Examensarbeit, 2014
35 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Sachanalyse
3. Bedingungsanalyse der Lernvoraussetzungen
4. Fachdidaktische Analyse
5. Didaktisch-methodische Betrachtungen
5.1 Verlaufsplanung
5.2 Allgemeine Zielformulierung
5.3 Durchführung
5.4 Bewertung
6. Reflexion
6.1 Umsetzung der Ziele
6.2 Auswertung der Unterrichtsreihe
7. Literaturverzeichnis
8. Anhang
Anhang A – Präsentation zum Projektverlauf
Anhang B – Lernplakate
Anhang C – AB für die Prozessnote
Anhang D – Überblickstabelle
Anhang E – AB für die Produktnote
Anhang F – Wissensquiz
Anhang G – Multiple-Choice-Test
Anhang H – Reflexionsbogen
Anhang I – exemplarisches Muster der Überblickstabelle
Anhang J – exemplarisches Muster des Reflexionsbogens
Die Arbeit analysiert und reflektiert eine produktionsorientierte Unterrichtsreihe zur Bestattungskultur in den Weltreligionen in einer 9. Klasse des Gymnasiums, um deren Eignung für eine breitere Umsetzung in den Stoffverteilungsplänen des Faches Ethik in Thüringen zu evaluieren.
2. Sachanalyse
Jede Religion beruht auf eigenen Glaubensvorstellungen, sodass jene vom Tod und dem Jenseits sehr unterschiedlich ausgeprägt sind und sich dementsprechend in differenten Verfahren mit den Toten sowie verschiedenen Bestattungsformen und Trauerritualen ausdrücken.
Im Christentum kehrt jeder Mensch mit dem Tod zu Gott zurück und erhält dort die ewige Heimat. Unter den Katholiken leben nur diejenigen im Jenseits weiter, die ein tugendhaftes Leben führten und an Jesus glaubten, während die Sündigen am Tag des Jüngsten Gerichts zu ewigen Qualen in der Hölle verdammt sind. Protestanten haben hingegen diese Vorstellung eines Fegefeuers, das zur Reinigung der Sünden dient, nicht. Um den Körper für die Auferstehung aufzubewahren, war die Erdbestattung lange Zeit Tradition. Mittlerweile ist besonders in der evangelischen Kirche auch die Urnenbeisetzung möglich. Die Gemeinde begleitet den Toten zur „letzten Ruhe“ während ein Geistlicher die Bestattung abhält. Die Trauer um einen Toten muss keineswegs im Verborgenen stattfinden, es darf vielmehr öffentlich geweint werden. Grabsteine mit christlichen Symbolen und eingraviertem Namen des Verstorbenen helfen bei der Trauerarbeit, da sie der Erinnerung dienen.3
Das Judentum kennzeichnet sich durch den Glauben an ein Leben nach dem Tod. Orthodoxe Juden glauben an die Auferstehung des Körpers und die Unsterblichkeit der Seele. Ist der Mensch verstorben, wird das „Ewige Licht“ entzündet. Anschließend findet eine Waschung und Einkleidung in weiße Gewänder statt. Eine Erdbestattung mit einem schlichten Sarg ist nach ein bis drei Tagen üblich. In Israel, wo jüdische Menschen vorzugsweise bestattet werden wollen, werden auch heute noch die Verstorbenen in Leinentücher gewickelt. Nach der Beerdigung sprechen die männlichen Hinterbliebenen das Kaddisch-Gebet und die Anwesenden zerreißen ihre Kleidung als Zeichen der Trauer. Danach beginnt für die Angehörigen die Schiwa, eine intensive Trauerwoche, während der nicht gearbeitet oder Freude empfunden werden darf.4 Nachdem die Trauerphasen nach ca. einem Jahr abgeschlossen sind, wird der Grabstein gesetzt. Es ist nicht üblich, Gräber zu bepflanzen oder zu schmücken, stattdessen werden Steine auf das Grab gelegt, da sie, im Gegensatz zu Blumen, bestehen bleiben.5
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die philosophische Relevanz des Themas Tod im Ethikunterricht und begründet die Entwicklung der produktionsorientierten Unterrichtsreihe für eine 9. Klasse.
2. Sachanalyse: In diesem Kapitel werden die unterschiedlichen Glaubensvorstellungen und Bestattungsrituale im Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus fachlich analysiert.
3. Bedingungsanalyse der Lernvoraussetzungen: Das Kapitel beschreibt die Zusammensetzung der Lerngruppe, ihre Lernmotivation und das Kompetenzniveau sowie die organisatorischen Rahmenbedingungen der Unterrichtsreihe.
4. Fachdidaktische Analyse: Hier wird der methodische Ansatz der Produktions- und Handlungsorientierung begründet, inklusive der Nutzung von kooperativen Lernformen und Lernprodukten.
5. Didaktisch-methodische Betrachtungen: Dieses Kapitel detailliert die Verlaufsplanung, die Zielformulierung für verschiedene Kompetenzbereiche sowie die konkrete Durchführung und Bewertung der Reihe.
6. Reflexion: Der Autor wertet hier die Umsetzung der Lernziele aus und reflektiert die Ergebnisse sowie die methodischen Entscheidungen der Unterrichtsreihe.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Literatur und Internetquellen.
8. Anhang: Enthält ergänzende Materialien wie Präsentationen, Vorlagen für Lernplakate, Bewertungsbögen und das Wissensquiz.
Ethikunterricht, Produktionsorientierung, Bestattungskultur, Weltreligionen, kooperatives Lernen, Unterrichtsreihe, Handlungsorientierung, Schülermitbewertung, Lernplakat, Wissensquiz, Metakognition, Reflexion, Leistungsbewertung, Klassenstufe 9, Religionsdidaktik.
Die Arbeit dokumentiert und reflektiert eine spezifische Unterrichtsreihe zum Thema Bestattungskultur in den Weltreligionen, die mit Fokus auf produktionsorientiertes und kooperatives Lernen in einer 9. Klasse durchgeführt wurde.
Die zentralen Themen sind die unterschiedlichen Bestattungsformen und Trauerrituale in den fünf Weltreligionen, eingebettet in einen handlungsorientierten didaktischen Rahmen.
Das Ziel ist die Analyse und Reflexion des Projekts, um dessen Eignung für eine generelle Implementierung in die Lehrpläne des thüringischen Ethikunterrichts zu prüfen.
Es handelt sich um einen pädagogisch-didaktischen Erfahrungsbericht, der auf Unterrichtsbeobachtung, produktorientierter Analyse und einer abschließenden Reflexion der Schülermeinungen basiert.
Der Hauptteil umfasst eine fachliche Sachanalyse der Religionen, eine Analyse der Lernvoraussetzungen der Klasse sowie eine ausführliche fachdidaktische Begründung der gewählten Methoden.
Die Schülermitbewertung (Prozess- und Produktnote) dient dazu, die Selbst- und Methodenkompetenz der Lernenden zu stärken und eine transparente Feedbackkultur zu etablieren.
Der Großteil der Klasse bewertete den Museumsrundgang als innovative und gewinnbringende Form der Wissensvermittlung, obwohl die Methode anfangs aufgrund ihrer Offenheit befremdlich auf einige wirkte.
Das Christentum wurde als Religion des eigenen Kulturkreises betrachtet und stattdessen durch eine Exkursion zu einem Bestattungsinstitut sowie einen Lehrervortrag veranschaulicht.
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