteilen, diese werden auf dem Markt aber hart umkämpft. Entscheidend ist die Reaktions- bzw. Anpassungszeit eines Unternehmens an veränderte Bedingungen. In diesem Zusammenhang werden virtuelle Organisationen als „Strukturkonzept der Zukunft“ diskutiert, die über Unternehmensgrenzen hinweg in räumlicher, zeitlicher und auch rechtlicher Hinsicht ausgedehnt sind, um flexibel und dynamisch ihre Aufgaben zu bewältigen.
1 Einführung: Die Arbeit motiviert die Untersuchung virtueller Organisationen durch den Wandel von Märkten und stellt das Ziel vor, Einsatzpotenziale der Informationstechnik in Praxisprozessen zu evaluieren.
2 Virtuelle Organisationen: Dieses Kapitel definiert virtuelle Organisationen, grenzt sie von anderen Kooperationsformen wie Joint Ventures oder Kartellen ab und diskutiert die hohen Anforderungen an Vertrauen und Flexibilität.
3 Teams und Technik: Es werden die Ebenen der Zusammenarbeit im Team (Interaktion bis Kollaboration) und die zugehörigen technologischen Werkzeuge wie Groupware und Konferenzsysteme analysiert.
4 Prozesse in einer virtuellen Organisation: Anhand der Bayer AG wird die Struktur einer virtuellen Abteilung (Organisation & Information) dargestellt und drei spezifische Geschäftsprozesse (Dokumente, Projekte, Konsignationslager) detailliert beschrieben.
5 Einsatzszenarien: Das Kapitel bietet eine empirische Analyse der technologischen Unterstützung der zuvor vorgestellten Prozesse und bewertet die Akzeptanz und Effizienz verschiedener Kommunikationsmedien.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Betrachtung, dass virtuelle Elemente zwar vorteilhaft sind, der Mensch jedoch die zentrale Herausforderung bei der Virtualisierung bleibt.
Virtuelle Organisation, Informationstechnologie, Unternehmensprozesse, Kollaboration, Groupware, Workflow Management, Bayer HealthCare, digitale Transformation, Kommunikation, Prozessoptimierung, Unternehmensnetzwerk, Effizienzsteigerung, Konsignationslager, Projektmanagement.
Die Arbeit untersucht das Konzept der virtuellen Organisation im Kontext moderner Informationstechnologien und beleuchtet, wie globale Kollaboration durch IT-Systeme effizient unterstützt werden kann.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen virtueller Organisationen, die verschiedenen Ebenen der Teamarbeit, der Einsatz von Groupware und Workflow-Systemen sowie die praktische Anwendung in spezifischen Geschäftsprozessen.
Ziel ist es, den Stand der Forschung zu virtuellen Organisationen darzulegen und anhand konkreter Praxisbeispiele bei Bayer HealthCare zu diskutieren, wie IT-Systeme Unternehmensprozesse unterstützen können, unter Beachtung technischer, rechtlicher und menschlicher Bedingungen.
Die Arbeit verbindet eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Untersuchung, die auf Beobachtungen, Tests und Befragungen von Mitarbeitern basiert, um den Einsatz verschiedener Kommunikationsmedien in der Praxis zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Organisationstypen und technischen Unterstützungssystemen sowie eine detaillierte Analyse der Prozesse Dokumenten-Erstellung, Projektgenehmigung und Konsignationsentnahme.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Virtuelle Organisation, Kollaboration, Groupware, Prozessoptimierung, IT-gestützte Zusammenarbeit und Effizienzsteigerung charakterisiert.
Der Autor stellt fest, dass PC-basierte Videokonferenzen oft an komplexer Konfiguration und technischen Unzulänglichkeiten scheitern, während hochpreisige dedizierte Anlagen eine deutlich bessere und für den Geschäftserfolg akzeptable Übertragungsqualität bieten.
Der Autor identifiziert den Menschen mit seiner begrenzten Anpassungsfähigkeit und seinem Bedürfnis nach persönlicher Vertrauensbildung als das größte Hindernis für eine vollständige Virtualisierung von Organisationen.
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